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Rubrik: Sport | 13. Juli 2017, 16:16 Uhr
Am 5. und 6. August treffen sich Extremsportler in der Nähe von Prag zum Klippenspringen

Hřiměždice/Prag - Jeder hat schon mal Turmspringen im Fernsehen gesehen, wobei die Sportler auf dem Weg ins Becken hinunter oft atemberaubende Figuren zeigen.

Beim "Desperados High Jump" geht es um was Ähnliches, nur nennt sich der Sport "Klippenspringen". Auch hierbei gewinnt derjenige den Wettbewerb, der die schwierigste Figur zelebriert und die besten Haltungsnoten erhält. Nur steht neben der Haltung das Risiko im Vordergrund und es gehört zu den Extremsportarten.

Am 5. und 6. August versammeln sich Sportler aus etlichen Ländern inzwischen zum 18. Mal in der Nähe von Prag, um die verschiedenen Höhen der Klippe in Angriff zu nehmen. Rund um den alten Steinbruch und Baggeree in Hřiměždice ist dabei für Festivalatmosphäre gesorgt. Für 700 Kronen kann man dem Spektakel, dem Trendsport "Klippenspringen", zusehen. (nino)

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Themen: Rockfestivals, Badeseen, Cliff Diving
Rubrik: Reise, Nachtleben | 10. Juli 2017, 21:22 Uhr
Neuer Underground-Techno-Klub in Vršovice

Prag - Am 27. Mai eröffnete der neue Techno-Underground-Klub Ankali seine Türen. Die ehemalige Seifenfabrik ist in Vršovice gelegen, doch lässt sich gut mit der Tram erreichen. Nachdem man durch einen kleinen Feldweg gelaufen ist, steht man vor dem großen Gebäudekomplex. Erfreulicherweise nehmen die Türsteher die Taschenkontrollen ernst und lassen nicht jeden hinein, was für Prag eher ungewöhnlich ist. Hier darf nur feiern, wer sich friedlich verhält und Spaß an der Musik hat.

Vor dem Eingang ist ein kleiner Raucherbereich aufgebaut. Drinnen fallen einem sofort die hohen Betonwände auf, die nur mit einzelnen Glühbirnen behangen sind. Das industrielle, aber hippe Flair zieht sich durch den ganzen Komplex: reduziert, aber mit Stil. Der Eintrittspreis ist etwas höher und liegt bei um die zehn Euro. Für das erstklassige Line-up aber ein erschwinglicher Preis.

Ankali veranstaltet nicht jedes Wochenende Partys, sondern legt eher Wert auf gutes Booking. Sowohl in Prag bekannte DJs als auch internationale Größen präsentieren hier ihre Sets. Einen Gang weiter findet man eine große Sitzecke, Toiletten und eine Bar. Durch einen weiteren kahlen Raum mit Sofas kommt man in den Hauptraum. Es gibt nur einen Floor, welcher aber relativ groß ist: ein dunkler Saal mit hohen Betonwänden. Ganz vorne ist die separate DJ-Nische mit einer großen Glühbirne, die im Takt erleuchtet. Lichter werden insgesamt nur sparsam eingesetzt. Nebenan gibt es noch eine weitere große Bar und die Uni-Sex-Toiletten. Die Getränkepreise liegen alle auf gewöhnlichem Prag-Niveau.

Bemerkenswert ist außerdem der klare Sound der großen Anlage. Der ganze Saal ist gleichmäßig mit der Musik erfüllt, ohne zu laut oder zu schrill zu sein. Das Publikum ist jung und hip. Hier kommen nur Leute hin, die sich der Techno-Szene angehörig fühlen, fernab vom Touristen-Trubel. Alle genießen die Musik, für Pöbeleien oder Belästigungen ist hier kein Platz. Die Atmosphäre bleibt durchgehend entspannt, aber ausgelassen. Bis in die späten Morgenstunden kann hier gefeiert werden. Man merkt, dass die Besitzer viel Herzblut in das Projekt gesteckt haben. Dahinter stehen keine Anfänger, sondern kluge Köpfe, die sich in der Szene bereits auskennen und wissen, auf was es ankommt.

