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prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Kultur, Musik | 8. November 2026, 12:28 Uhr
Das Barock war eine wilde Zeit. Musikalisch ging es voll ab. Nicht nur die internationalen Superstars Bach, Vivaldi und Händel bestimmten die Szene. Auch in Böhmen wurde mächtig losgelegt / von Michael Magercord

Prag – Das Rezept scheint einfach: Generalbass drunter, Kontrapunkt drauf und dann das Solo drüber. Aber der Riff muss sitzen, der Notensatz sich zur Fuge fügen und die Improvisation für das besondere Gefühl sorgen. Basso continuo, punctus contra punctum und cantus firmus hießen die Zauberformeln der Barockmusik und deren Anwendung verlangte vom Komponisten wahre Könnerschaft: Nicht nur für den Drive galt es zu sorgen, sondern ebenso für den Blues.

Einer der Meister in dieser Disziplin war Jan Dismas Zelenka aus Louňovice pod Blaníkem / Launowitz in Mittelböhmen. 1679 geboren, ausgebildet in Prag und Italien, zog es ihn als Hofmusiker nach Dresden. Schließlich folgte das Studium des Kontrapunkts in Wien und der Beginn der Komponistenlaufbahn. In dieser Kunst hat er es sogar zum “doppelten Contrapunct” gebracht, wie ein Hamburger Kapellmeister Johann Mattheson 1739 anerkennen musste: Nur Komponisten mit einer “starke Urtheils=Krafft” und “unermüdetens Nachdencken und Fleiß” können es soweit bringen, “wie man solches von dem Herrn Zelenska zu Dresden rühmet”.

Der Tscheche galt als ausgesprochen eigenwilliger und origineller Tonsetzer. Selbst in seiner geistlichen Musik wisse man nie, was im nächsten Takt geschehe, sodass für den Hamburger Kritiker auch das bloße Zuhören der Werke des Böhmen “eine tüchtige Kundschafft melodischer Künste und ein sonst wol eingerichtetes Gehirn” erfordere.

Manche halten Zelenka gar für einen Exzentriker und den Wegbereiter der neuen Musik des 20. Jahrhunderts. Das mag in unseren heutigen Ohren wohl doch etwas übertrieben klingen, aber immerhin hat die Komplexität der Notensetzung dazu geführt, dass seine Stücke nach seinem Tod 1745 in Vergessenheit gerieten. Erst mit der tschechischen Nationalbewegung und vor allem in jüngster Zeit werden immer mehr Kompositionen von Zelenka wieder entdeckt und nun endlich auch eingespielt.

Darum hat sich besonders das traditionsreiche tschechische Label Supraphon verdient gemacht. Und immer wieder war das renommierte Barockensemble Collegium Marianum aus Prag beteiligt, so auch in der letzten CD-Veröffentlichung: Zusammen mit dem Opernsänger Tomáš Šelc haben die gestandenen Musiker drei der besten liturgischen Werke Zelenkas aufgenommen. „Lacrimae“, die Tränen des klagenden Jeremias aus der Karwoche, geben den Blues vor, der in der wunderbar eingesungenen Bassstimme seinen Ausdruck findet: Das “Lamentation”, der Psalm „Confitebor tibi, Domine“ und das „Salve Regina“ von 1724 betören noch heute den wohl eingerichteten Zuhörer.

Als Kontrapunkt der eigenen Art ist auf dieser CD unter den drei schwermütigen Gesangswerken das überbetont heitere Flötenkonzert G-Dur des Prager Italieners Giuseppe Tartini eingefügt. Gedacht ist dieses Kontrastprogramm der Gefühle laut Flötistin Jana Semerádová als Erinnerung dran, dass beides, Dunkelheit und Leichtigkeit, als untrennbare Elemente der menschlichen Seele unser Leben bestimmen. Ob man allerdings beide Gemütslagen auch immer von einer CD bedient wissen will? Zumal, wenn man gerade von der seligen Tiefe des barocken Blues überwältigt wurde?

