Prag plant neues Anti-Doping-Gesetz

Tschechien soll Anschluss an europäische Standards nicht verpassen

Prag - Tschechien soll ein neues Anti-Doping-Gesetz bekommen. Danach sollen der Besitz oder die Weitergabe von Dopingmitteln - auch in kleinen Mengen - mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden.

Einen entsprechenden Gesetzesentwurf hat das Bildungsministerium in Zusammenarbeit mit dem parlamentarischen Anti-Doping-Ausschuss ausgearbeitet, meldet die Tageszeitung Mladá fronta Dnes (Prag).

„Italien und Frankreich haben bereits ein solches Strafgesetz. Wir wollen jetzt den gleichen Weg einschlagen“, so der Ausschussvorsitzende Jaroslav Nekola. Bildungsministerin Dana Kuchtová von den Grünen (Foto) geht davon aus, dass sie die Unterstützung ihrer Kabinettskollegen für das Gesetz gewinnt: „Für mich hat dieses Gesetz Priorität, denn im Kampf gegen Doping fallen wir bislang weit hinter den europäischen Standard zurück.“

Nicht nur der Spitzen-, sondern auch der Breitensport solle mit Hilfe des neuen Gesetzes vor Doping geschützt werden, so die Ministerin. Kuchtová will erreichen, dass das Gesetz zügig verabschiedet wird, damit es schon im Januar in Kraft treten kann.

Tschechien Online, 9.7.2007. Foto: ÈTK
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