Prag hat nun endlich eine weitere Location, in der es sich in entspannter Atmosphäre zu sehr qualitativ hochwertigem Techno feiern lässt ohne von party-wütigen Touristen gestört zu werden. (larf)

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Facebook | Ankali
Themen: Techno, Prag Clubs, Prag Party, Gastrotipps
Rubrik: Kultur, Film | 2. Juli 2017, 16:17 Uhr

Karlovy Vary/Prag - Am 30. Juni wurde das 52. Internationale Filmfestival Karlovy Vary (KVIFF) feierlich eröffnet.  

Für den nötigen Glamour und einen Hauch Hollywood sorgten die Stargäste Uma Thurman und Casey Affleck. Die Filmschau nimmt den westböhmischen Kurort noch bis zum 8. Juli in Beschlag.

Ein Video des offiziellen YouTube-Kanals des Festivals. (nk)

Themen: MFF Karlovy Vary, Filmfestivals, Karlsbad
prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Reise, Auto-Moto, Transport | 30. Juni 2017, 08:17 Uhr
Erhöhte Unfallgefahr auf Autobahnen, Prager Verkehrsbetriebe schalten um auf Ferienmodus

Prag - Am heutigen 30. Juni ist in ganz Tschechien der letzte Schultag und die Schüler und Schülerinnen erhalten ihre Jahreszeugnisse.

Mögen viele Schüler dem Tag der Zeugnisvergabe mit gemischten Gefühlen entgegensehen - auf den Tag nach diesem Tag freuen sich ohne Frage Hunderttausende: Am 1. Juli beginnen landesweit die großen Ferien. Zwei Monate lang am Stück schulfrei - ihre Altersgenossen in Deutschland können davon nur träumen.

Urlauber und Autofahrer sollten zu Ferienbeginn und vor dem Schulbeginn am 4. September 2017 auf Autobahnen und Schnellstraßen sowie in den größeren Städten in Tschechien mit deutlich stärkerem Verkehr und erhöhter Unfall- und Staugefahr rechnen.

Die Polizei empfiehlt, diese Termine für längere Autofahrten oder Transittouren zu meiden.

Der Beginn der Sommerferien bringt traditionell auch Änderungen im öffentlichen Nahverkehr in Prag mit sich, da dieser auf Ferienbetrieb umgestellt wird. Dadurch verlängern sich spürbar die Intervalle von Bussen, Straßenbahnen und Metro.

An vielen Stellen werden in dieser Zeit auch sanierungsbedürftige Straßenbahntrassen repariert, so dass es zu etlichen Umleitungen kommt. (nk)

Themen: Schulferien, Schule, Prager Verkehrsbetriebe (DPP)
prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Kultur, Musik | 29. Juni 2017, 21:07 Uhr
Suche nach neuem Veranstaltungsort endet im Kleinkrieg mit Gemeindevertretung

Trutnov/Prag - Tschechiens ältestes Rockfestival, das Trutnov Open Air, das oft auch als "tschechisches Woodstock" bezeichnet wird, fällt dieses Jahr definitv aus. Das berichtet heute das öffentliche-rechtliche Tschechische Fernsehen (ČT).

Hintergrund für die Entscheidung sind die ungelösten Probleme bei der Suche nach einem neuen Veranstaltungsort, nachdem der traditionelle Festivalort, die Waldbühne am Ortsrand von Trautenau, in diesem Jahr nicht zur Verfügung stand.  

Zwar hatten die Organisatoren um Festivalmitbegründer Martin Věchet sich zähneknirschend entschieden, das Open Air in diesem Jahr auf eine grüne Wiese zu verlegen - getreu dem Motto "zurück zu den Anfängen".  

Denn die Wurzeln des Musikfestes liegen in der zweiten Hälfte der achtziger Jahre im tschechoslowakischen Underground und Umfeld der Charta 77 und bis heute umflort die Veranstaltung ein Hauch von Dissidententum. Als Schutzpatron des "tschechischen Woodstock" gilt über seinen Tod hinaus "Häuptling" Václav Havel.  

Und so sollte das diesjährige Festival unter der Bezeichnung "Gartenfest und Open Air Workshop" in der zweiten Augusthälfte auf einer Wiese unweit von Hradeček, wo Václav Havel sein Landhauses hatte, "über dem Wigwam unseres Häuptlings" stattfinden.   