Wer allerdings jetzt erst recht anmutig beflötet werden möchte, dem sei diese schon etwas ältere CD eben jener Flötistin anempfohlen. Zusammen mit dem Cembalisten Erich Traxler präsentiert Jana Semerádová Suiten, Sonaten und kurze Tänze von Georg Friedrich Händel und Jean-Marie Leclair. Beide Komponisten waren am Hof des englischen Königs Georg II. aus Hannover als Musiklehrer seiner ältesten Tochter Anne tätig. Die spätere niederländische Prinzessin von Oranien war hoch musikalisch, spielte sehr gut Cembalo und liebte es, zu Flötentönen zu tanzen. Die der CD titelgebende flotte Chaconne war 1734 ihr Hochzeitstanz.

Getanzt wurde am Beginn des 18. Jahrhundertwende besonders gern nach Lautenklängen. Aus Frankreich schwappte die Modewelle des Pariser Ballet de Cour bis nach Böhmen und traf dort auf den Lautenvirtuosen Jan Antonín Losy, der oft für die Familie Lobkowitz aufspielte. Er komponiert etliche Tanzsuiten, die sogar am Wiener Hof unter den Händen der Kaiserin höchstpersönlich erklangen. Die Notensätze fanden sich schließlich in Bibliotheken in ganz Mitteleuropa wieder, so auch in jener der Universität Göttingen. Der tschechische Lautist Jan Čižmář nahm drei Suiten, eine Partia und ein Konzert zusammen mit dem Barockmusikern des {oh!}Ensembles als Weltersteinspielung auf. Eine gefällige CD ist so entstanden, die mit dem Solostück für Barocklaute des zeitgenössischen Virtuosen Silvius Leopold Weiss zu Ehren seines verstorbenen Meisters Losy würdig ausklingt.

Dass die Renaissance der böhmischen Barockmusik ungebrochen weitergeht, dafür sorgt die neuste Produktion aus dem Hause Supraphon. Das gerade gegründete Ensemble SILENTIUM! unter Dirigent Tomáš Netopil hebt die musikalischen Schätze vom Sitz des Bischofs Karl II. von Liechtenstein-Castelcorn im südböhmischen Kroměříž. Klar, dass es sich bei der teils erstmals eingespielte Gesang- und Instrumentalmusik aus dem bischöflichen Archiv vornehmlich um geistliche Werke handelt, die mehr oder weniger namhafte Komponisten für die religiösen Zeremonien beigesteuert hatten. Diese CD wird Anfang Dezember erscheinen, doch sollte in Anbetracht des Alters der Werke die Geduld des wohl eingerichteten Hörers bis dahin gerade noch hinreichen. (mm)

 

Alle Angaben zu den vorgestellten CDs:

Lacrimea – Jan Dismas Zelenka

Zelenka: Lamentation, Confitebor tibi Domine, Salve Regis

Tartini: Konzert für Flöte

Tomás Selc, Bass; Collegium Marianum; Jana Semerádová, Flöte

SU 4353-2

Hörbeispiel unter: https://www.supraphon.com/album/3687

 

Chaconne for the Princess – G.F. Händel / J.-M. Leclair

Sonaten, Suite, Passacaglia und Chaconne

Jana Semerádová, Flöte; Erich Traxler, Cembalo

SU 4277-2

Hörbeispiel unter: https://www.supraphonline.cz/album/554144-chaconne-pro-princeznu-handel-leclair/cd

 

Losy – Jan Antonín Losy / Silvius Leopold Weiss

Losy: Suiten, Konzert, Partia und Gig

Weiss: Tombeau sur la mort de M. Comte de Logy arrivée

Tomás Selc, Bass; Collegium Marianum; Jana Semerádová, Flöte

SU 4343-2

Hörbeispiel unter: https://www.supraphonline.cz/album/805315-losy-weiss-loutnova-hudba-v-praze-a-vidni-circa-1700-hudba-p

