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Rubrik: Wirtschaft | 1. Juli 2026, 16:36 Uhr
Stellenanzeigen in Osteuropa mit wenigen Klicks im E-Shop buchen und erfolgreich Personal direkt rekrutieren

Prag - In Tschechien, Polen und der Slowakei gibt es gut ausgebildete Fachkräfte, die aktiv auf der Suche nach Arbeitsmöglichkeiten bei den deutschsprachigen Nachbarn und im DACH-Raum sind oder entsprechende Arbeitsangebote zumindest ernsthaft in Betracht ziehen. Das gilt für Maschinenbau, Elektrotechnik, IT, Handwerk, Pflege, Gastronomie, aber auch Transport und Logistik - Branchen, in denen Stellen im DACH-Raum oft über Monate unbesetzt bleiben.

Der Wille, zum Arbeiten in die Grenzregionen Sachsens, Bayerns, Brandenburgs oder auch Österreichs zu pendeln oder sogar einen Job im Hinterland anzutreten, der einen Umzug und das Verlegen des Lebensmittelpunktes erfordert, ist durchaus vorhanden.

Das Problem ist aus Perspektive sowohl der Bewerber als auch der Arbeitgeber die Sichtbarkeit – also die Frage: Wo finde ich entsprechende Stellenangebote? Oder umgekehrt: Wie sorge ich dafür, dass meine Stellenausschreibung von den Interessenten jenseits der Grenze gefunden wird?

Wer nur auf deutschen Jobportalen inseriert, kommt bei diesen Bewerbern nicht an. Dafür müsste die Anzeige dort erscheinen, wo sie tatsächlich suchen.

Medialink kennt beide Seiten des Arbeitsmarktes

Das in Prag ansässige deutsch-tschechische Medienbüro Medialink betreibt seit über 20 Jahren - seit mit dem EU-Beitritt Tschechiens im Jahr 2004 - mehrere Informations- und Nachrichtenportale für den deutschsprachigen Raum mit Bezug zu Tschechien. In den vergangenen Jahren hat das Prager Unternehmen dieses Netzwerk schrittweise um mehrere grenzübergreifende Jobbörsen sowie auf Polen und die Slowakei ausgeweitet.

Das Prinzip: Arbeitgeber aus dem DACH-Raum schalten ihre Stellenanzeige auf den landesspezifischen Jobportalen und erreichen damit Bewerber in Tschechien, Polen und der Slowakei.

Neuer E-Shop für Stellenanzeigen erleichtert Anzeigenschaltung

Unlängst wurde dabei die Anzeigenbuchung und das Procedere zur Schaltung der Stelleninserate noch erheblich vereinfacht und ist nun für die jeweiligen Partnerportale zentral über den E-Shop unter Medialink.cz möglich. Die Vorteile für die Arbeitgeber: Schnellere Bearbeitung und Übersetzung der Stellenausschreibung, kein Abo, kein Nutzerkonto, keine Vorkasse notwendig, Rund-um-die-Uhr-Service mit deutschem Ansprechpartner Stellenanzeige innerhalb von 24 Stunden online.

Im E-Shop werden die am häufigsten nachgefragten Anzeigenformate und Paketlösungen angeboten – nämlich die Veröffentlichung von Stellenanzeigen auf der von Medialink betriebenen deutsch-tschechischen Jobbörse interpráce.cz sowie ihren Schwesterportalen in der Slowakei und Polen.

Die Preise für ein Zwei-Monats-Inserat beginnen bei 199 Euro pro Land. Das Drei-Länder-Paket, das alle drei Märkte gleichzeitig abdeckt und die am meisten nachgefragten Zusatzdienste wie die Übersetzung in die jeweilige Landessprache sowie Streuung über Social Media enthält, ist schon ab 647 Euro verfügbar.

Arbeitskräftepotential grenzüberschreitend nutzen

Viele Arbeitgeber scheuen bei der Personalsuche noch den eigentlich naheliegenden Schritt auf die Arbeitsmärkte der mittel- und osteuropäischen Nachbarn wie den Sprung ins kalte Wasser. Zum Teil wegen der Sprachbarriere, zum Teil auch einfach aufgrund einer allgemeinen Unsicherheit und offenen Fragen, die sich aus fehlender Erfahrung mit der praktischen Umsetzung der Personalrekrutierung im osteuropäischen Ausland speisen.

