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Prag | Rubrik: Reise | 22.4.2010

Prager Top Ten: die Insel Kampa

Zwischen Moldau und Teufelsbach: eine Oase der Ruhe inmitten der Stadt

  • Blick von der Karlsbrücke auf die Kampa
  • Palais Liechtenstein

Prag - Wer dem Getümmel und Lärm auf der Karlsbrücke entkommen will, ohne gleich das Sightseeing abzubrechen, kann sich auf die Kampa flüchten. Man muss nur einige Stufen hinab steigen und schon ist man auf der malerischen Moldauinsel, einer grünen Oase inmitten der Stadt, die genau genommen eine Halbinsel ist.

Vom Kleinseitner Ende der Karlsbrücke gelangt man direkt auf den Platz Na Kampě, wo in den warmen Monaten die Terrassen der Cafés und Restaurants zum Entspannen einladen.

Die Kampa wird von der Moldau und dem Teufelsbach (Čertovka) umflossen. Wie der schmale Moldauarm zu seinem Namen kam, wird bis heute diskutiert. Aber man vermutet, dass eine sehr temperamentvolle Dame Patin stand, die irgendwann im 19. Jahrhundert in der Nähe lebte.

Fest steht dagegen, dass der Teufelsbach im 12. Jahrhundert angelegt wurde, um eine Reihe von Mühlen zu betreiben, die die Kleinseite und das Burgviertel mit Mehl versorgten. Sein Strom dreht bisweilen auch heute noch das Rad der rund 600 Jahren alten Großprioratsmühle, einer der letzten Wassermühlen Prags.

Da einige der Häuser so nahe am Wasser gebaut sind und so enge Kanäle bilden, wird die Kampa auch das Prager Venedig genannt. Die pittoresken Gebäude sind am nördlichen Ende der Insel zu finden.

Das Palais Liechtenstein

Die Kampa wurde durch ihre Nähe zum Wasser aber auch immer wieder von der Flut überschwemmt, weswegen es dort zunächst nur Mühlen und Gärten gab. Ab dem 16. Jahrhundert begann man hier auch zu errichten, jedoch lebten dort zunächst vor allem arme Leute und Handwerker.

Im 17. Jahrhundert ließen sich auch Adelige nieder und erbauten einige Paläste. Der bekannteste ist das Palais Liechtenstein, ein direkt am Wasser thronender Barockbau. Heute beherbergt er eine Fakultät der Akademie der musischen Künste und wird teilweise für Staatsempfänge genutzt. Queen Elisabeth II. und Prinz Phillip residierten dort, während ihres Aufenthaltes in Prag 1996.

Der Park

Am südlichen Ende der Halbinsel befindet sich ein großer Park, der aus den früheren Gärten der Reichen geschaffen wurde. Dieser ist perfekt geeignet für Spaziergänge, und man trifft im Sommer sowohl Touristen als auch Prager.

Ein Spaziergang am Wasser in der Nacht ist ebenso lohnenswert, da man einen wunderschönen Blick auf die beleuchtete Stadt und die Moldau hat.

Museum Kampa

Die erste Mühle war im 13. Jahrhundert die Sova-Mühle (Euler-Mühle), die noch heute existiert. Beim Jahrtausendhochwasser im August 2002 wurde sie stark beschädigt. Allerdings nahm man schnell ihre Renovierung in Angriff  und wurde bereits 2003 als Museum Kampa von der Exil-Tschechin Meda Mládková wieder eröffnet zu werden.

Das Museum beherbergt eine große Sammlung moderner tschechischer und europäischer Kunst und Werke aus der kommunistischen Ära. Der Bau ist auch von der anderen Seite der Moldau gut zu erkennen, da ein sechs Meter hoher Holzstuhl auf einem Steg vor ihm im Wasser steht.

In der Nähe des Museums trifft man noch auf weitere Kunstsinstallationen. Auffallend sind vor allem 34 leuchtend gelbe Pinguine, der italienischen Künstlergruppe "Cracking Art Group". Auch David Černý, der "böse Bube" der tschechischen Kunstszene, stellt dort einige seiner schwarzen Bronze-Babies aus. Diese schmücken auch den Fernsehturm und provozieren besonders durch ihre reißverschluss- oder warencodeartigen Gesichter. (lis/nk)

Autor: Lisa Senger
Zuletzt aktualisiert: 29.8.2016
Weitere Infos: www.museumkampa.com

Info

Museum Kampa

U Sovových mlýnů 2
118 00
Praha 1
Region: Hauptstadt Prag (Hlavní město Praha)
info@museumkampa.cz
Tel: +420 257 286 147

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