Doch diese Pläne stießen auf den Widerstand des örtlichen Gemeinderates. Auf den Webseiten des Festivals heißt es dazu: "Schon beim ersten Treffen im April hat uns ein ortsansässiger Unternehmer, ein langjähriges Mitglied der kommunistischen Partei und nun der ODS, bei der Bürgermeisterin gesagt: 'Ich will hier kein Rockfestival, ich höre Jazz.' Und damit war das Signal ausgesendet."

Tatsächlich soll die Gemeinde Mladé Buky, auf deren Gebiet die als Festivalort auserkorene Wiese liegt, einige Verordnungen erlassen haben, die speziell auf die geplante Musikveranstaltung abzielten.  

"Die Gemeinde, an deren Rand sich das Grundstück befindet, hat Bedingungen aufgestellt, die es unmöglich machen, das Festival mit seinem traditionellen Geist und Programmstruktur zu verwirklichen", beklagt sich Martin Věchet gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk Rozhlas.cz.

Statt Bands, die fast bis zum Morgengrauen Musik machen, sollte demnach um 22 Uhr Schluss sein und mit lauten Instrumenten schon ab 20 Uhr. Zudem habe sich die Gemeinde die "Stöcke zwischen die Beine" noch mit einer "unüblichen zwanzigprozentigen Gebühr auf die Tickets" versilbern lassen wollen.  

Auf den Webseiten gibt sich der "Geronimo Tribe" dennoch optimistisch: "Unsere Aktivitäten verschieben wir so auf das nächste Jahr. Freuen wir uns über den kommenden Sommer und See You Later...  Schon jetzt melden sie sich aus verschiedenen Territorien, Städten und Gemeinden  mit dem Angebot zu lagern. Höchstwahrscheinlich werden wir uns dieses Jahr etwas für euch ausdenken... " (nk)

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Festivaltrutnoff.cz
Themen: Trutnov, Rockfestivals
prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Panorama | 27. Juni 2017, 11:42 Uhr
In Südmähren bei Zlín wurden zwei an der Krankheit verendete Wildschweine gefunden

Prag - In Tschechien sind Fälle von Afrikanischer Schweinepest nachgewiesen worden.  

Die hochansteckende und bei den infizierten Schweine fast immer tödlich verlaufende Viruskrankheit ist vermutlich mit Wildschweinen nach Tschechien gelangt.  

Auf einer Pressekonferenz informierten darüber heute der tschechische Landwirtschaftsminister Marian Jurečka (KDU-ČSL) und der Chef der Staatlichen Veterinärverwaltung (SVS ČR) Zbyněk Semerád.  

Demnach wurden zwei verendete Wildschweine unweit von Zlín in Südmähren gefunden. In der Gegend befindet sich ein Schweinemastbetrieb mit 5000 Schweinen. Um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern, wurde das Gebiet um den Fundort herum zur Seuchenzone erklärt, in der Wildschweine weder gejagt noch gefüttert werden dürfen.  

Die heute gemeldeten Fälle sind die ersten Fälle Afrikanischer Schweinpest in Tschechien, die je registriert wurden.  

Die Krankheit gilt als eine der gefährlichsten Krankheiten, mit denen sich Haus- und Wildschweine infizieren können. Die Tiere bekommen hohes Fieber, Husten, blutigen Durchfall. Ihre Haut verfärbt sich blau und fast alle sterben an der Krankheit. Das Virus wird vor allem durch direkten Tierkontakt oder über Zeckenstiche übertragen. Es gibt weder eine Impfung noch Mittel zur Heilung. 

Die Infektion ist zwar für den Menschen ungefährlich, tritt das Virus jedoch in Viehbeständen auf, müssen wie bei der Vogelgrippe sämtliche Tiere getötet werden und eine Quarantänezone eingerichtet werden. Die Bekämpfung nach Ausbruch erfolgt analog der klassischen Schweinepest durch die Veterinärbehörden.