 

SILENTIUM! – Vejvanovský / Sances / Biber / Rittler

Vokal- und Instrumentalmusik für Barockchor und Orchester

Ensemble SILENTIUM! unter der Leitung von Tomáš Netopil

SU 4391-2; Veröffentlichung erfolgt am 4. Dezember 2026

Hörbeispiele unter: https://www.supraphonline.cz/umelec/1224031-silentium-ensemble

Bildnachweis:
Supraphon
Rubrik: Kultur, Theater, Oper, Tanz | 1. November 2026, 17:26 Uhr
Die 31. Ausgabe des Prager Theaterfestivals deutscher Sprache bietet Klassiker, modernes Drama und Komödie. Das diesjährige Motto lautet (GE)WISSEN / Kartenvorverkauf ab 2. November

Prag - Das renommierte Prager Theaterfestival deutscher Sprache findet in diesem Jahr bereits zum einunddreißigsten Mal statt. Vom 20. November bis zum 6. Dezember bringt es Theatermacher*innen aus Hannover, Bochum, Lausanne, München, Berlin, Wien und weiteren Orten nach Prag, die dem Publikum Spitzenproduktionen der deutschsprachigen Theaterszene zeigen. Das diesjährige Festival präsentiert Inszenierungen, die mit eisiger Präzision die Konflikte der heutigen Welt bloßlegen, Möglichkeiten zum Dialog eröffnen, die Klassiker ebenso wie moderne Dramatik zum Leben erwecken und dabei aber auch Komik und Humor nicht vermissen lassen. Zum ereignisreichen Programm gehören traditionell die Aufführung der diesjährigen Gewinner-Inszenierung des Josef-Balvín-Preises, der Open Call für Absolvent*innen deutschsprachiger Theaterakademien sowie das Off-Programm.

Der Ticketvorverkauf über GoOut startet am 2. November – weitere Informationen gibt es auf der Festivalwebsite www.theater.cz. Die deutschsprachigen Aufführungen werden mit tschechischen Übertiteln gezeigt.

„Das Wortspiel im diesjährigen Festivalmotto (GE)WISSEN trifft die Diagnose unserer Zeit genau. Die Welt riecht wieder nach Brandstätte, und wir stehen am Rande eines Abgrunds, den unsere eigene Gleichgültigkeit geschaffen hat. Wir verlieren unser Bewusstsein (vědomí), unser (Ge)Wissen. Wir verfallen in eine tiefe, schützende Erstarrung, verschließen die Augen vor der grausamen Realität und weigern uns anzuerkennen, dass sich die Geschichte wiederholt. Hand in Hand damit verliert die Welt ihr Gewissen. Moralische Kompasse versagen unter der Last des Pragmatismus, Machtambitionen rechtfertigen Gewalt, und Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid anderer wird zur neuen Norm. Gerade in Momenten, in denen Angst und Gleichgültigkeit die Gesellschaft lähmen, wird die Theaterkunst zu einem zentralen Raum des Widerstands. Theater ist keine bloße Unterhaltung oder Flucht vor der Realität; es ist ein lebendiger Spiegel, der selbst die schmerzhaftesten Probleme der heutigen Welt artikulieren kann“, sagt Petr Štědroň, Direktor des Prager Theaterfestivals deutscher Sprache.

Den Auftakt des Festivals gestaltet am 20. und 21. 11. im DOX+ im Prager Stadtteil Holešovice der Preisträger des Open Call 2025/26, das Kollektiv Frankfurter Hauptschule, mit seinem ersten Theaterstück 2x241 Titel doppelt so gut wie Martin Kippenberger. Es handelt sich um einen absurden, zugleich hochpolitischen Schlagabtausch zwischen Zeitdiagnose, dialogischen Verwirrspielen, sarkastischen Anrufungen der Nazizeit und purem Klamauk. Ausgangspunkt ist Kippenbergers Buch „241 Bildtitel zum Ausleihen für Künstler“ (1986). Der Gewinner des fünften Open Calls des Festivals ging aus insgesamt 40 eingereichten Produktionen hervor. Ziel ist es, interessante Autor*innenprojekte von Studierenden deutschsprachiger Kunsthochschulen sowie deren frischgebackenen Absolvent*innen zu fördern und ihnen Raum zu geben.

