Mittwoch, 20. Juli 2016 | Namenstag: Ilja

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Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Auto-Moto, Transport | 6. Juli 2016, 14:18 Uhr

Prag - Die Tschechische Republik ist ein wunderschönes Land mit Tausenden von beeindruckenden und atemberaubenden Orten. Sie ist ein perfektes Reiseziel für die Ferien. Alte und rustikale Gebäude, Schlösser und großartige Landschaften mit Bergen und Wäldern… Die Tschechische Republik ist ein perfektes Land für einen Besuch mit dem Auto. Für alle, die einen Ferienausflug mit dem Auto in die Tschechische Republik planen, hier ein nützlicher Leitfaden über die wichtigsten Verkehrsregeln in diesem Land.

Wichtige Papiere

Wer durch die Tschechische Republik fährt, sollte die folgenden Dokumente unbedingt bei sich haben:

  • Kompletter, gültiger Führerschein
  • Versicherungsnachweis  (Drittpersonen oder höher)
  • Identitätsnachweis (Reisepass)
  • Eigentumsnachweis (V5C Zertifikat)

Obligatorische Ausstattung

Wer in Tschechien mit dem Pkw unterwegs ist, sollte beachten, dass es gesetzlich vorgeschrieben ist, folgende Gegenstände mit sich zu führen. Teure Bußgelder können verhängt werden, wenn bestimmte Gegenstände nicht mitgeführt werden:

  • Scheinwerferreflektoren (abhängig vom Wagentyp müssen entweder reflektierende Aufkleber oder manuell eingestellte Reflektoren verwendet werden)
  • Warnweste für den Fahrer. Dennoch wird generell empfohlen, eine Warnweste für jeden Beifahrer mit sich zu führen.
  • Ein Erste-Hilfe-Koffer ist für alle Kraftfahrzeuge obligatorisch.
  • Warndreieck (alle Kraftfahrzeuge, die in der Tschechischen Republik unterwegs sind, müssen unabhängig des Registrierungslandes ein Warndreieck mit sich führen)
  • Motorradfahrer (Sicherheitshelme sind verpflichtend für Fahrer und Beifahrer von Mopeds und Motorrädern)

Straßenregeln

  • Rechts fahren, links überholen.
  • Überholvorschriften entsprechen dem internationalen Gebrauch, andere Verkehrsteilnehmer müssen vorgewarnt werden und es muss große Vorsicht bewahrt werden.
  • Auf freien Kreuzungen, die nicht mit einem Vorfahrtsstraßenschild ausgezeichnet sind, muss die Vorfahrt den von rechts kommenden Fahrzeugen gewährleistet werden.
  • Fahrer können die Kreuzung nur befahren, wenn die Ausfahrt der Kreuzung frei ist.
  • Fahrer von Privatwagen müssen die Geschwindigkeit verlangsamen und, falls nötig, anhalten, damit Busse am Ende der Busspur in den Normalverkehr wechseln können.
  • Akustische Warngeräte (Hupen) dürfen nur eingesetzt werden, um andere Verkehrsteilnehmer in Gefahrensituationen zu warnen oder ihnen einen Überholversuch anzukündigen. Warnungen können auch mit den Warnblinklichtern angezeigt werden.
  • Der Einsatz der Hupe ist im Zentrum Prags vom 15. März bis zum 15. Oktober zwischen 21 Uhr und 5 Uhr und vom 15. Oktober bis zum 15. März zwischen 20 Uhr und 6 Uhr nicht gestattet. 

Sicherheitsgurte

  • Der Fahrer sowie die Beifahrer vorne und hinten müssen Sicherheitsgurte anlagen, wenn vorhanden.

Auf Reisen mit Kindern

Kinder, die kleiner als 150 cm sind und in der Tschechischen Republik oder im Ausland registrierten Fahrzeugen fahren, müssen Kinderrückhalteeinrichtungen nutzen – sowie vorne als auch hinten im Auto. Kinderrückhalteeinrichtungen müssen dem ECE Standard 44/03 oder 44/04 entsprechen. Wird das Kind auf dem Vordersitz transportiert, muss der Airbag deaktiviert sein.

Geschwindigkeitsbegrenzungen

Innerhalb geschlossener Ortschaften

50 km/h (80 km/h auf Schnellstraßen). Die Straßenschilder geben möglicherweise eine andere Geschwindigkeitsbegrenzung vor.

Außerhalb geschlossener Ortschaften

Motorräder

Auf Autobahnen                     130 km/h

Auf anderen Straßen                 90 km/h

Privatwagen

 Auf Autobahnen                   130 km/h

 Auf anderen Straßen            90 km/h

Autos mit Wohnwagen oder Anhänger         80 km/h

Parkvorschriften

  • Fahrzeuge können lediglich auf der rechten Straßenseite geparkt werden, parallel zum Bordstein. In Einbahnstraßen ist das Parken auf der linken Seite ebenfalls gestattet.
  • Anhalten und Parken ist an allen Orten verboten, an denen geringe Sichtbarkeit herrscht oder wo das Fahrzeug ein Hindernis darstellen könnte. Insbesondere auf einer Brücke, bis zu 5 m von einer Kreuzung entfernt, einem Fußgängerüberweg,  einer Bus- oder U-Bahn-Haltestelle.
  • Durchgezogene gelbe Linien entlang der Fahrbahn weisen auf Parkverbote hin; gestrichelte gelbe Linien auf Restriktionen.
  • Ein unbeaufsichtigtes Fahrzeug, das nicht vom Straßenlicht beleuchtet wird, sollte ein Parklicht aufweisen. Dieses muss von vorne und hinten sichtbar sein. Das Licht muss sich in bis zu 40 cm Reichweite  vom Auto befinden.

Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss

Es ist verboten Alkohol vor dem Fahren zu konsumieren. Ein Alkoholanteil im Blut ist nicht gestattet. Diese Regel gilt auch für Reiter mit Pferd und Fahrradfahrer.

