Billig-Kopien verursachen der Firma Blata jährlich Verluste von etwa 200 Millionen Kronen
Prag - Der tschechische Motorrad-Hersteller Blata verliert jährlich etwa 200 Millionen Kronen, weil chinesische Firmen Hunterttausende Plagiate auf den Markt bringen. Das berichtete die Tageszeitung Mladá fronta Dnes (Prag). Blata stelle daher neuerdings einen „Plagiat-Jäger“ an, der sich ausschließlich mit dem Kampf gegen die chinesischen „Ideenklauer“ befasst.
„Sie klauen unsere Ideen, vermasseln uns unseren guten Ruf und verursachen uns somit schwere Verluste“, so der „Plagiat-Jäger“ Luká¹ Va¹íèek.
Va¹íèek ist den asiatischen Marken-Fälschern im Internet, auf Messen und sogar in großen Häfen, die mit Containern mit asiatischer Ware beliefert werden, auf der Spur – mit relativem Erfolg: Auf Malta beginnt in diesen Tagen beispielsweise ein Plagiat-Prozess, in dem Blata einen chinesischen Hersteller, der etwa 120 Blata-Plagiate auf Malta angeboten hatte, auf Entschädigung verklagt.
Dies sei aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein, so Va¹íèek: „Wir könnten fast jede Woche irgendwo auf der Welt ein Plagiat-Lager auffliegen lassen. Aber wir sind eine kleine Firma, finanziell können wir uns das nicht leisten.“
Tschechien Online, 22.5.2006