Eine klassische Geschichte erwacht in einem völlig neuen Kontext in der Inszenierung Hamlet: R2D2 or not 2B2 zu neuem Leben, in der die Zerbrechlichkeit menschlicher Liebe in direkten Konflikt mit einer kalten, mechanisierten und robotisierten Welt gerät. Diesen Hamlet werden Sie nicht vergessen! Einstudiert hat ihn das Ensemble De Warme Winkel am Schauspiel Hannover, in Prag ist die Produktion am 22. 11. im Theater pod Palmovkou zu sehen. Ausgehend von Hamlet, wagen die Künstler*innen über den Blick in die Zukunft einen Rückschluss auf das, was es heute bedeutet, ein Mensch zu sein – oder eben nicht zu sein. Eine Konfrontation, so zeitlos wie notwendig.

Das Prager Theaterfestival deutscher Sprache möchte die tschechische Theaterszene motivieren: einerseits durch seine Haupttätigkeit, mit der es über das deutschsprachige Theater neue Impulse einbringt, andererseits aber auch direkt, durch die jährliche Auszeichnung der besten tschechischen Inszenierung eines ursprünglich deutschsprachigen Textes mit dem Josef-Balvín-Preis. Die Jury, bestehend aus Mitarbeiter*innen der unabhängigen Kulturplattform Podhoubí, entschied sich, die Inszenierung Projekt Casanova: Der Duft der Häsin auszuzeichnen, die tschechische Adaption von Peter Wekwerths Stück Der Duft der Häsin durch das Ensemble Geisslers Hofcomoedianten. Über die unaufhaltsame Vergänglichkeit von Liebe, Verlangen und des Lebens selbst können die Zuschauer*innen anhand des Schicksals des gealterten Casanova am 23. 11. in der VILA Štvanice nachdenken.

Am 25. 11. ist das Schauspielhaus Bochum mit der Inszenierung Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten zu Gast im Ständetheater. Der eindringliche Text von Tiago Rodrigues wird in Deutschland erstmals aufgeführt, in der Regie der slowenischen Regisseurin Mateja Koležnik. In dieser portugiesischen Familie gibt es eine ungewöhnliche Tradition: Immer zum Jahrestag der Ermordung der Landarbeiterin Catarina Eufémia durch Schergen der Diktatur am 19. Mai 1954 wird ein Faschist getötet. Stets beginnt der Tag als wohlgelaunte Familienfeier und endet mit der Erschießung eines Delinquenten. Hier wird anscheinend Unrecht gerächt. Doch diesen Sommer rumort es in der Familie. Was seit drei Generationen zelebriert wird, wird nun plötzlich infrage gestellt.

Die multimediale dokumentarische Performance Oh, Europa! Dangerous Games, die in Zusammenarbeit mit dem Festival One World gezeigt wird, ist am 1. 12. im Theater X10 zu sehen. „OH EUROPA!“ Der Ruf nach der verschwundenen Königstochter aus der antiken Mythologie hallt bis heute nach: Die Tochter des Königs Agenor und der Königin Telephassa wurde verschleppt; die Eltern schickten ihre anderen Kinder aus, um sie zu suchen, aber keines von ihnen kehrte zurück. Das deutsch-italienische Duo TÒ SU (Martina Mahlknecht & Martin Prinoth) begreift den Gründungsmythos des europäischen Kontinents als Parabel für die aktuelle Realität der Flucht: Auch wer heute Europa sucht, setzt sein Leben aufs Spiel und muss damit rechnen, seine Familie nie wieder zu sehen. In dieser eindrucksvoll bewegenden und starken Inszenierung rekonstruieren fünf Menschen mit Fluchterfahrung mithilfe von Virtual Reality ihre gefährlichen Versuche, die europäischen Außengrenzen zu überwinden, und erzählen von ihrer Vision von Europa.