In Deutschland ist die Afrikanische Schweinpest bislang noch nie aufgetreten. (nk)

Themen: Landwirtschaft, Afrikanische Schweinepest, Landwirtschaftsministerium
prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Kultur, Film | 27. Juni 2017, 10:45 Uhr
Deutsche Produktionsfirma Caligari Film Produktion will neue Folgen der beliebten Kinderserie drehen

München/Prag - Die legendäre Fernsehserie Pan Tau kommt zurück. Das jedenfalls kündigte die Produktionsfirma Caligari Film Produktion am Montag an. 

Wie das Unternehmen mitteilte, konnte sich die Firma nach vierjährigen Verhandlungen die Rechte für neue TV-Serien und Kinofilme mit Pan Tau sichern. 

Geplant ist demnach in den kommenden drei Jahren eine Neuauflage von Pan Tau als phantastischer Familienserie im deutschen Fernsehen. 

Der neue Hauptdarsteller, der in die magische Melone des bereits 1992 gestorbenen Otto Šimánek schlüpfen soll, wird ab Juli in einem groß angelegten Casting gesucht. Bis zum Jubiläumsjahr in 2020 soll die neue fantastische Familiensendung im Fernsehen zu sehen sein.

Die in den 70er Jahren gedrehte Kinderserie Pan Tau war eine deutsch-tschechoslowakische Koproduktion zwischen dem WDR, den Prager Filmstudios Barrandov und dem tschechoslowakischen Fernsehen (ČST). Pan Taus geistige Väter sind das Autorenteam Ota Hofman und Jindřich Polák. Hofman war zugleich Drehbuchautor aller Pan-Tau-Filme, deren Regie Polák führte.  

Die Fernsehserie lief mit großem Erfolg sowohl in der Bundesrepublik Deutschland, der Tschechoslowakei, aber auch der DDR. (nk)

Bildnachweis:
obs/Caligari Film- und Fernsehproduktions GmbH/© Otto Hofman Bildarchiv
Themen: Unterhaltung, Fernsehen, Pan Tau
Rubrik: Kultur, Musik | 24. Juni 2017, 17:30 Uhr

Prag - Headliner des ersten Abends des zweitägigen Prague Metronome Festivals war am gestrigen Freitagabend der britische Musiker Sting mit seiner Band. 

Nach Angaben des Veranstalters waren etwa 14.000 Besucher zum Open-Air-Auftritt des einstigen Police-Frontmanns auf das Messegelände in Holešovice gekommen. 

Wie tschechische Medien berichten, bestand das Programm des Musikers mit seiner Begleitband vor allem aus älteren Songs aus den 80er und 90er Jahren.  

"Sting spielte einen Hit nach dem anderen, zivil und ehrlich", betitelt der Online-Dienst Novinky.cz seine Rezension des Konzerts, wobei dem Musiker damit aus Sicht des Kritikers höchster Respekt gezollt werden soll. Denn, so das Resümee von Stanislav Dvořák für Novinky.cz: Sting "hinterließ den besten Eindruck und am Ende des Konzertes versprach er, dass wir ihn bald wiedersehen". Macht 90 Prozentpunkte von Novinky.cz für den Regenwaldschützer von der britischen Insel.

Auch der Kritiker der in Prag erscheinenden Tageszeitung Mladá fronta Dnes, Václáv Hnátek, dessen Konzertkritiken in Regel nicht gerade überschwängliche Begeisterung erkennen lassen, kommt diesmal zu einem eindeutigen Befund: "Der Abend gehörte Sting, das Festival bezauberte er mit einem perfekten Konzert." (nk)

Themen: Konzertkritik, Sting, Metronome Festival
prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Kultur, Bildende Kunst | 16. Juni 2017, 09:24 Uhr
Autor der Totenmaske Jan Palachs verstarb im Alter von 91 Jahren in Prag

Prag - Am Donnerstag verstarb im Alter von 91 Jahren in Prag der tschechische Bildhauer Olbram Zoubek.  

Wie tschechische Medien berichten, informierte über den Tod des Künstlers der Direktor des Nationalen Filmarchivs und Zoubeks Schwiegersohn Michal Bregant.

Zoubek galt als einer der bedeutendsten lebenden Bildhauer des Landes und hinterlässt ein beachtliches Lebenswerk an Statuen und Skulpturen. Unter anderem schuf er das Denkmal für die Opfer des Kommunismus am Fuße des Laurenzibergs am Prager Újezd.