„Oft sind es ganz praktische Fragen, die sich aber dann auch schnell klären lassen, wie z.B.: Soll ich die Anzeige auf Deutsch oder Tschechisch veröffentlichen? Muss ich das Gehalt in der Anzeige nennen? Wie antworte ich den Bewerbern?“, erläutert Niels Köhler, Geschäftsführer von Medialink.

Personalsuche in Mittel- und Osteuropa: Kein Sprung ins kalte Wasser

Da insbesondere für viele kleine und mittlere Betriebe die direkte Personalrekrutierung mittels Stellenanzeigen in Tschechien, Polen und in der Slowakei noch Neuland sei, gehe es darum, diesen Schritt für die Firmen möglichst unkompliziert und barrierefrei zu gestalten.

„Im Grunde brauchen wir von unseren Auftraggebern nur den deutschen Inserattext oder zumindest die Parameter der auszuschreibenden Stelle, alles Weitere für eine erfolgreiche Anzeigenschaltung erledigen dann wir.“

Allerdings: „Der gesamte Auswahlprozess und die Kommunikation mit den Bewerbern und Bewerberinnen liegt dann wieder ganz in der Hand der Auftraggeber. Da mischen wir uns nicht ein. Wir treffen also weder eine Vorauswahl der Bewerber noch schlagen wir aktiv Kandidaten vor. Das unterscheidet uns von einer klassischen Personalvermittlung. Dem entsprechend werden selbstverständlich auch keine Vermittlungsprovisionen fällig. Als Ansprechpartner stehen wir aber unseren Auftraggebern jederzeit mit Rat und Tat zur Seite“, so Köhler.

Hohe Erfolgsquote, wiederkehrende Kunden

„Obwohl wir für sich genommen nicht für jede einzelne Stellenausschreibung sicher sagen können, ob die Anzeigenschaltung erfolgreich war und die konkrete Position am Ende besetzt wurde oder nicht - denn die Bewerber bewerben sich wie gesagt direkt bei unseren Auftraggebern - können wir die Erfolgsquote doch in etwa beziffern: Etwa 80 Prozent unserer Auftraggeber sind in einem Zeithorizont von ein bis drei Jahren wiederkehrende Kunden, die bei Peronalbedarf wieder an uns herantreten und oft Inserate, die sie im Vorjahr oder Vorvorjahr bei uns geschaltet haben, wieder aktivieren“, so der Geschäftsführer von Medialink.

Unabhängig von der Unternehmensgröße und der Branche, sei den Auftraggebern in den meisten Fällen gemein, dass sie daran interessiert seien, zuverlässige Mitarbeiter zu finden, die sie langfristig beschäftigen und halten können.

Für wen können die Dienste von Medialink von Interesse sein?

Unternehmen aus der DACH-Region, die dieselbe Stelle wiederholt ausschreiben, ohne ausreichend Bewerbungen zu erhalten. Betriebe in Sachsen, Brandenburg, Bayern und Österreich, für die die geografische Nähe zu Tschechien, Polen und der Slowakei auch logistisch zählt. Und Branchen mit bekanntem Fachkräftemangel, die bislang nicht in Mittelosteuropa inseriert haben - weil der Einstieg unklar schien.

Stellenanzeigen schalten im E-Shop: www.medialink.cz

 

Über Medialink

Medialink Communications Consult s.r.o. ist ein 2002 gegründetes deutsch-tschechisches Medienbüro mit Sitz in Prag. Sein Kerngeschäft ist heute der Betrieb mehrerer Jobplattformen, die Arbeitgeber in Deutschland, Österreich und der Schweiz direkt mit Bewerbern aus Tschechien, Polen und der Slowakei zusammenbringen.

Dazu gehören die grenzübergreifenden Jobbörsen interprace.cz, interpraca.pl und interpraca.sk für offene Stellen vor allem bei deutschen und österreichischen Unternehmen, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Mittel- und Osteuropa gesucht werden – egal, ob aus Produktion, Baugewerbe, Handwerk, Gastronomie, Gesundheitswesen, Transport und Logistik sowie weiteren Branchen.