Einen vielsagenden Abend mit dem treffenden Titel Make Love Not War, der unmittelbar auf das Hauptthema des Festivals reagiert, erwartet das Publikum am 2. und 3. 12. im Theater Alfred ve dvoře. In ihrer erfolgreichen Stand-up-Show „Female Shit“ aus dem Jahr 2017 hat Orit Nahmias offen über ihre schmerzhaften und absurden Erfahrungen beim Umzug von Tel Aviv nach Berlin erzählt. Diesmal kehrt sie mit ihrer neuen Show „Make Love Not War“ ins Maxim Gorki Theater zurück, in der sie als geschiedene Frau mittleren Alters auf der Bühne steht und sich mit brutaler Ehrlichkeit und Selbstironie mit ihrer Angst vor dem Tod und ihrer Lust am Leben auseinandersetzt.

Ein hochkarätiges Treffen von Politiker*innen, eine Hommage an den Nonsens, aber zugleich eine hervorragend komponierte Komödie – The Summit ist die bislang letzte Inszenierung des Theatermagiers Christoph Marthaler, der sich gemeinsam mit seinem sechsköpfigen Ensemble aus italienischen, französischen, schweizerischen, österreichischen sowie schottischen Schauspieler*innen und Musiker*innen auf eine Expedition in unwirtliche Gefilde begibt, zu einem Treffen auf dem Gipfel. Wer eben noch die Hand im Teig hatte, greift kurz darauf zum Mikrofon und ruft die Nationen der Welt zum Handeln auf. Wer eben noch die Sicherungshaken in den Fels schlug, singt plötzlich mit einer Gruppe Gipfelsammler*innen zusammen das Lied „Là-haut sur la montagne“ und kann sich niemals sicher sein, ob er oder sie dabei dem ewig gleichen Sonnenaufgang oder dem endgültigen Sonnenuntergang beiwohnt – am 4. und 5. 12. im DOX+.

Eine vertiefende Enthüllung der menschlichen Innenwelt und eine Auseinandersetzung mit persönlicher Verantwortung bietet am 5. und 6. 12. im Theater Komödie die Inszenierung von Peter Handkes berühmtem Text Selbstbezichtigung – eine kraftvolle Deutung und eine phänomenale schauspielerische Leistung von Stefanie Reinsperger in der Inszenierung des Wiener Burgtheaters, in der fesselnden Regie von D. D. Pařízek. „Postulate, Grundsätze, Etiketten, Satzungen, allgemeine Meinungen und Formeln“ (Peter Handke) bilden Vorschreibungen, die zu verletzen unumgänglich erscheint. Gleichsam nach dem Motto „Wer lebt, stört“ demonstriert der Text, welche Fehler einen jeden Lebensweg begleiten. Wo Handke versucht, schuldhaftes Verhalten nicht auf persönliche Schwächen zurückzuführen, geht Dušan David Pařízek den umgekehrten Weg: Er nimmt das Unpersönliche wieder persönlich.

Das diesjährige Off-Programm bietet unter anderem am 24. und 25. 11. im Theater am Geländer – Eliadova knihovna das neue interaktive Theaterprojekt des Ensembles Das Thema – To téma, das frei auf Motiven aus Schillers Stück Wilhelm Tell basiert. Will Helm Tell It? oder Schiller-Killer verbindet die Vergangenheit, als die Demokratie langsam entstand, mit der Gegenwart, in der wir befürchten, dass die Demokratie sich langsam zersetzt und verschwindet. Gemeinsam mit dem Publikum werden Ängste, Wut, Freuden und andere Gefühle und Gedanken rund um das (Nicht-)Funktionieren der demokratischen Gesellschaft erforscht. Mit aufrichtiger, selbstironischer und spielerischer Übertreibung, aber auch in aller Ernsthaftigkeit und mit einem ganz persönlichen, authentischen Zugang.