Der Fahrer muss eventuell einen Alkoholtest durchführen und je nach Testergebnis eine Blutprobe abliefern. Die Polizei kann Fahrer auch auf Drogen testen. Hier wird beginnend ein Speicheltest (Drugwipe) durchgeführt

Bildnachweis:
Tirendo.de
prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Reise, Auto-Moto, Transport | 30. Juni 2016, 19:58 Uhr
Verkehrsbetriebe informieren über Einstellung des U-Bahnbetriebs vom 2. bis 10. Juli

Prag - Mit Beginn der Sommerferien, wenn die Tschechen fluchtartig die Metropole Richtung Kroatien verlassen, beginnen in der tschechischen Hauptstadt traditionell umfangreichere Modernisierungsarbeiten an maroden Straßenbahntrassen und der Prager U-Bahn, so auch in diesem Jahr.

Wie die Prager Verkehrsbetriebe (DPP) mitteilen, wird aufgrund der Reparatur der Strecke ab Samstag, den 2. Juli 2016 (ab Betriebsbeginn) bis Sonntag, den 10. Juli 2016 (bis Betriebsende) in beiden Richtungen der U-Bahnbetrieb auf der Linie C zwischen den Stationen Pankrác – Roztyly eingestellt.

"Im Abschnitt Roztyly – Háje wird der U-Bahnbetrieb pendelnd sichergestellt (auf jedem Gleis fährt nur ein Zug in Richtung hin und zurück). Zwischen den Stationen Pražského povstání und Pankrác wird der U-Bahnbetrieb nur auf einem Gleis durch einen gesonderten Zug sichergestellt", heißt es auf den Webseiten der Verkehrsbetriebe.

Als Ersatz für die ausfallende U-Bahn werden Ersatzbuslinien eingerichtet und bei einigen Buslinien Streckenänderungen vorgenommen. (nk)

Themen: Prager Metro, Prager Verkehrsbetriebe (DPP)
prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Reise, Auto-Moto, Transport | 30. Juni 2016, 18:13 Uhr
Erhöhte Unfallgefahr auf Autobahnen, Prager Verkehrsbetriebe schalten um auf Ferienmodus

Prag - Am heutigen 30. Juni ist in ganz Tschechien der letzte Schultag und die Schüler und Schülerinnen erhalten ihre Jahreszeugnisse.

Mögen viele dem Tag der Zeugnisvergabe mit gemischten Gefühlen entgegensehen - auf den Tag nach diesem Tag freuen sich ohne Frage Hunderttausende: Am 1. Juli beginnen landesweit die großen Ferien. Zwei Monate lang am Stück schulfrei - ihre Altersgenossen in Deutschland können davon nur träumen.

Urlauber und Autofahrer sollten zu Ferienbeginn und vor dem Schulbeginn am 1. September 2016 auf Autobahnen und Schnellstraßen sowie in den größeren Städten in Tschechien mit deutlich stärkerem Verkehr und erhöhter Unfall- und Staugefahr rechnen.

Die Polizei empfiehlt, diese Termine für längere Autofahrten oder Transittouren zu meiden.

Der Beginn der Sommerferien bringt traditionell auch Änderungen im öffentlichen Nahverkehr in Prag mit sich, da dieser auf Ferienbetrieb umgestellt wird. Dadurch verlängern sich spürbar die Intervalle von Bussen, Straßenbahnen und Metro.

An vielen Stellen werden in dieser Zeit auch sanierungsbedürftige Straßenbahntrassen repariert, so dass es zu etlichen Umleitungen kommt. (nk)

Themen: Schulferien, Schule, Prager Verkehrsbetriebe (DPP)
Rubrik: Panorama, Gesellschaft | 30. Juni 2016, 09:50 Uhr

Prag - Der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds (DTZF) hat am Mittwoch auf seiner turnusmäßigen Sitzung in Prag Fördergelder in Höhe von 790 Tausend Euro bewilligt. Damit werden 159 neue grenzüberschreitende Projekte unterstützt, die jeweils von einem tschechischen und einem deutschen Partner gemeinsam umgesetzt werden.

Erneut beziehen sich viele der bewilligten Vorhaben auf das „Thema des Jahres“, das der DTZF für 2016 ausgerufen hat: Aktives Bürgersein vor neuen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. „Es freut uns, dass sich Akteure auf beiden Seiten davon inspirieren lassen haben“, sagt Petra Ernstberger, die Vorsitzende des Verwaltungsrates. „Die Vielzahl der Vorhaben zu diesem Thema zeugt von einer lebendigen Zivilgesellschaft auf beiden Seiten der Grenze, die nach eigenen deutsch-tschechischen Wegen und Lösungsansätzen für aktuelle Themen wie Flucht und Migration sucht“, so Ernstberger.

In mehreren Projekten setzen sich zudem deutsche und tschechische Jugendliche über gemeinsame kulturelle Aktivitäten mit sensiblen Themen der deutsch-tschechischen Vergangenheit auseinander. „Viele wertvolle Impulse für den Umgang mit schmerzvollen Kapiteln aus der Geschichte sind in Tschechien aus dem Kulturbereich gekommen“, sagt Kristina Larischová, die Vize-Vorsitzende des Verwaltungsrates.

 

Auswahl aktuell bewilligter Projekte:

Hör zu, nimm wahr, um zu verstehen

Das Magdeburger Albert-Einstein Gymnasium und das František-Martin-Pelcl- Gymnasium aus Rychnov nad Kněžnou haben das „Thema des Jahres“ als Anregung für ein gemeinsames Projekt verstanden: In zwei einwöchigen Begegnungen setzen sie sich gemeinsam mit den Themen Migration und Integration auseinander. Sie nehmen Kontakt zu den vor Ort lebenden Migranten auf und befragen sie nach Migrationsgründen und Integrationsschwierigkeiten. Im Rahmen der Recherchen besuchen die Schüler auch gemeinsam die Flüchtlingseinrichtung in Kostelec nad Orlicí. In dem Projekt geht es aber nicht nur um Menschen, die derzeit nach Europa fliehen, sondern auch um bereits länger in Tschechien und Deutschland lebende Migranten (z. B. vietnamesische oder türkische Familien).

“Bleibendes” Ergebnis des Projekts soll eine zweisprachige Präsentation sein, die auch andere Schulen zu einer differenzierten Sicht auf das Thema Flucht und Migration motivieren soll. 

Die Unterstützung des Zukunftsfonds für dieses Projekt beträgt 92 000 CZK.