 

Kontakt für Rückfragen:

Ansprechpartner: Niels Köhler, Geschäftsführer
E-Mail: koehler(at)medialink, Tel.: +49 179 1524638

Zum Online-Shop: www.medialink.cz

Bildnachweis:
Screenshot Medialink.cz - Stellenanzeigen in Polen, Tschechien, Slowakei schalten
Rubrik: Sport, Fußball | 25. Juni 2026, 17:55 Uhr
Fußball WM 2026 in Nord-Amerika: Gerd Lemkes WM-Kolumne aus Prag

Erwähnte Spiele: Mexiko – Tschechien 3:0, Haiti – Marokko 2:4, Algerien – Jordanien 2:1, Portugal – Usbekistan 5:0, Brasilien – Schottland 3:0, England – Ghana 0:0

Kaum hat man sich an all die Nationen gewöhnt, fahren die ersten auch schon heim. Mir ist es vor allem bei Jordanien so gegangen, ach, sind die auch dabei?, war der Effekt. Na ja, sind auch viele diesmal… Ist halt Amerika, ich meine, Nord-Amerika, da gibt es alles in over-size, sonst wird das erst gar nicht wahrgenommen. Tja, Jordanien, ich habe mal im Flughafen von Budapest eine Jordanierin getroffen, mit der ich gleich ins Gespräch gekommen bin. Das war auch kein Wunder, denn wir waren die einzigen, die sich für einen Anschlussflug auf dem falschen gate eingefunden hatten. So etwas schweißt zusammen. Bei Algerien wiederum fällt mir unweigerlich Albert Camus ein, dessen Biographie ich im letzten Sommer durchgeackert habe (1050 Seiten auf Französisch), der war auch ein großer Fußballfan. Jordanien und Algerien haben ja noch einen Auftritt, Tschechien jedoch nicht mehr.

Jemand schaut nachts zu

Ist egal, das sieht eh keiner, denke ich mir noch, bei der Anstoßzeit (3h MESZ), das ist selbst für die penetrantesten Frühaufsteher im Land zu zeitig. Und Karel Poborský, der Lupffuß der Silber-EM 1996, hat die Mannschaft als langweiligste des Turniers abqualifiziert, das weckt nun auch nicht gerade großes Interesse. Was erfahre ich am Morgen danach? Meine erste Kundin bekennt sich dazu, die zweite Halbzeit, die schlechtere, gesehen zu haben. Sie sei von selbst aufgewacht und habe sich dann vor den Fernseher gesetzt, behauptet sie. Wäre sie doch mal lieber liegen geblieben, vielleicht wäre der Schlaf ja wieder gekommen. Ganze Horden von Männern hätten nachts in Restaurants ausgeharrt, um dem Sterben der letzten Hoffnung beizuwohnen. Wo sie die wohl gefunden hat? Nun ja, der Fußball war genau so schlecht wie befürchtet, berichtet mein zweiter Kunde, der eigens dafür aufgestanden ist. Nun freut er sich auf bessere Spiele und tippt auf Frankreich als Weltmeister.

Wird Frankreich taktieren?

Ich bin dagegen. Denn die spielen doch im Achtelfinale wahrscheinlich gegen Deutschland, wenn beide weiterkommen. Ja nun, habe ich tags zuvor von einem Franzosen erfahren, im Land berät man noch, ob es besser ist, Gruppenerster zu bleiben oder zweiter zu werden, um das zu vermeiden. Ist das denn überhaupt möglich? Mit meinem zweiten Kunden, nicht dem Franzosen, studiere ich den Spielplan. Norwegen gegen Frankreich, so lautet das letzte Gruppenspiel. Na ja, gegen Haaland kann man schon mal verlieren, wenn es um nicht mehr so viel geht. Das würde nicht gleich eine Staatskrise auslösen – wobei man sich natürlich auch fragen könnte, ob das in Frankreich überhaupt noch jemandem auffällt.

Scheiß-Brasilien

Mein Abend beginnt aber ganz anders, denn ich suche eine Möglichkeit, das Brasilien-Spiel zu sehen. Egal, was ich versuche, die Fernsehsender präsentieren nur das Parallelspiel (letzte Gruppenspiele, Wettbewerbsverzerrung und so) Haiti gegen Marokko. Scheiß Brasilien maule ich herum eingedenk der deutschen Fans auf der Berliner Fanmeile nach dem WM-Finale 2002. Die skandierten damals auch noch so schön: „Es gibt nur einen Scheiß-Ronaldo“ in einer eingängigen Melodie, die Fußballfans bereits in der Wiege einsaugen. Tja, damals war das noch der letzte Stand des Fußball-Defätismus. Heute müsste man denn singen: „Es gibt zwei Scheiß-Ronaldos!“, was dann leider nicht mehr so eingängig klingt.