 

Bildnachweis:
Theater.cz / © Tommy Hetzel - Burgtheater Wien: Selbstbezichtigung
Rubrik: Reise | 25. Oktober 2026, 21:04 Uhr
Glühwein und buntes Adventsprogramm auf dem Platz der Republik

Plzeň/Prag - In Pilsen findet der beliebte Weihnachtsmarkt traditionell auf dem zentralen Platz der Republik statt und nennt sich "Adventsmarkt".

Den offiziellen Startschuss für den Christkindlmarkt bildet das Feuerwerk am Freitag um 18 Uhr. Am ersten Advent um 18 Uhr werden dann feierlich die Lichter des Christbaums auf dem Platz vor der St.-Bartholomäus-Kathedrale entzündet. 

Während des gesamten Advents lockt der Weihnachtsmarkt nicht nur mit weihnachtlichen Leckereien, Verkaufsständen mit regionalem Kunsthandwerk, sondern auch einem bunten Kulturprogramm für die ganze Familie. (nk)

Öffnungszeiten 

Die Verkaufsstände auf dem Weihnachtmarkt Pilsen haben täglich von 10.00 bis 20.00 Uhr geöffnet.

Bildnachweis:
Plzen.eu / Autor: M. Chaloupka
Rubrik: Reise | 25. Oktober 2026, 20:55 Uhr
1. Advent: Feierliche Entzündung der Christbaumlichter auf dem Marktplatz in Chomutov

Chomutov/Prag - Der Weihnachtsmarkt in der nordböhmischen Industriestadt am südlichen Fuß des Erzgebirges beginnt in diesem Jahr am ersten Advent, nämlich am 1. Dezember. Die feierliche Erleuchtung des Christbaums ist für 16.45 Uhr angekündigt. 

Dann dürfte sich auch der zentrale Marktplatz um die Dreifaltigkeitssäule füllen, wenn die traditionelle feierliche Erleuchtung des großen Christbaums auf dem Programm steht. 

Der Weihnachtsmarkt findet inzwischen in einer räumlich erweiterten Version statt und wurde auf den kleinen Park zwischen dem Rathaus und dem Einkaufszentrum Central ausgeweitet.

Ergänzt wird das Angebot an Glühwein, weihnachtlichen Leckereien und Produkten auch in diesem Jahr wieder von einer ganzen Reihe Begleitveranstaltungen. (nk)

Öffnungszeiten

Der Weihnachtsmarkt in Chomutov ist täglich 10 bis 19 Uhr geöffnet. 

Bildnachweis:
Chomutov-mesto.cz
Rubrik: Reise | 25. Oktober 2026, 20:51 Uhr
Zu Glühwein, Punsch und Schlittschuhlaufen auf den Christkindlmarkt in Cheb

Cheb/Prag - Der Weihnachtsmarkt auf dem zentralen Marktplatz des westböhmischen Städtchens Eger kann sich von seiner Größe zwar nicht mit den ganz großen des Landes wie in Prag, Pilsen oder Budweis messen. 

Doch bietet er dabei alles, was man von einem schönen Christkindlmarkt erwartet. Dass er etwas überschaubarer ist, dürften Familien mit Kindern eher noch als Plus empfinden. Drehorgelspieler, Glockenspiel und Karussell lassen die Traditionen der "Böhmischen Weihnacht" anklingen. 

Eine besondere Attraktion ist die Eislaufbahn vor der romantischen Kulisse des historischen Markplatzes. 

Öffnungszeiten

Die Verkaufsstände sind an Wochentagen von 12.00 bis 19.00 Uhr und an den Wochenenden von 10.30 bis 19.00 Uhr geöffnet, die Schlittschubahn (mit Unterbrechungen) ebenfalls bis 19.00 Uhr. (nk)

Bildnachweis:
Chebskevanoce.cz