In das Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit gelangte er, weil 1969 die Totenmaske von Jan Palach erstellte, der sich auf dem Wenzelsplatz in Prag aus Protest gegen die nach der Niederschlagung des Prager Frühlings in der Gesellschaft breitmachende Resignation verbrannt hatte.

Dem kommunistischen Regime der Tschechoslowakei galt Zoubek fortan als unbequeme Persönlichkeit, und in der Zeit der "Normalisierung" konnte der Künstler sich nur als Restaurator verdingen.  

Verschiedene Vertreter der tschechischen Regierung würdigten gestern in Stellungnahmen das Lebenswerk, den Künstler und Menschen Olbram Zoubek. Der tschechische Kulturminister Daniel Herman (KDU-ČSL) bezeichnete den Verstorbenen als "Ritter der tschechischen Kultur".

Bereits vor vier Jahren widmete die Prager Burg dem Künstler eine umfangreiche Retrospektive, in der fast 300 Werke zu sehen waren (Video). (nk)

Themen: Olbram Zoubek, Todesfälle
Rubrik: Reise | 15. Juni 2017, 15:39 Uhr
Entspanntes Abkühlen, Baden für lau oder FKK am Stadtrand von Prag

Prag – Etwa zwanzig Minuten vom Stadtzentrum entfernt, liegt die weitflächige Grünanlage Hostivařský lesopark des Prager Stadtteils Hostivař. Inmitten eines Waldparks gelegen, befindet sich die größte Wasserfläche Prags: der Stausee Hostivař oder Hostivařská přehrada.

Der Stausee ist vom Stadtzentrum gut mit dem Auto zu erreichen. Aber auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kann man noch einigermaßen bequem zum Baden kommen. Einen etwas längeren Fußmarsch von der Tramstation Nádraží Hostivař oder Hostivařská entfernt, liegt der See, der von einem großen Waldstück umgeben ist.

Am linken Ufer findet man den Hauptstrand mit Pool, der für die gesamte Öffentlichkeit zugänglich ist. Hier stehen zahlreiche Freizeitangebote und Sportplätze zur Verfügung. Neben einem Beachvolleyball-Spielfeld, einem Spielplatz und einer Wasserrutsche, gibt es die Möglichkeit, verschiedene Boote und Kajaks zu mieten. Sportbegeisterte können sich auch am Wakeboarden versuchen.

Wakeboarden, Beachball, Freikörperkultur 

Außerdem findet man dort öffentliche Toiletten und verschiedene Verpflegungsmöglichkeiten. An dem abgesenkten Sandstrand gelingt der Einstieg ins kühle Nass besonders einfach und ist somit auch für Kinder geeignet. Und natürlich gibt es genug Grünfläche zum Sonnen.

In einem ruhigeren Teil, am Ende des Reservoirs, befindet sich einer der ältesten FKK-Strände Prags. Anhänger der Freikörperkultur können an dem durch ein Waldstück vom Hauptstrand abgetrennten Bereich in Ruhe baden gehen. Auch hier stehen Grünflächen, Duschen und Sportanlagen zur Verfügung.

Von neun bis zwanzig Uhr kann am Stausee Hostivař täglich für unter 100 Kronen gebadet werden. Erwachsene zahlen für einen ganzen Tag derzeit 90 Kronen, Kinder und Senioren zahlen 60 Kronen und für Kleinkinder unter 100 Zentimer Körpergröße ist der Eintritt frei.

Tipp: Wer einfach nur entspannt Baden gehen udn kein geld ausgeben möchte, sollte sich lieber einen Abschnitt am anderen Teil des Sees suchen. Zwischen Bäumen kann man hier kostenlos sonnen und in Ruhe im Wasser baden ohne von anderen Gästen gestört zu werden. (larf)

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Larissa Fink
Themen: Baden, Badeseen, FKK, Freibäder, Stauseen, Reisetipps
Rubrik: Politik | 14. Juni 2017, 22:33 Uhr

Prag - Seit Tagen hatten Medien über einen Führungswechsel bei der ČSSD spekuliert, die sozialdemokratische Führungsriege gab sich jedoch vielsagend wortkarg.