CR7 ist ältester Doppelpacker bei einer WM

Der zweite Scheiß Ronaldo, mit Vornamen CR7 – klingt ein bisschen wie ein Computerprogramm – hat nach Ewigkeiten für seine Farben Grün-Rot wieder ein WM-Tor geschossen. Zu diesem Ereignis verirre ich mich ins deutsche Fernsehen und bekomme die Lösung des Rätsels nach der Motivation des Spielers C. Ronaldo präsentiert. Nein, es ist nicht der Ehrgeiz, nach der ersten mit Fußball verdienten Milliarde noch eine mehr zu scheffeln. Das kann den C. Ronaldo nicht reizen. Es ist auch nicht die Befriedigung einer Aufmerksamkeitssucht. Das treibt ja manchmal erstaunliche (Stil-)Blüten. So redete der frühere Fußballstar Z. Ibrahimovic von sich selbst nur in der dritten Person. Ich meine, ich habe das bei C. Ronaldo auch schon mal gehört. Nein, das Geheimnis liegt ganz woanders. Es liegt darin, in immer neuen Statistiken geführt zu werden! C. Ronaldo will sein zweites Tor in diesem Spiel nur deshalb, um endlich der älteste Spieler zu sein, dem bei einem WM-Spiel ein Doppelpack gelingt! So sieht es nämlich aus, denn das sind Eintragungen für die Ewigkeit!

Halbzeitshow aus der siebten Klasse

In der Halbzeitpause bleibe ich noch etwas beim deutschen Fernsehen hängen und erlebe, wie die Moderatorin auf dem Niveau von Bravo-Girl (gibt’s die frühere Institution zur Lösung von Pubertätsproblemen eigentlich noch?) ihren Gesprächspartner Robin Goosens, ehemaliger Nationalspieler und auch Gegenspieler von C. Ronaldo, zu einem Fan-Boy degradiert. „Oh, wie war das denn damals in der Kabine, hast du auch das Trikot bekommen? Wo hängt das denn jetzt bei dir? Erzähl doch, wie fühlen sich denn die Schweißtropfen von ihm an, wenn man hinter ihm herhechelt? Und hat er dir auch auf die Fußballschuhe gerotzt? Das hast du doch dann nicht etwa abgewischt?“ – Uff, ist das wirklich das, was der deutsche Fernsehzuschauer (generischer Maskulin, ätsch) in der Halbzeitpause hören möchte?

Statt mal wieder die alte Geschichte auszupacken, was eigentlich mit der Strafuntersuchung im Fall der Vergewaltigung vor rund 20 Jahren in Las Vegas geworden ist? Die Anwälte haben das ja mehr oder weniger klar zugegeben und dem Opfer mit Schweigegeld den Mund gestopft. Sie hat das genommen, doch Jahre später festgestellt, dass es zu wenig für den erlittenen seelischen Schaden war. C. Ronaldo habe ja auch nicht die anatomische dafür vorgesehene Körperöffnung missbraucht, sondern habe knapp daneben getroffen, was ihm beim Torschuss auch schon mal passiert. (Ist das nicht in einigen US-Staaten verboten und wird mit Penisamputation bestraft? Andererseits ereignete sich der Vorfall in Las Vegas, der Bundesstaat Nevada ist doch eher liberal, was solche Dinge betrifft.)

Der Fall wurde Jahre später wieder aufgerollt, doch die Anklageschrift konnte dem Übeltäter nie zugestellt werden, da die Briefträger im Raum Turin partout nicht in Erfahrung bringen konnten, in welcher Villa über der Stadt dieser denn jetzt residiert. Das war zu der Zeit, als C. Ronaldo seinen früheren Arbeitgeber in Madrid in einer Nacht-und-Nebel-Aktion gen Italien verlassen hatte, weil ihm Ungemach der spanischen Steuerbehörden drohte. Es gibt eben nicht nur einen Scheiß-Ronaldo.

