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Region Ústí nad Labem | Rubrik: Reise | 23.9.2015

Wahrzeichen des Böhmischen Mittelgebirges: die Burgruine Hazmburk in Nordböhmen

Hasenburg war von großer Bedeutung in der Zeit der Hussitenkriege

  • Silhouette der Hazmburk
  • Blick auf die Hazmburk von Libochovice aus
  • Blick von Norden aus
  • Im Vordergrund das Dorf Klapý
  • Aufgang zum oberen Burgbereich

Most/Prag - Im Norden Böhmens, zwischen dem Berg Řip und der Stadt Most, steht verfallen, aber erhaben auf einem grünen Hügel die Burgruine Hazmburk.

Das Bauwerk befindet sich ungefähr zehn Kilometer südlich von Lovosice und 15 Kilometer westlich von Roudnice nad Labem. Unmittelbar am Fuße des Berges liegen die Gemeinden Klapý und Slatina sowie das wüste Gut Podhora.

Ihre exponierte Lage und die daraus resultierende strategische Bedeutung erklären die stürmische Geschichte, die das Bauwerk im Laufe der Jahrhunderte erfahren hat.

Heute lockt Besucher besonders die schöne Aussicht auf die Burg. Die Besichtigung des Burggeländes und Besteigung des "Weißen Turmes" sind ein beliebtes Programm für Tagesausflüge. In der Sommersaison finden vor der Kulisse der Burgruine zu besonderen Anlässen auch verschiedene folkloristische und volkstümliche Veranstaltungen statt (Ostern, Walpurgisnacht, Mittelalterfest für Kinder, Nacht der Burgen und Schlösser).

Die Burg wurde gegen 1250 von den Lichtenburgern, einem damals bedeutenden Adelsgeschlecht (Eliška z Lichtemburga - Ahnherrin der von Poděbrady) erbaut. Anfang des 14. Jahrhunderts ging sie in den Besitz des böhmischen Königs Johann von Luxemburg über. Im Jahr 1335 kaufte die Burg samt Besitzungen Jan Zbyněk Zajíc (zu deutsch: Hase) von Waldeck. Entsprechend dem Langohr in seinem Wappen wurde die Anlage nunmehr als Hasenburg bezeichnet. In dieser Periode wurde die Burg auch im östlichen Teil um den ovalen "Schwarzen Turm" erweitert, um den sich allerlei Sagen und dunkle Legenden ranken. Heute ist nur noch der "Weiße Turm" erhalten.

Nach den Hussitenkriegen dem Verfall preisgegeben

Die Zajícs von Házmburk gehörten im 14. und im 15. Jahrhundert zu den mächtigsten Adelsgeschlechtern im Königreich und ihre Sitz, die Házmburk, war eine wichtige Stütze des Königs und der Kirche, was sich etwa auch in der Zeit der Hussiten-Kriege erwies. Die Hussiten versuchten drei Mal, die Burg zu erobern, und zwar 1424 (nach einem Misserfolg griffen sie die unweit liegende Burg Libochovice an und brannten diese nieder), dann in den Jahren 1429 und 1431 - aber immer vergeblich.

Nach den Hussitenkriegen wurde die Burg nicht mehr genutzt. Die Herren von Zajíc konnten die Burg zwar bis zum Jahr 1558 halten, dann verkauften sie das inzwischen leerstehende Gebäude jedoch an die Lobkowiczer, nachdem sie sich in Budyně an der Eger ein prachtvolles Renaissanceschloss erbaut hatten. Seitdem war die Burg dem Verfall preisgegeben. Bereits 1586 wurde sie als wüst bezeichnet.

Heute wird die Burgruine vom Nationalen Denkmalamt (NPÚ) verwaltet, und ist nur von April bis Oktober für die Öffentlichkeit zugänglich. Beeindruckend ist nach wie vor die Aussicht von der Burg aus. Nach Norden zeigt sich ein Panorama des Böhmischen Mittelgebirges vom Oblík (Hoblik) im Westen bis zum Sedlo (Hoher Geltsch) im Osten. Bei guter Sicht ist auch der Kamm des Jeschken weit im Osten zu sehen. Südöstlich erhebt sich wie eine "Käseglocke" der heilige Berg der Tschechen, der Říp (Georgsberg). Im Süden wird die Sicht durch die flachen Höhenzüge des Džbán (Krugwald) begrenzt.

Günstigster Ausgangspunkt für den Aufstieg ist der Ort Klapý, von dort führt ein gelb markierter Wanderweg direkt zum Gipfel. Ein weiterer Ausgangspunkt ist der Haltepunkt Slatina pod Hazmburkem an der Bahnstrecke Lovosice–Louny, von dort folgt man dem blauen Wanderweg über Slatina. (nk)

Autor: Tschechien Online - Ressort Reise
Zuletzt aktualisiert: 14.10.2015
Weitere Infos: www.hrad-hazmburk.cz

Info

Státní hrad Hazmburk

Purkrabská 2
411 17
Libochovice
Region: Region Ústí nad Labem (Ústecký kraj)
hrad.hazmburk@.npu.cz
Tel: +420 606 820 017

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