 

Geschichten der Flüchtlinge

Inspiriert vom „Thema des Jahres“ begegnen tschechische und deutsche Freiwillige gemeinsam Flüchtlingen und Asylsuchenden in Dresden und dokumentieren ihre Schicksale in Form von Video-Interviews, Foto-Ausstellungen und Animationsfilmen. Der antragstellende Verein „WeCan“, ein Zusammenschluss junger kreativer Filmemacher aus Tschechien, und sein deutscher Partner, das Umweltzentrum Dresden, wollen auf diese Weise den diffusen Ängsten von Tschechen und Deutschen konkrete Geschichten und Bilder von einzelnen Menschen entgegensetzen. Die dokumentierten Schicksale eignen sich auch gut für den Einsatz im Bildungsbereich und sprechen so ein breiteres Publikum an.  

Die Fördersumme des Zukunftsfonds für dieses Projekt beträgt 170 000 CZK.

 

Tschechisch-deutsches Swingorchester

Swingmusik im sakralen Raum einer Wallfahrtskirche im früheren Sudetengebiet, gespielt von einem deutsch-tschechischen Jugendorchester – das ist eine zukunftsweisende Verbindung von Vergangenheit mit Moderne.

Im Rahmen ihrer langjährigen Partnerschaft studieren Schüler der Musikschule Merzig-Wadern (Saarland) und der Künstlerischen Grundschule Žamberk (Ostböhmen) gemeinsam ein Swing-Repertoire ein, das dann auch in der Wallfahrtskirche von Neratov der Öffentlichkeit präsentiert wird. Ziel des Projektes ist es, durch das gemeinsame Musizieren Freundschaften zu schließen und zudem gemeinsam die Geschichte des deutsch-tschechischen Zusammenlebens in der Region zu reflektieren.

Der Zukunftsfonds stellt dem Vorhaben eine Fördersumme von 100 000 CZK zur Verfügung. 

 

Tomáš Radil: "Als Vierzehnjähriger allein in Auschwitz"

Es gibt nur wenige persönliche Zeugnisse von Jugendlichen, die Auschwitz überlebten. Kinder waren ebenso wie alte Menschen besonders schonungslos der Vernichtungsmaschinerie der Nationalsozialisten ausgesetzt. Umso wertvoller ist der Überlebensbericht von Tomáš Radil, der jetzt ins Deutsche übersetzt wird. 1930 als tschecholowakischer Jude in Bratislava geboren, wurde Radil als Vierzehnjähriger nach Auschwitz deportiert. Seine bereits auf Tschechisch erschienenen Erinnerungen reflektieren nicht nur das Leid im Konzentrationslager, sondern auch die Rückkehr des Überlebenden nach Kriegsende und ein von Traumatisierung geprägtes Weiterleben. Das Zeugnis von Tomáš Radil ist umso rarer, da es mit zeitlichem Abstand verfasst wurde und aus der Feder eines reflektierten Mannes stammt, der sich in seiner wissenschaftlichen Karriere intensiv mit  Trauma-Forschung auseinandersetzte.

Der Zukunftsfonds fördert das Projekt mit einer Summe von 8 500 Euro.

 

18. Tschechisch-Deutsche Kulturtage in Dresden, Ústí nad Labem und der Euroregion Elbe/Labe

Die Tschechisch-Deutschen Kulturtage in der Euroregion Elbe/Labe haben in den letzten 18 Jahren einen großen Beitrag zur Entwicklung eines grenzübergreifenden kulturellen Dialogs geleistet. Dank des Festivals sind zahlreiche längerfristige Kooperationen zwischen sächsischen und tschechischen Kulturinstitutionen entstanden. Die hohe Resonanz von rund 10.000 Besuchern pro Jahr zeigt, dass sich die Kulturtage einen festen Platz im kulturellen Leben der Euroregion erobert und zu einer erheblich intensiveren Wahrnehmung tschechischer Kultur in Deutschland und deutscher Kultur in Tschechien beigetragen haben. Mit seiner Förderung möchte der Zukunftsfonds dieses bemerkenswerte Projekt weiterhin unterstützen und dazu beitragen, dass dessen ungesicherte finanzielle Situation nicht zu einer Beeinträchtigung seiner Qualität führt.

Der Zukunftsfonds bezuschusst das Vorhaben mit 40 000 Euro.

 

Spurensuche - Filmreihe zur Vergangenheit und Gegenwart mit deutsch-tschechisch-polnischer Jugendbegegnung

Das FilmFestival Cottbus hat sich seit seiner Gründung 1990 zu einem der wichtigsten Filmfestivals osteuropäischer Filme in Deutschland etabliert. Für den diesjährigen Jahrgang ist eine besondere Filmreihe unter dem Titel „Spurensuche“ geplant, die die Auseinandersetzung vor allem jüngerer tschechischer und polnischer Filmemacher mit der deutschen Vergangenheit bestimmter Regionen illustriert und zur Diskussion stellt. Tschechische, polnische und deutsche Schüler aus der Grenzregion diskutieren im Rahmen des Festivals historische Themen wie Zwangsaussiedlung, Heimatverlust und Neubeginn - auch im Kontext der aktuellen Flüchtlingsdebatten.

Der Zukunftsfonds unterstützt das Projekt mit 5 400 Euro.

 

Tandem-Camp für Sehbehinderte

Fast 80 Prozent der Sehbehinderten in Tschechien wie in Deutschland sind arbeitslos. Freizeitaktivitäten helfen ihnen, die Lebensqualität zu verbessern. Das einwöchige Tandem-Camp, bei dem jeweils ein sehender Pilot gemeinsam mit einem sehbehinderten Beifahrer per Rad die Umgebung erkundet, findet zum zweiten Mal statt und war im letzten Jahr ein großer Erfolg. Es ermöglicht den Teilnehmern nicht nur eine aktive sportliche Beteiligung, sondern darüber hinaus den Austausch mit einem ähnlich benachteiligten Menschen aus einer anderen Gesellschaft. In den gemeinsamen Workshops teilen die Sehbehinderten ihre Erfahrungen zu Themen wie Schule, Arbeit und Sozialsphäre.

Die Fördersumme des Zukunftsfonds für dieses Projekt beträgt 100 000 CZK.