Nachwuchsförderung bei der ARD

Ne, stattdessen kichert die Moderatorin über ihrem Schwangerschaftsbauch durch die Lobhuldigungen und Fanverehrung. Goosens, einer der letzten Fußballer, der noch selbständig denken kann, da er nicht in einem Leistungszentrum ausgebildet worden ist, macht gute Miene zum albernen Spiel und ich beschließe, in der zweiten Hälfte lieber einkaufen zu gehen. Wozu sich Portugal gegen Usbekistan anschauen, eine Mannschaft, deren Spieler die Auslandserfahrung in der ersten Liga des Iran sammeln. Dabei komme ich nicht dahinter, ob der Schwangerschaftsbauch nun eine wenig subtile Maßnahme der Nachwuchsförderung sein soll, oder die Sendeanstalt damit nachweisen möchte, wie hart hier gearbeitet wird, da kennt man das Wort „Mutterschutz“ nicht. Jeder Cent des Rundfunkbeitrags ist das Wert.

Unerwartetes Spektakel

Zurück zum Thema. Scheiß-Brasilien kann ich mir nicht anschauen, nehme ich also, was ich bekommen kann. Haiti gegen Marokko. Das wird völlig unerwartet zum spektakulärsten Spiel der Vorrunde (bisher zumindest). Haiti macht ordentlich Dampf, sie haben nichts mehr zu verlieren, sind schon ausgeschieden, aber motiviert bis in die Rasta-Zöpfe. Der Torwart ist gerade mit Bastia aus der zweiten französischen Liga abgestiegen, an ihm dürfte es aber nicht gelegen haben. Nach ein paar Minuten führen die Haitianer, den späteren Ausgleich kontern sie mit einem wahren Kracher in den Winkel, nur in der zweiten Hälfte fallen sie nach und nach ab. Vor allem Hakimi, Spieler des Katar-Clubs PSG mit Sitz in Paris und somit gerade zwei Mal hintereinander Champions-League-Sieger, ackert für drei und sorgt mit einem Tor und einer Vorlage schließlich für den Favoriten-Sieg. Tschüs, Haiti, die zwei Stunden zwischen Mitternacht und frühen Morgenstunden waren echt keine vergeudete Zeit (anders als beim Spiel England – Ghana, bei dem ich mehr gegen den Schlaf kämpfen musste als mancher Verteidiger mit seinem Gegenspieler; ach, England!)

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Fifa.com
Rubrik: Sport, Fußball | 21. Juni 2026, 20:59 Uhr
Fußball WM 2026 in Nord-Amerika: Der Rauch und Dampf hat sich über der Fußball WM verzogen, es ist Zeit für ein paar Gedanken und Ansichten von Gerd Lemke

Von den vielen Spielen finden Erwähnung: Deutschland – Elfenbeinküste 2:1, Schweden – Tunesien 5:1, England – Kroatien 4:2, Uruguay – Saudi Arabien (?) 1:1, Ecuador – Curacao 0:0, Niederlande – Schweden 5:1, Brasilien – Marokko 1:1, Kanada – Katar ?:0, Tschechien - Südkorea 1:2

Zehn Tage frisst sich die mega maga muga WM bereits durch unsere Zeit, oder sind es schon elf oder doch erst neun? Man weiß ja gar nicht mehr, ob die Spiele von gestern erst heute stattfinden oder umgekehrt. Wenn man es noch rechtzeitig ins Bett schafft, vermeidet man Spiele wie Ecuador gegen Curacao weit nach der Geisterstunde. Und wenn man dann morgens aufwacht, stellt man beim ersten Blick aus dem windows fest, dass man schon wieder drei Spiele verpasst hat. Die giga gaga Show in Trumpistan und noch anzuschließenden Nachbarländern raubt Europa den Schlaf.

Drei Eröffnungsspiele

Alleine das Eröffnungsspiel hat drei Tage gedauert, bis dann das Team „Ämerigä föst“ seiner Favoritenrolle gerecht wurde. Der Ober-Maga wird’s mit Genugtuung genossen haben, wenn's ihm denn zwischen Iran-Krieg und Abschlag auf Loch sieben zu Ohren gekommen sein sollte.