Am Mittwoch am frühen Abend, nach einer Sitzung des Spitzengremiums der Partei, trat die ČSSD-Spitze vor die Presse, Noch-Parteichef Sobotka machte es offiziell: Am morgigen Donnerstag legt er sein Amt als Parteivorsitzender nieder. 

Sein Nachfolger an der Spitze der ČSSD wird Innenminister Milan Chovanec, Spitzenkandidat und Zugpferd für die Parlamentswahlen im Oktober soll Außenminister Zaorálek werden. 

Als Grund für den Schritt nannte Sobotka die "Unruhe in der Partei" - vor dem Hintergrund immer deprimierender Umfragewerte, welche die ČSSD inzwischen bei nur noch etwas über zehn Prozent sehen.

Mit seinem Schritt stelle er seine eigenen Interessen hinter die der Partei zurück und wolle er dazu beitragen, dass die Sozialdemokraten ihren inneren Zwist überwinden und sich geschlossen im bevorstehenden Wahlkampf auf den politischen Gegner konzentrieren könnten, so Sobotka. 

Die Pressekonferenz im Originalton, veröffentlicht auf dem YouTube-Kanal der ČSSD. (nk) 

Themen: Bohuslav Sobotka, ČSSD, Lubomír Zaorálek, Milan Chovanec
14. Juni 2017, 19:51 Uhr
Das neue Semester startet im September 2017 - Anmeldungen bis 30. Juni möglich

Seit 2012 bietet BILINGUALIS deutsche Sprachkurse für Kinder aus bilingualen Familien an. Der Verein ist aus einer Elterninitiative hervorgegangen.

Spielerisch deutsch sprechen und lernen ist das Motto von BILINGUALIS – vom gemeinsamen Singen, über szenische Spiele und Tänze, Erzählkreise bis hin zur Förderung von Lese- und Schreibkompetenzen. "Die Kinder teilen während der gemeinsamen Stunden miteinander das Abenteuer ihrer Zweisprachigkeit und erleben ihre zweite Muttersprache als Bereicherung und Motivation", betont Lehrerin Ramona Schulz.

"Unsere Kinder wachsen ganz natürlich zweisprachig auf, aber das Deutsche kommt hier im tschechischen Umfeld einfach zu kurz. Außerdem gibt es für diese Kinder, die großteils tschechische Grundschulen besuchen, kein entsprechendes Sprachkursangebot. Diese Lücke wollen wir füllen", erklärt Geschäftsführerin Věra Zemanová.

Die Kurse im Umfang von einer Wochenstunden (60 Min.) finden während des Schuljahres jeweils am Donnerstagnachmittag in den Räumen der ZŠ Korunovační (Korunovační 8, Praha 7 - Letná) statt. Die Kinder werden in kleinen Gruppen von 8 bis 12 Kindern von muttersprachlich deutschen LehrerInnen unterrichtet. Das wöchentliche Angebot ergänzen gemeinsame Veranstaltungen wir Sommerfest, St. Martins-Umzug oder Weihnachtsfeier. Im Angebot des Vereins sind seit zwei Jahren auch zusätzliche Grammatik-Aufbaukurse für jüngere Grundschulkinder, die jeweils am Montag, bzw. Dienstag stattfinden. BILINGUALIS ist nicht gewinnorientiert. Die Teilnehmer zahlen nur die tatsächlichen Kurskosten, derzeit ca. 160,- Kč je Kurseinheit.

BILINGUALIS ist offen für weitere Interessenten – deutschsprachige bilinguale Kinder im Alter von 3 bis 13 Jahren.

Das Wintersemester beginnt am 14. September.
Anmeldungen sind bis Ende Juni möglich.

Weitere Informationen unter: www.bilingualis.cz
Kontakt: info@bilingualis.cz

Anmeldungen – Věra Zemanová GSM: 606330529
Pressekontakt – Thomas Kirschner GSM: 602114500

Rubrik: Reise | 11. Juni 2017, 13:57 Uhr
Frei- und Hallenbad für Sportschwimmer und Spaßplanscher

Prag – Das ganze Jahr geöffnet und im Sommer überfüllt - so lässt sich das Prager Schwimmstadion Podolí ganz gut beschreiben. Maßgebender Faktor dafür ist die Wassertemperatur (alle Becken sind auf sehr angenehme 26,9 °C temperiert), aber auch die noch relativ zentrale Lage an der Moldau im Stadtteil Podolí (Tramstation Kublov).