 

Vom Leben unserer Landsleute in der alten Heimat ODRAU – Kuhländchen

Die geplante Dauerausstellung in dem unlängst eingerichteten Museum der deutsch-tschechischen Verständigung in Odry (Odrau) möchte die komplexe Geschichte der deutschen Besiedlung und der deutsch-tschechischen Beziehungen im Kuhländchen dokumentieren, einschließlich der Vertreibung. Die Antragsteller haben hierfür in jahrzehntelanger ehrenamtlicher Arbeit eine große Zahl an zeitgenössischen Materialien und Zeugnissen ehemaliger Bewohner zusammengetragen.

Der Zukunftsfonds bezuschusst das Projekt mit einer Fördersumme von 131 000 CZK.

prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Politik | 23. Juni 2016, 18:44 Uhr
Crystal Meth und illegale Silvesterböller: Zusammenarbeit bei Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität unverzichtbar

Prag - Bayerns Justizminister Winfried Bausback trifft heute in Prag seinen tschechischen Amtskollegen Robert Pelikán (ANO), zu einem persönlichen Gespräch. Das teilte heute das Bayerische Justizministerium mit.

Der tschechische Justizminister war bereits im November letzten Jahres zu Besuch in Bayern. Im Zentrum des heutigen Gesprächs steht insbesondere die gemeinsame Bekämpfung der Crystal-Kriminalität sowie die Verfolgung von Straftaten im Zusammenhang mit pyrotechnischen Gegenständen.

Bausback anlässlich seines Gegenbesuchs: "Bei der Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität ist eine enge Zusammenarbeit unverzichtbar. Deshalb pflegen wir in Bayern und Tschechien bereits seit Jahren im Justizbereich mit großem Erfolg einen regelmäßigen und institutionalisierten Austausch."

Ein besonderes Anliegen ist Bayerns Justizminister die effektive Bekämpfung der Crystal-Kriminalität: "Crystal ist gefährlicher als Heroin. Schon der einmalige Konsum kann abhängig machen. Klares Ziel der Zusammenarbeit muss es sein, den grenzüberschreitenden Handel mit dieser hochgefährlichen Droge konsequent strafrechtlich zu verfolgen und streng zu bestrafen."

Zur gemeinsamen Bekämpfung von Straftaten im Zusammenhang mit pyrotechnischen Gegenständen hebt Bausback hervor: "Auch die illegale Einfuhr von Pyrotechnik bereitet uns zunehmend große Probleme. Denn in letzter Zeit wird illegal aus Osteuropa eingeführte Pyrotechnik hier auch zur Begehung von Straftaten eingesetzt. Um dies zu unterbinden, müssen wir auch in diesem Bereich unsere Zusammenarbeit mit den tschechischen Justizbehörden weiter ausbauen", so Bausback abschließend. (nk)

Themen: Bayern, illegale Feuerwerkskörper, Drogenschmuggel, Justizministerium
Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Reise | 16. Juni 2016, 08:41 Uhr

Prag - Krankheiten und Unfälle sind das Letzte, woran man denken möchte, wenn die Vorfreude auf die langersehnte Auszeit vom Alltag steigt. Dennoch sollten Urlauber nicht unversichert reisen. Eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen, ist noch kurz vor dem Reiseantritt möglich. So kann hat man eine Sorge weniger und bleibt im Schadensfall nicht auf den Kosten sitzen. Wer sich und seine Familie vor dem Urlaub versichern oder die Police wechseln will, steht vor einem unüberschaubaren Angebot von Kranken-, Gepäck-, Rücktritts- und Haftpflichtversicherungen für Reisen. Doch nicht alle von ihnen sind notwendig. Wirklich nützlich sind lediglich die Auslandskranken- und die Haftpflichtversicherung.

Rücktransport aus Tschechien kostenpflichtig

Seit 2013 dürfen gesetzliche Krankenkassen keine Auslandskrankenversicherungen mehr anbieten und verrechnen nach dem Territorialprinzip. Das bedeutet: Sie übernehmen nur noch im Inland entstandene Kosten für die ärztliche Versorgung. Tschechien-Urlauber können sich freuen: Eine anteilige Kostenübernahme gibt es innerhalb der Europäischen Union und in den Ländern, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat. Einen Rücktransport aus Tschechien übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen jedoch nicht. Besonders exorbitante Summen verlangen die Kassen, wenn der Verletzte aus fernen Ländern nach Hause transportiert werden muss, ohne eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen zu haben. Zahlen im fünfstelligen Bereich sind keine Seltenheit. So kostet ein Rücktransport aus dem beliebten Urlaubsort Thailand etwa 80.000 Euro, wie man dieser Übersicht bei CosmosDirekt entnehmen kann. Deshalb muss vor dem Abschluss einer Auslandskrankenversicherung der Rücktransport garantiert werden – nicht nur, wenn er unbedingt notwendig, sondern auch wenn er sinnvoll und vertretbar ist. Man sollte außerdem sicherstellen, dass es einen 24-Stunden-Notruf-Service gibt. Dieser unterstützt die Versicherten zum Beispiel bei der Krankenhaussuche oder steht ihnen für Fragen zur Verfügung.

Vorsicht vor Versicherungspaketen

Oft drängen Online-Reiseanbieter dem Kunden zusätzlicher Reiseversicherungen regelrecht auf. Dabei ist zum Beispiel eine spezielle Urlaubshaftpflichtversicherung unnötig, wenn man bereits haftpflichtversichert ist. Auch Reisegepäckversicherungen sind wenig sinnvoll, wenn man nicht den Gesamtwert seines Gepäcks versichert. Darauffolgende Warnhinweise wie "Wollen Sie wirklich ohne Versicherung reisen?" können ignoriert werden und befinden sich in der rechtlichen Grauzone. So klagte die Verbraucherzentrale Bundesverband im letzten Jahr erfolgreich gegen irreführende Versicherungsangebote eines Online-Reisevermittlers. Die Kunden hätten ausdrücklich bestätigen müssen, dass sie "auf den angebotenen Reiseschutz verzichten" und "im Notfall alle Kosten selbst zahlen". Eine solche Masche ist unseriös. Wie bei jedem Vertragsabschluss sollte das Kleingedruckte beachtet werden: Die meisten Versicherungsverträge werden für ein Jahr abgeschlossen. Doch die versicherte Reisedauer ist je nach Tarif auf wenige Wochen beschränkt. Wenn der Vertrag nicht fristgerecht vor dem Ende der Laufzeit gekündigt wird, verlängert er sich in der Regel um ein weiteres Jahr. Nicht zu verwechseln sind außerdem Auslandskranken- und Reiserücktrittsversicherung. (dap)

Themen: Versicherungen, Krankenversicherung
Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Wirtschaft | 15. Juni 2016, 11:07 Uhr

Prag - Eine Neubauwohnung mitten in der tschechischen Hauptstadt ist sowohl für viele Einheimische als auch Hinzugezogene und Besucher der Stadt der Traum schlechthin. Die vergleichsweise niedrigen Zinsen bestärken viele darin, sich diesen Traum zu verwirklichen. Die Preise für Immobilien sind in der tschechischen Hauptstadt allerdings alles andere als günstig – wovon insbesondere die Banken zu profitieren scheinen.