Was bleibt nach gefühlt 50 Spielen? Neue Regeln gibt’s, richtig. Wenn einem der Pausentee während des hydration breaks aufstößt, sollte man gegen alle Anstandsregeln nicht die Hand vor den Mund nehmen, denn das gibt eine Rote Karte. Andererseits kann man die Wadenmuskulatur seines Gegenspielers ungestraft auf Stollenresistenz testen, zumindest wenn man Messi heißt. Der hat vor dreieinhalb Jahren diesen Kokolores mit dem halbseidenen Negligé als Siegerehrung mitgemacht, der hat von Infantino, dem Oberstrippenzieher bei der mega maga gaga Weh Emm eine wild card bekommen und kann sich auf dem Platz nach Lust und Laune austoben. Der „Zwerg“ (Zitat: Z. Ibrahimovic) tritt jetzt zurück, da macht der VAR auch nichts mehr.

Gibt es noch public viewing?

Tagelang habe ich mich nicht aus dem Haus getraut, nachdem ich am ersten Spieltagssamstag in der Straßenbahn einen interessanten Dialog gehört habe, geführt selbstverständlich in der üblichen Verkehrssprache, genannt simpleng. Ich zitiere wörtlich: „Can you look, if there is a fan zone like in Germany?“ Darauf die Replik: „I only work for salary.“ Ich fürchte, die Gruppe multinationaler unternehmungslustiger gemischtgeschlechtlicher – jetzt ganz ohne Diskriminierung aller anderen 35 Geschlechter – Jungprofessioneller ist leider leer ausgegangen und hat sich Marokko gegen Brasilien einfach in einer supranationalen Bar anschauen müssen.

Fan Zone in Prag bei Anstoßzeiten um 0, 2, 3oder 6 Uhr? Bitte. Schon das erste Spiel der tschechischen Mannschaft (4h in der Früh) hat das Tschechische Fernsehen zu bester Sendezeit am Freitagabend nach den zprávy wiederholt, damit sich die gesamte Nation von der überlegenen südkoreanischen Technik überzeugen konnte, nicht nur bei den Atommeilern Temelín 5 und 6, sondern auch auf dem Grün, das für manche die Welt bedeutet.

Beinbruch – leider in echt

Erste Verluste gibt es ja auch schon, ein Katarer – warum sind die denn schon wieder dabei?, ach ja, 48 Mannschaften - hat einem Kanadier das Bein gebrochen. Das sah so übel aus, dass die TieWie-Redaktion auf eine Wiederholung des Anschlags verzichtet hat. Gut zu hören ist, wie ein Betreuer den vierten Schiedsrichter an der Seite mehrfach erklären musste, „his leg is broken“, bis der endlich die Sanitäter auf den Platz gelassen hat.

Kosten eines Kopfes

In Erinnerung geblieben ist auch die schnelle Reaktion des tunesischen Verbands auf die blamable 1:5 Niederlage gegen Schweden. Die hat den Trainer anschließend den Kopf gekostet – also sprichwörtlich, nicht wörtlich, in manchen Ländern sollte man mit der Metapher vorsichtig sein. Genützt hat es leider nichts, denn Tunesien ging mit neuem Trainer auch im zweiten Spiel baden: 0:4 gegen Japan. Schweden machte es übrigens in seinem zweiten Spiel ähnlich schlecht, 1:5 gegen die Niederlande. Und das war das erste Spiel, das ich in einem recht überschaulichen public viewing verfolgt habe, zusammen mit zwei Schweden. Die waren zwar nicht begeistert und Fred hat den Großteil der zweiten Halbzeit vor seiner Bar verbracht, statt hinter dem TieWie, aber doch gefasst. Könnte noch reichen für das Sechzehntelfinale – welch ein bescheuertes Wort, das mir beim Schreiben einen Knoten in die Fingerkuppen macht.

Spielt Blixa Bargeld noch bei Nick Cave's Bad Seeds?

Wie ich festgestellt habe, gibt es tatsächlich Personen, welche all die kleinen Geschichten am Rande als unterhaltsames Infotainment ernst nehmen und dazu etwas sagen können. Während des Spiels habe ich den interessanten Tipp erhalten, mir mal Blixa Bargeld liest den Katalog von Hornbach anzuhören: „Schlagbohrmaschine, viertausend Watt“. Muss ich gleich mal machen.

