Portugiese Hélder Ornelas beendet nach 13 Jahren die Siegesserie afrikanischer Athleten
Prag - Der Portugiese Hélder Ornelas (Foto) hat am Sonntag den Prager Internationalen Marathon (PIM) gewonnen. Der 33-Jährige absolvierte die 42-Kilometer-Strecke in einer Zeit von zwei Stunden elf Minuten und 49 Sekunden. Zweiter wurde der Kenianer Luka Chelimo, der in Prag sein Marathon-Debüt gab.
Mit seiner Leistung unterbrach Ornelas die Siegesserie afrikanischer Läufer, die das Rennen seit seiner Gründung eindeutig dominiert hatten.
Dritter wurde ebenfalls ein Portugiese, nämlich Paulo Gomes. Schnellster Tscheche und somit tschechischer Meister wurde Pavel Faschingbauer, der mit der Zeit 2:18:55 insgesamt als siebter durchs Ziel lief, allerdings sein Ziel, die WM-Qualifikation, verfehlte.

Bei den Frauen gewann die Russin Nailja Julamanova (Foto rechts) mit 2:33:10 vor Malgorzata Sobaòska aus Polen.
Dritte wurde überraschend die Tschechin Veronika Brychcínová, die sieben Minuten nach Julamanova durchs Ziel lief und sich damit den tschechischen Titel sicherte. Zudem qualifizierte sie sich für die WM in Osaka, da sie unter dem dort angesetzten Zeitlimit (2:42:00) blieb.
Das Abschneiden Brychcínovás ist umso überraschender, als sie sich erst unlängst von einer Verletzung erholt hatte. Für die Teilnahme am Prager Marathon entschied sie sich buchstäblich in letzter Minute und gab ihre Registrierung gestern kurz vor Anmeldeschluss ab, sagten die Veranstalter bei der abschließenden Pressekonferenz in Prag.
Hochsommerliche Temperaturen drückten das Tempo
Zu dem von den Veranstaltern erhofften neuen Streckenrekord kam es trotz Verbesserungen an der Trasse und Auslassen der anstrengenden Kopfsteinpflaster-Abschnitte in der Prager Altstadt nicht, was vor allem am heißen Wetter gelegen haben dürfte.

Denn obwohl der Startschuss zum Rennen bereits um 9 Uhr morgens vom tschechischen Staatspräsidenten Václav Klaus höchstpersönlich abgegeben worden war (Foto rechts), erreichten die Temperaturen bei strahlendem Sonnenschein mit knapp 28 Grad hochsommerliche Werte und machten den Athleten augenscheinlich zu schaffen.
Wenn es so heiß ist, dann kann man keine Zeitlimits laufen, was auch an den Kenianern zu sehen ist", erklärte etwa der tschechische Meister Pavel Faschingbauer seine verfehlte Qualifikation für die Weltmeisterschaft.
Tschechien Online, 13.5.2007. Fotos: ÈTK