Wer sich den Traum vom Eigenheim in Prag erfüllen will, kommt ohne ein Darlehen kaum mehr aus – vor allem wenn ein Neubau erwünscht ist. Laut dem "develop index" der Beratungsgesellschaft Deloitte sind die Preise in diesem Segment erneut gestiegen. Im März und April diesen Jahres betrug der Quadratmeterpreis für eine neue Wohnung im Durchschnitt rund 73.500 Kronen (umgerechnet etwa 2.720 Euro) und damit satte 13 Prozent mehr als der Jahresdurchschnitt 2014. Die mit Abstand teuersten Wohnungen sind im Stadtbezirk Prag 1 zu finden. Hier kostet ein Quadratmeter umgerechnet rund 5.200 Euro.

Niedrigzinsen verlocken zum Kauf

Wer hier ein neues Eigenheim besitzen will, muss also tief in die Tasche greifen. Ohne ein Darlehen kommen die meisten Kaufwilligen aber scheinbar nicht aus. Nach Angaben des tschechischen Ministeriums für Regionalentwicklung wurden in Tschechien im vergangenen Jahr rund 102.000 Hypothekendarlehen im Wert von knapp 184 Milliarden Kronen (ca. 6,8 Milliarden Euro) aufgenommen. Im Vorjahr waren es noch 85.900 Hypotheken im Wert von umgerechnet 5,2 Milliarden Euro. Laut Vorstandsvorsitzendem der Hypoteční banka (Hypothekenbank) Jan Sadil sei die große Nachfrage auf die positive Stimmung auf dem Immobilienmarkt zurückzuführen. Die Preise für Immobilien stiegen im vergangenen Jahr nur langsam an und die niedrigen Zinsen verleiteten noch mehr zum Kauf eines Eigenheims. Wie verlockend die Rekord-Niedrigzinsen sein können, dürfte deutschen Bundesbürgern nur allzu gut bekannt sein.

Für kleinere Wünsche gibt es bei führenden deutschen Banken wie der Norisbank einen Kredit im Wert von 1.000 bis 65.000 Euro bereits ab 2,9 Prozent effektiven Jahreszins. Ein Baudarlehen mit einer Laufzeit von zehn Jahren gibt es laut Deutschem Bankenverband im Schnitt schon für knapp 1,4 Prozent – selbst bei Darlehenssummen über 100.000 Euro. Einen besseren Zeitpunkt, eine eigene Immobilie zu erwerben, scheint es also gar nicht zu geben. Doch die hohe Nachfrage treibt die Immobilienpreise in deutschen Ballungszentren ähnlich wie in Prag weiter in die Höhe. Am Preisanstieg in Prag ist laut Experten aber vor allem die veränderte Angebotssituation schuld. Im Vergleich zum letzten Jahr ist das Angebot um ganze 22 Prozent zurückgegangen. Derzeit fehlen in Prag ca. 1.400 freie Wohnungen. Wer also auf der Suche nach einer neuen Wohnung in der Hauptstadt ist, muss nicht nur über ein großes Budget verfügen, sondern auch über einen sehr langen Atem. (dap) 

Themen: Immobilienpreise
prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Sport | 12. Juni 2016, 12:45 Uhr
Public Viewing im "Hyundai Czech Fan Park" an der Moldau

Prag - Wer während der Fußball-EM in der tschechischen Hauptstadt ist, und sich die Spiele der EM in Frankreich nicht entgehen lassen will, kann nicht nur nur in einer der unzähligen Kneipen Fußball gucken.

Die große Open-Air-Alternative zur verqualmten Eckkneipe ist das Moldaufreibad Žluté lázně, wo während der gesamten diesjährigen EM bis zum Finale am 10. Juli unter der Schirmherrschaft des tschechischen Fußballverbands FAČR eine offizielle Fanzone zum Public Viewing eingerichtet ist.

Dort werden alle Spiele live übertragen, und zu den Begegnungen der tschechischen Mannschaft erwarten die Veranstalter bis zu 12.000 Fans auf dem weitläufigen Freibadgelände.

Der Fan Park verfügt über drei große Außenleinwände und weitere Leinwände in den Innenräumen. Neben den Fußballspielen wird täglich ein buntes Begleitprogramm geboten, bei dem bekannte tschechische und slowakische Rockbands auftreten.

Außerdem werden spezielle, den jeweiligen Teilnehmerländern gewidmete Ländertage veranstaltet, bei denen zum Beispiel Spezialitäten aus Deutschland, Italien oder Spanien angeboten werden. Am englischen Tag spielten gar die Beatles auf - in Form einer Revival-Band, die sogar einen linkshändig Bass spielenden Paul-McCartney-Mutanten vorweisen konnte. Der Eintritt in die Fanzone ist frei. (nk)

Bildnachweis:
Zlutelazne.cz
Themen: Public Viewing, Fußball-EM
Standort:
Žluté lázně
Podolské nábř. 1184/3
140 00 Praha 4 , PR
Tschechische Republik
Telefon: +420 244 462 193
50° 2' 53.556" N, 14° 24' 48.7296" E
Hauptstadt Prag (Hlavní město Praha) CZ
Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Reise | 12. Juni 2016, 11:01 Uhr

Prag - Auch wenn das Reisen mit dem Flugzeug oder auch mit dem Fernbus immer erschwinglicher und beliebter wird, bleibt die Zugreise eine der beliebtesten Reisearten. Allen Vorurteilen gegenüber der Bahn bezüglich Streiks oder Verzögerungen zum Trotz, schätzen Zugreisende insbesondere die Unabhängigkeit vom eigenen Auto sowie den Fahrkomfort, bei dem man sich einfach zurücklehnen, arbeiten oder die Landschaft betrachten kann. Besonders profitieren deutsche Reisende dabei vom gut ausgebauten Streckennetz sowie von der zügigen Fortbewegung dank des ICE. Deshalb gewinnen auch Zugreisen ins internationale Umland immer mehr an Beliebtheit. Besonders beliebt ist das Reiseziel Tschechien.