Aber erst noch zum zweiten Spiel, denn da müssen wir natürlich hin, zur deutschen Mannschaft. Nach den Minderleistungen 2018 und 2022 konnte die Mannschaft, wie die Schweden sie nennen (auf Schwedisch klingst das so ähnlich wie „manskop“) die nächste Runde klarmachen, Glückwunsch! Ich schaute in Fred's Bar, die mittlerweile von einem seiner Söhne geführt wird, im Kreis von zweieinhalb Mitsehern. Undav sei Dank gab es ein 2:1 in letzter Minute gegen die Elfenbeinküste, womit eigentlich der Gruppensieg vor dem letzten Spiel feststehen dürfte, wenn ich die Regularien richtig verstehe und sie nicht gleich wieder geändert werden. Trotzdem droht wohl im Achtelfinale Frankreich, habe ich mir sagen lassen

Schlaglichter

So, was kann man denn noch so erzählen? Das beste Spiel war England gegen Kroatien, emotional bewegt hat mich Uruguay gegen, na, es war wohl Saudi Arabien, oder doch ein anderer Gegner. Der gebührende Respekt vor dem Altmeister und die Erinnerungen an Diego Forlan, WM 2010, gemischt mit den beherzten, wenn auch teils unbeholfenen Bemühungen um den Ausgleich, der dann spät auch fallen sollte, weckten bei mir so ein klein bisschen etwas wie ein Fußballfierberchen (mit Reminiszenz an K.H. Rummenigge), könnte man sagen. Ansonsten muss man mal sagen, dass der Fußball mittlerweile durchglobalisiert ist, eine Mannschaft wie Usbekistan (habe ich, ehrlich gesagt, noch nicht gesehen) benutzt die gleichen taktischen Mittel wie die Kapverdischen Inseln. Pep Guardiola, den man im Gegensatz zum Ober-Maga in Trumpistan auf den Rängen gesehen hat, sucht vergeblich nach neuen spieltechnischen Erleuchtungen. Eigentlich spielen alle den gleichen Fußball, die einen nur etwas besser. Und Team „Ämerigä föst“ wird Weltmeister. So hat es der Ober-Maga beschlossen und seine Getreuen tragen es in die Haut geritzt hinaus in die Welt der Ober- und Unterränge.     

Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Wirtschaft | 4. Juni 2026, 20:12 Uhr
Landesweiter Durchschnittslohn erstmals über 2000 Euro - Prag nähert sich der 3000-Euro-Marke

Prag - Der durchschnittliche monatliche Bruttolohn in Tschechien betrug im ersten Quartal 2026 nach den heute veröffentlichten Angaben des Tschechischen Statistikamts (ČSÚ) 50.282 Kronen (etwa 2079 Euro) - ein nominaler Anstieg von 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zum ersten Mal übersteigt der Durchschnittslohn damit die 50.000-Kronen- sowie die 2000-Euro-Marke. Nach Abzug der Verbraucherpreissteigerung von 1,6 Prozent, ergibt sich ein Zuwachs von 6,4 Prozent. 

Dabei zeigen sich nicht nur nach Branchen starke Unterschiede in Bezug auf Höhe und Anstieg des Durchschnittslohnes, sondern auch gravierende regionale Unterschiede. 

Prag liegt bei Lohnniveau weit vorn und die Schere geht weiter auseinander

Die höchsten Einkommen haben laut Statistikamt – wieder einmal traditionell – die Menschen in der Hauptstadt Prag. Das Durchschnittseinkommen liegt hier bei 67.945 Kronen (etwa 2809 Euro) und ist im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um mehr als 5000 gestiegen. 

Am anderen Ende der Skala befinden sich mit durchschnittlich 42.391 Kronen die Beschäftigten aus der Region Karlovy Vary.

Am stärksten stiegen die Löhne der Menschen aus der Region Mährisch-Schlesien, und zwar um fast ein Zehntel. Am wenigsten stiegen sie in der Region Ústí nad Labem, und zwar um 6,3 Prozent. 

Nach Branchen verzeichneten Immobilientätigkeiten (+22,1 Prozent), administrative Dienstleistungen (+18,8 Prozent) und das Baugewerbe (+12,6 Prozent) die stärksten Zuwächse. Den höchsten Durchschnittslohn verzeichnete wie üblich der Bereich der Informations- und Kommunikationsdienstleistungen mit 98.776 Kronen. (nk)

Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Reise, Gesundheit | 13. Mai 2026, 16:35 Uhr
Brillenträger und Kontaktlinsenträger können ihren Tschechien-Urlaub unbeschwert genießen – wenn sie ein paar praktische Dinge im Voraus bedenken

Prag - Wer Tschechien zum ersten Mal bereist, denkt an Prags Altstadtgassen, an das Böhmische Paradies oder die Kurpromenaden von Karlsbad. Was dabei selten auf die Packliste kommt, ist die Frage nach der eigenen Sehkraft. Dabei spielt gutes Sehen gerade auf Reisen eine unterschätzte Rolle: Beschilderungen in tschechischer Sprache lesen, Stadtpläne entziffern, in schlecht beleuchteten Restaurants die Speisekarte studieren. Wer schlecht sieht und unvorbereitet aufbricht, kann auch im schönsten Urlaub unnötige Schwierigkeiten erleben.

