Mit Tramticket zu 20 Kronen auf der Josefína über die Moldau
Prag - Seit Dienstag verbindet eine neue Moldaufähre die Prager Stadtteile Podolí und Smíchov (Foto).
Wie bei den anderen Fährverbindungen in Prag gelten auch auf dieser Strecke die normalen Straßenbahntickets, meldet die Nachrichtenagentur ÈTK.
Vor allem bei Radfahrern sei das Interesse an der neuen Verbindung groß, so Petr Vychodil von den PragerVerkehrsbetrieben: „Aber wir hoffen, dass bald auch die anderen Prager lernen werden, die Fähre zum Beispiel auf ihrem Weg zur Arbeit zu nutzen.“ Erst im vergangenen Monat war eine Personenfährverbindung unter der Karlsbrücke eröffnet worden. Für Bewohner vom Stadtteil Prag 1 ist diese sogar umsonst.
Wie Vertreter der beiden Prager Stadteile sagten, gab es die Fährverbindung Podolí - Smíchov schon in der Vergangenheit, wurde dann aber vor 20 Jahren eingestellt. Die erneuerte Fährverbindung verkehrt zwischen dem Bootsverleih Zlíchov und der Insel Veslaøský ostrov, wo sie an den Steg am Podolskí nábøe¾í anlegt. An Bord der Josefína gelangt man mit einem Straßenbahnticket der Prager Verkehrsbetriebe.
Werktags ist die Fähre ab 06.00 Uhr in Betrieb, an Wochenenden ab 7.00 Uhr. Abends wird der Fährbetrieb gegen 22.00 Uhr eingestellt. Die reguläre Überfahrt soll im Stundentakt erfolgen, zwischendurch können Passagiere, die die Moldau überqueren wollen, die Fähre jedoch auch heranwinken.
Zunächst ist der Betrieb der Fähre nur während der Sommersaison bis zum 28. Oktober geplant. Sollte an dem neuen Angebot jedoch größeres Interesse bestehen, so könnte die Josefína auch ganzjährig auf der Moldau verkehren.
Tschechien Online, 19.7.2007. Foto: ÈTK