Free-Technoparty findet vom 27. bis 30. Juli auf Militärgelände in der Nähe von Karlsbad statt
Prag - Im vergangenen Jahr war es beim Free-Techno-Festival CzechTek zu einem umstrittenen Großeinsatz der tschechischen Polizei mit Wasserwerfern, Tränengas und über hundert Verletzten gekommen. Im Anschluss folgte eine politische Krise. Dieses Jahr nun bemühen sich alle Beteiligten um eine umsichtige Planung des CzechTek-Festivals.
Wie vom scheidenden Verteidigungsminister Karel Kühnl (US-DEU) angeregt, wird die Technoparty in diesem Jahr auf einem Militärgelände in Hradi¹tì im Kreis Karlsbad stattfinden, wie die Zeitung Hospodáøské noviny (Prag) berichtet.
Darauf verständigten sich gestern der Minister und Vertreter der Assoziation tschechischer Soundsysteme, die das alljährliche Techno-Spektakel organisiert. „Es ist im Interesse von uns allen, dass diese Aktion nicht in die Illegalität gedrängt wird“, sagte Kühnl nach dem Treffen.
Das Gelände, auf dem die Mega-Party nun vom 27. bis 30. Juli stattfinden wird, überlässt die tschechische Armee den Techno-Freaks für 24.000 Kronen. Für die Bereitstellung von sanitären Anlagen, Rettungsdiensten und die anschließenden Aufräumarbeiten werden die Veranstalter aufkommen.
Die Menschen in der Umgebung des diesjährigen CzechTek-Geländes sind von der Einigung zwischen Veranstaltern und Verteidigungsministerium nicht begeistert. „Es geht nicht um den Lärm. Es geht darum, dass Tausende Menschen kommen, wir haben Angst vor Kriminalität“, sagte die Bürgermeisterin von Radnice, Vìra Vernerová.
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