Tschechien ist für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hervorragend erreichbar. Prag liegt von München oder Dresden aus in wenigen Fahrstunden. Wer mit dem Zug anreist, schätzt die entspannte Atmosphäre an Bord – und genau dann fällt es häufig erst auf, dass Reservierungszettel, Fahrkarte oder Reiseführer kaum zu lesen sind, weil die Ersatzbrille zuhause geblieben ist. Solche Momente sind ärgerlich, aber vermeidbar.

Diese fünf Punkte sollten Brillenträger vor der Abreise beachten

  1. Ersatzbrille oder Reservelinsen einpacken. Das klingt selbstverständlich, wird aber erstaunlich oft vergessen. Im Ausland sind Brillenrezepte aus Deutschland nicht immer sofort verwertbar, und die Wartezeit bei einem tschechischen Optiker kann je nach Ort und Saison variieren.
  2. Rezeptwerte notieren. Die genauen Dioptrienwerte sowie der Achswinkel bei Astigmatismus sollten schriftlich vorliegen. Im Notfall lässt sich damit in jeder Apotheke oder beim Augenoptiker schnell weiterhelfen.
  3. Kontaktlinsenvorrat großzügig kalkulieren. Gerade bei längeren Aufenthalten in Tschechien empfiehlt es sich, mehr Tageslinsen oder Pflegemittel mitzunehmen als eigentlich geplant. In kleineren Kurorten ist das Sortiment in Drogerien oft begrenzt.
  4. Sonnenbrille nicht vergessen. Tschechien hat im Sommer viele Sonnenstunden, und wer am Lipno-Stausee oder in den Hügellandschaften Südmährens wandert, wird UV-Schutz dankbar zu schätzen wissen. Eine Tönungsbrille oder Korrektionssonnenbrille ist kein Luxus, sondern Augenpflege.
  5. Augenarzttermin vor Abreise. Wer länger nicht beim Augenoptiker war, sollte vor einer längeren Tschechien-Reise kurz vorbeischauen. Veränderte Werte bleiben häufig lange unbemerkt und beeinflussen die Reisequalität erheblich.

In Tschechien selbst ist die Augenoptik gut entwickelt. Insbesondere in Prag und den größeren Städten wie Brünn oder Ostrava gibt es zahlreiche Fachbetriebe. Wer jedoch einen akuten Sehhilfe-Bedarf hat, ist mit einer deutschen Anlaufstelle vor Abreise besser beraten, da Kommunikationshürden und unterschiedliche Produktstandards den Aufwand erhöhen können. Einen Überblick über medizinische Einrichtungen und Apotheken in Tschechien bietet das Gesundheitsverzeichnis für Tschechien-Reisende auf Tschechien Online, das Anlaufstellen nach Region auflistet.

Wer noch vor der Abreise seine Sehkraft prüfen lassen oder eine neue Brille anfertigen möchte, findet in Deutschland ein dichtes Netz an Augenoptikern. Ketten wie der Optiker eyes + more mit seinem breiten Brillensortiment bieten neben Sehtests auch Beratung zu Korrektionsgläsern für besondere Lichtverhältnisse an, wie sie beim Wandern in Tschechiens Mittelgebirgen oder beim Besichtigen von Kirchen auftreten.

Tschechien belohnt aufmerksame Reisende. Das Böhmische Paradies mit seinen Sandsteintürmen, die verwinkelten Barockgassen Telécs oder das beleuchtete Panorama der Prager Burg bei Nacht – all das will gesehen werden. Tschechiens Nationalparks und Naturschutzgebiete gehören zu den visuell eindrucksvollsten Reisezielen Mitteleuropas und lohnen eine Planung, die auch die eigene Sehgesundheit einschließt. Ein kurzer Blick auf den Brillenkoffer ist da die einfachste Reisevorbereitung. (dap)

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