GoEuro hat ein Ranking der beliebtesten internationalen Bahnreiseziele der Deutschen erstellt. Den dritten Platz in der Liste der Reisesuchmaschine belegt Prag, das gerade von ostdeutschen Städten aus nur einen Katzensprung entfernt ist: Von Dresden aus etwa kann Prag in nur zwei Stunden, von Berlin aus in vier Stunden erreicht werden. Auf dem ersten Platz landet Amsterdam, die romantische niederländische Hauptstadt mit ihren Grachten, Brücken und Kanälen, die besonders aus den nördlicheren Regionen Deutschlands einfach und schnell erreichbar ist. Platz zwei belegt hingegen Paris, das im internationalen Zugverkehr besonders fortschrittlich ist und über sechs Fernverkehrsbahnhöfe verfügt. Und schließlich reisen auch viele Deutsche mit dem Zug nach Venedig sowie nach Wien, welche Plätze vier und fünf belegen.  

Generell zeigt das Ranking einen deutschen Aufwärtstrend für Tschechien: So wird Tschechien als Reiseziel wieder beliebter unter deutschen Urlaubern. Im vergangenen Jahr verbrachten 12,6 Prozent mehr als im Vorjahr 2014 ihren Urlaub im tschechischen Nachbarland. Die meisten Deutschen besuchten dabei entweder die Hauptstadt Prag oder Pilsen in Westböhmen, eine der beiden Kulturhauptstädte Europas 2015. Die Zusammensetzung der Tourismuszahlen in Tschechien verschiebt sich dabei allerdings: Während mehr deutsche Reisende kommen und auch chinesische Urlauber vermehrt dieses Ziel in Angriff nehmen, bleiben russische Urlauber aufgrund von politischen und monetären Gründen eher aus. (dap)

Themen: Bahnfahren
Rubrik: Reise | 10. Juni 2016, 08:12 Uhr

Für alle Erholungshungrigen mit Sehnsucht nach einem Kurzurlaub, Entspannung und wetterunabhängigem Relaxen ist der Sommer in der Therme Laa die Option mit:

  • Sommertarif ab 25°
  • Kühles Outdoorbecken – großer Outdoorbereich
  • Kinderland Sommerprogramm
  • Sommer Familien Angebot – im Thermenhotel
  • Sonntagsgrill

Der großzügige Außenbereich mit Liegewiesen, komfortablen Sommerliegen, Sonnenschirmen und einem kühlen Outdoor Becken und einem Solebecken mit Unterwassermusik ist an heißen Sommertagen der Ort, um Sonne und Energie zu tanken. Für kühle Erfrischungen und leichte Sommer-Snacks wird an der Beachbar gesorgt.

 

Therme Laa Sonnenschein-Tarif ab 25°

SonnenanbeterInnen und Urlaubshungrige aufgepasst: bis Anfang September gilt an heißen Tagen ab 25° der Sonnenscheintarif – das bedeutet bis zu 50% Ermäßigung auf den Thermeneintritt!

Sommer-Familien-Angebot Thermenhotel!

Vom 1. Juni bis zum 31. August können Kinder bis zum 14. Lebensjahr gratis im Elternzimmer einen Familienurlaub im Vier-Sterne-Superior-Thermenhotel der Therme Laa genießen! Infos: www.therme-laa.at

 

Ein heisser Tipp für alle Eltern – das Kinderland Sommerprogramm

Spaß und Spiel erwartet die Kleinen im Kinderland der Therme Laa - so können auch gestresste Eltern mal richtig entspannen! Mit einem abwechslungsreichen Programm motivieren professionelle Animateure die kleinen Gäste zum kreativen Spiel mit hohem Spaßfaktor! Das detaillierte Programm auf: www.therme-laa.at

Einige Highlights:

  • Ravensburger Spieletage und Festspielwoche - Ravensburger Festspielwoche 11.–17. Juli
  • Märchensommer Poysbrunn – "Aladin" in der Therme Laa- 18. Juni 2016
  • Nixenschwimmen & Unterwassershooting - 3. Juli 2016
  • Amethyst Welt Maissau – Schatzsuche - 9. Juli 2016
  • Betty Bernstein besucht die Therme Laa - 13. August 2016

Ein Eis gehört zum Sommer! Nach dem Motto – heiße Tage cooler Preis – coole Tage gratis Eis – bekommen die jungen Thermengäste bei Temperaturen unter 25°C ein Eis geschenkt! So kommt  auch bei schlechtem Wetter Sommerfeeling in der Therme auf.

 

Grillen und Chillen!

Jeden Sonntag wird in der Therme Laa gegrillt! Aufgewartet werden die feinsten Grillspezialitäten – traditionelle heimische, asiatische, mediterrane und auch indische Spezialitäten ergänzen am Sonntag die Speisekarte der Therme Laa. Einem echten Genusstag steht so nichts im Weg!

 

Pressekontakt

pr@ideenladen.at

Tel: +43 (0)664 536 0139

Pressestelle Therme Laa – Hotel & Spa

prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Panorama, Kriminalität | 1. Juni 2016, 13:35 Uhr
Causa Kramný: Oberes Gericht in Olomouc bestätigt erstinstanzliches Urteil gegen "Witwer von Hurghada" weitgehend

Olomouc/Prag - Das Obere Gericht in Olomouc hat heute das erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts in Ostrava gegen Petr Kramný weitgehend bestätigt, berichten tschechische Medien.

Dem Verdikt nach muss der 38-jährige aus Karviná stammende Tscheche eine 28-jährige Gefängnisstrafe für den im Juli 2013 begangenen Doppelmord an seiner damals 36-jährigen Ehefrau und seiner achtjährigen Tochter verbüßen. Das Gericht senkte lediglich die finanziellen Schadensersatzverpflichtungen des verurteilten Mörders gegenüber den Hinterbliebenen seiner getöteten Frau (von acht Millionen auf 1,74 Millionen Kronen).

