Hospodáøské noviny: Staatsunternehmen droht Bankrott
Prag - Der tschechischen Fluggesellschaft ÈSA droht der Bankrott, sollten die eingefahrenen Verluste des Unternehmens am Jahresende mehr als die Hälfte des Grundvermögens betragen.
Die ÈSA-Führung hatte die Regierung daher schon im August um eine Finanzspritze von 1,5 bis 2 Milliarden Kronen gebeten.
Noch ist das Unternehmen nicht privatisiert. Nach Informationen der Wirtschaftszeitung Hospodáøské noviny (Prag) müsse die Finanzspritze so bald wie möglich kommen, um überhaupt noch einen positiven Nutzen zu bringen. Dies sei allerdings kompliziert, weil ein Weg gefunden werden müsse, wie man das Kapital des Staatsunternehmens ohne die Zustimmung von Brüssel erhöhen könne.
Gestern gab nun die Versicherungsgesellschaft Èeská poji¹»ovna, ein Mitglied der Finanzgruppe PPF, bekannt, dass sie sich eine Beteiligung an der ÈSA-Führung vorstellen könne. „Wenn wir uns an einer Erhöhung des Kapitals beteiligen würden, dann wollen wir aber auch bei der Leitung der Fluggesellschaft ein Wort mitsprechen“, so Versicherungssprecher Václav Bálek gegenüber Hospdoáøské noviny.
Tschechien Online, 21.9.2006. Foto: Csa.cz