"Rauchverbot in gastronmischen Einrichtungen wäre der Ruin für kleinere Restaurants und Kneipen"
Prag - Die Assoziation der Hotels und Restaurants (AHR) ist gegen die geplante Novelle des Nichtraucherschutzgesetzes, das zu einen der Prioritäten der Regierung Topolánek gehört, berichtet die Tageszeitung Právo (Prag).
Ein generelles Rauchverbot in gastronomischen Einrichtungen würde zum Ruin kleiner Restaurants und Kneipen führen, so die Befürchtung.
Die tschechische Regierung geht davon aus, dass die geplante Gesetzesnovelle Ende dieses Jahres im Parlament behandelt werden könnte. Zuletzt war das Gesetz zum Schutz von Nichtrauchern mit Wirksamkeit zum 1. Januar 2006 novelliert worden. Nach Auffassung von Gesundheitspolitikern erweist es sich jedoch als wenig wirksam.
An Lungenkrebs sterben in Tschechien in jährlich ungefähr 5000 Menschen, 10 Prozent davon sind Nichtraucher. Absolute Rauchverbote in gastronomischen Betrieben haben inzwischen Irland, Norwegen, Italien, Malta, Schweden und Schottland eingeführt.
Ein Sprecher der Assoziation schlägt dagegen Rauchverbote vor, die nur gastronomische Betriebe betreffen sollten, die keine räumlich abgetrennten Nichtraucherzonen haben. Für gastronomische Einrichtungen, in denen Speisen gereicht werden, könnten zum Beispiel zeitlich begrenzte Rauchverbote gelten, die nicht nur wie bisher die Mittagszeit, sondern auch die Frühstückszeit und die Zeit des Abendessens betreffen könnten.
Tschechien Online, 26.1.2007. Foto: Archiv