Gegen das erstinstanzliche Urteil hatten die Staatsanwaltschaft, aber auch die Verteidigung und die Mutter von Petr Kramný Berufung eingelegt. Während die Staatsanwaltschaft eine zwei Jahre längere Haftstrafe forderte, wollten die Verteidigung und die Mutter eine Rückverweisung des Falles an einen anderen Senat des Regionalgerichts, beziehungsweise einen Freispruch, erreichen.  

Das Obere Gericht folgte jedoch dem Urteil des Regionalgerichts, dass festgestellt hatte, dass beide Opfer in ihrem Hotel im ägyptischen Badeort Hurghada durch einen absichtlich von Petr Kramný herbeigeführten elektrischen Stromschlag starben. Das Motiv für die Tat sieht das Gericht in den schwerwiegenden Eheproblemen des Paares. Petr Kramný beteuert bis heute sein Unschuld.

Das Urteil ist rechtskräftig. Der "Witwer von Hurghada" kann lediglich noch das Oberste Gericht anrufen, allerdings hätte ein solcher Schritt keine aufschiebende Wirkung. 

Der Indizienprozess vor dem Regionalgericht im vergangenen Jahr stand von Anfang an unter starker medialer Beobachtung und war von großem Interesse der tschechischen Öffentlichkeit begleitet. Die Todesfälle der beiden Tschechinnen hatten schon im Sommer 2013 wochenlang für Schlagzeilen gesorgt, da zunächst vermutet worden war, die beiden Urlauberinnen wären an einer Vergiftung gestorben.

Petr Kramný, der nach dem Tod seiner Frau und Tochter noch mehrere Wochen lang als Zeuge in Hurghada bleiben musste, hatte damals Boulevardmedien zahlreiche Interviews gegeben, in denen er wortreich schilderte, wie die gesamte Familie vor dem Tod seiner beiden Nächsten angeblich unter akutem Erbrechen und Durchfall gelitten habe (Video). (nk)

Themen: Petr Kramný, tote Tschechinnen in Hurghada, Justiz
prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Panorama, Gesellschaft | 31. Mai 2016, 19:33 Uhr
Tschechien europäischer Top-Exporteur von Crystal Meth

Lissabon/Prag - Europäischer Drogenjahresbericht 2016: Erste Plätze, die wenig Anlass zur Freude geben, und erst Recht kein Grund für tschechische Politiker sind, auf europäischem Parkett mit Stolz geschwellter Brust aufzutreten.

Der heute veröffentlichte Jahresbericht der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) schreibt Tschechien wieder Spitzenplätze zu, nämlich was den Marihuanakonsum von Jugendlichen angeht. Zudem benennt er das Land zudem als wichtigstes Herkunftsland für die synthetische Droge Crystal Meth.   

Tschechische Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren sind dem Bericht nach Rekordhalter hinsichtlich ihrer Erfahrung mit dem Konsum von Marihuana.

Wenigstens einmal pro Jahr haben demnach 42 Prozent das THC-haltige Rauschmittel konsumiert. Das sind drei Prozent mehr als gleichaltrige Franzosen und immerhin schon 15 Prozent mehr als die sich den dritten Platz teilenden Spanier und Holländer (27 Prozent). Frappierend auch der Vergleich zu gleichaltrigen Slowaken, von denen haben nur halb so viele Erfahrung mit Marihuana wie ihre tschechischen Nachbarn.

Während tschechische Jugendliche und junge Erwachsene in der Alterskategorie von 15 bis 34 Jahre mit 28 Prozent europäische Spitze sind, werden die Tschechen mit zunehmenden Alter von ihrem ersten Platz verdrängt. In der Kategorie 15 bis 64 Jahren liegt Tschechien nur noch an sechster Stelle.

Neuer gefährlicher Trend: "Slamming-Partys"

Besondere Aufmerksamkeit widmet der Bericht dem Thema Crystal Meth. Während das Rauschgift früher vor allem in kleinen Drogenküchen für den privaten Gebrauch oder den lokalen Schwarzmarkt hergestellt wurde, steigt in jüngster Zeit die Menge des hergestellten Crystals deutlich an, wobei den Vertrieb insbesondere nach Deutschland und Österreich dann organisierte kriminelle Banden übernehmen.

Klar wird Tschechien dabei als Drogenküche Europas benannt: Die "Produktion von Ephedrin und Pseudoephedrin hat ihren Schwerpunkt in der Tschechischen Republik", heißt es in dem Bericht. In letzter Zeit gebe es zudem "Anzeichen für eine Ausweitung der Produktion; dabei wurde über von Vietnamesen organisierte kriminelle Gruppen berichtet, die große Mengen dieser Droge sowohl für den heimischen Markt als auch für ausländische Märkte herstellen."

Zudem gebe es neue Anzeichen dafür, dass der Crystal-Konsum auf andere Länder und neue Bevölkerungsschichten übergreife. "Aus einigen europäischen Ländern wird nach wie vor ein neues Muster des Metamphetaminkonsums gemeldet, bei dem die Droge, oftmals zusammen mit anderen Stimulanzien, unter kleinen Gruppen von Männern, die Geschlechtsverkehr mit anderen Männern praktizieren, injiziert wird. Diese so genannten "Slamming-Partys" sind aufgrund der Kombination von risikoreichem Drogenkonsum und risikoreichem Sexualverhalten ein Grund zur Besorgnis", so der Drogenreport.

Europaweit ist nach Jahren des Rückgangs zudem erstmals wieder ein Anstieg beim Konsum der Tanz- und Partydroge MDMA zu verzeichnen, die landläufig als Ecstasy bekannt ist.

Aus tschechischer Sicht positiv ist ausnahmsweise ein Platz am unteren Tabellenende, den das Land belegt - bei der Zahl der Drogentoten. So gehört das Land mit 5,1 drogeninduzierten Todesfällen auf eine Million Einwohner zu den Ländern mit der niedrigsten relativen zahl der Drogentoten. Zum Vergleich: Spitzenreiter Estland kommt auf 126,8 Todesfälle, Deutschland auf 17, 6 Drogentote auf eine Million Einwohner. (nk)

Themen: Drogen, Drogenkonsum, Marihuana, Crystal Meth, EMCDDA-Jahresberichte
Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Panorama | 30. Mai 2016, 10:08 Uhr
"Totschläger"-Einkauf mit Folgen: Anzeige gegen Verstoß gegen das Waffengesetz

Johanngeorgenstadt/Klingenthal/Prag - Illegaler Waffenkauf in Tschechien: Am Sonntagnachmittag kontrollierten Beamte der Bundespolizeiinspektion Klingenthal in Johanngeorgenstadt einen 18-jährigen Sachsen.

Wie die Bundespolizeiinspektion Klingenthal mitteilt, gab der junge Mann während der Überprüfung an, in Tschechien einen "Totschläger" erworben zu haben. Tatsächlich befand sich in der den Beamten daraufhin vorgelegten Verkaufsverpackung ein Schlagring mit integriertem Messer (Foto).

Derartige Waffen, die zum klassischen Sortiment der kurz hinter den Grenzübergängen bei Klingenthal und Johanngeorgenstadt in Kraslice und Potůčky gelegenen Asia-Märkten gehören, sind in Deutschland verboten.

Die Beamten stellten daher die illegale Schlagring-Messer-Kombination sicher und erstatteten gegen den 18-Jährigen Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. (nk)

Bildnachweis:
Bundespolizeiinspektion Klingenthal
Themen: Verstöße gegen das Waffengesetz, Waffenfund, Asia-Märkte, Einkaufen
Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Kultur | 27. Mai 2016, 21:21 Uhr
Film über das Heydrich-Attentat "Anthropoid" feiert in Karlsbad Weltpremiere

Karlovy Vary/Prag - Jamie Dornan, für den bereits im vergangenen Jahr als männlicher Hauptdarsteller von "50 Shades of Grey" der rote Teppich in dem westböhmischen Kur- und Festivalort ausgerollt war, kommt auch zur Eröffnung des diesjährigen Karlsbader Filmfestivals, das vom 1. bis 9. Juli stattfindet. 

Das gab gestern Jiří Bartoška, der Direktor des traditionsreichen Filmfestes, in einer Pressemitteilung bekannt.

"Im Rahmen der feierlichen Eröffnung des 51. Jahrgangs des Internationalen Filmfestivals Karlovy Vary wird die Weltpremiere der neuen Koproduktion ’Anthropoid’ des Regisseurs Sean Ellis aufgeführt. Ihre Teilnahme an der feierlichen Eröffnung haben außer Regisseur Sean Ellis auch die Schauspieler Jamie Dornan, Charlotte Le Bon, Aňa Geislerová und Toby Jones versprochen", kündigt Bartoška an.

Der Spielfilm "Anthropoid" (nach der gleichnamigen militärischen Geheimoperation), in dem das Attentat auf den Stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich im Mai 1942 und das Schicksal der das Attentat ausführenden Fallschirmspringer Jan Kubiš und Jozef Gabčík filmisch verarbeitet wird, soll am Eröffnungsabend im Großen Saal des Hotels Thermal sowie zeitgleich in zwei weiteren für die Öffentlichkeit bestimmen Vorstellungen gezeigt werden.

Der Streifen wurde von Juli bis September 2015 in Tschechien und Prag gedreht, zum Teil an Originalschauplätzen. In die tschechischen Kinos kommt der Film frühestens im Juli, wahrscheinlich aber erst im September dieses Jahres. (nk)

Bildnachweis:
Kviff.com - Offizielles Festivalplakat 2016
Themen: Jamie Dornan, MFF Karlovy Vary, Filmfestivals, Jiří Bartoška, Aňa Geislerová
prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Panorama, Kriminalität | 26. Mai 2016, 21:39 Uhr
Last des Gewissens: Mutmaßlicher Täter stellt sich nach mehr als zwei Jahren der Polizei

Prag - Mehr als zwei Jahre lang ermittelte die Prager Mordkommission erfolglos, um ein Gewaltverbrechen aufzuklären, das sich am 13. Februar 2014 am helllichten Tag in einer Prager Straßenbahn ereignet hatte.

Damals wurde eine 64-jährige Frau am frühen Vormittag erschossen in einem Straßenbahnwaggon der Linie 17 im Prager Stadtteil Modřany aufgefunden. Motiv: unklar, Zeugen: dringend gesucht.

Als in Prag auch noch mehrere Taxifahrer von einem Serientäter erschossen wurden, war das Unbehagen in der tschechischen Hauptstadt spürbar. Die Kriminalpolizei ermittelte fieberhaft, sämtliche Ermittlungsansätze in dem Straßenbahnmord führten jedoch ins Leere. 

Wie eine Sprecherin der Kriminalpolizei heute mitteilt, meldete sich am Dienstagabend nun ein 63-jähriger Mann auf einer Polizeiwache in Prag-Strašnice und gab an, der Täter der Bluttat in der Tram zu sein. Den Beweis dafür brachte er auch mit: die Tatwaffe. Der Mann wurde anschließend mehrere Stunden lang verhört.

Inzwischen ist klar: Täter und Opfer kannten sich offenbar nicht, die Frau in der Tram war ein Zufallsopfer, der Täter tötete, um das Opfer auszurauben. Beute: ein paar Kronen. Der Mann wurde inzwischen offiziell des Raubmordes beschuldigt, es wird erwartet, das er in Untersuchungshaft genommen wird.

Nach der Mordserie an Prager Taxifahrern im Februar und April 2014 spekulierten Medien, die Taten könnten auf das Konto ein und desselben Täters gehen. Dieser Theorie widersprachen die Ermittler zwar früh, da sie ihre Karten jedoch nicht offenlegten, konnten sie weiteren Spekulationen nicht wirklich die Grundlage entziehen.

Seit Dezember vergangenen Jahres sitzt auch der mutmaßliche Taximörder in Untersuchungshaft. Im Falle der Mordserie an drei Prager Taxifahrern veröffentlichte die Polizei jedoch seit der Festnahme des mutmaßlichen Täters praktisch keinerlei Informationen mehr. (nk)

Themen: Mord in Tram Nr. 17, Prager Taximorde, Mordfälle, Lokales, Prag