Beliebt ist es bei Schwimmern, denn es verfügt gleich über zwei 50-Meter-Schwimmbecken. Eines der langen Schwimmbecken befindet sich überdacht im Innern, eines draußen im Freien. Regelmäßig finden hier alle möglichen Wassersportveranstaltungen und Schwimmwettkämpfe statt.

Doch auch Familien mit Kindern und Freizeitgestalter, die einfach nur beim Sonnen ein bisschen Abkühlung und Spaß suchen, kommen nicht zu kurz. Es gibt ein etwas kürzeres Schwimmbecken mit Sprungtürmen, indem man wunderbar planschen kann, außerdem zwei Kinderbecken und einen großen Whirlpool zum Entspannen.

Eine große Wasserrutsche geizt nicht mit schnellen Kurven und auf der Liegewiese oder den Rängen des Stadions, umgeben von den steilen Felswänden, lässt es sich einwandfrei Sonnenbaden.

Damit man nicht verhungert oder verdurstet, gibt es mehrere Essen- und Getränkebuden, auf dem Dach sogar eine Cocktailbar.

Gewarnt sei allerdings vor Hochsommertagen. An diesen sieht man mehr halbnackte Körper als Wasser im Schwimmbecken oder Gras auf der Liegewiese.

Das Bad hat täglich geöffnet von 6.00 bis 21.45 Uhr. In der Sommersaison erfolgt der Zutritt dabei nicht über den Haupteingang, sondern über das Gebäude mit den Sommerumkleidekabinen (es sei denn, man verfügt über eine Dauerkarte).

Der Eintritt (Tagesticket) kostet 160 Kronen, Studenten zahlen 100 und Kinder 90, Familien (2 Erwachsene und 2 Kinder) 350 Kronen, ab 15 Uhr gibt es einen leichten Preisnachlass. (siml/nk)

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Facebook | Plavecký stadion Podolí
Themen: Baden, Freibäder
Rubrik: Bildende Kunst | 8. Juni 2017, 18:47 Uhr
Ausstellung in der Prager Nationalgalerie

In der Nationalgalerie Prag gibt es aktuell eine Ausstellung des deutschen Künstlers Gerhard Richter zu begutachten. Und auch ich habe es endlich in das Palais Kinsky am Altstädter Ring geschafft. Für knapp zehn Euro darf man sich die Kunstwerke anschauen. Die Ausstellung zieht sich über mehrere Räume, die gut gefüllt sind mit Touristen und Kunstinteressierten. Und das nicht ohne Grund: schließlich ist Richter der teuerste lebende Künstler unserer Zeit.

Die Ausstellung gibt einen Überblick über Richters Arbeit und zeigt die verschiedensten Werke aus den letzen sechzig Jahren. Zu Beginn der Ausstellung sind seine Gemälde zu geschichtlichen Themen zu sehen. Unter anderem graue, verschwommene Kampfflugzeuge in der Luft. Jeder Raum scheint einer anderen Thematik gewidmet zu sein und doch passen alle Werke zusammen. Mich faszinieren besonders seine Landschaftsgemälde, die wie verschwommene Fotografien aussehen. 

In der Nationalgalerie sind außerdem sehr persönliche Arbeiten Richters sehen: unter anderem ein Portrait seiner Tochter. Auch aus seiner bekannten Reihe "Grau" sind einige Werke zu begutachten. Richter beschreibt grau als die neutralste Farbe, ideal zum Meditieren. Gleichzeitig bildet sie für ihn auch das Elend der Welt sehr gut ab. Richter schichtet oftmals viele Farben übereinander und erreicht so eine gewisse Textur. Im Kontrast dazu folgen sehr bunte Werke: von farbigen Quadraten bis hin zu Blockstreifen: Alle Gemälde tricksen die Augen aus, wenn man sie länger betrachtet. 

Dann ist die Ausstellung auch schon zu Ende. Ich hätte mir noch weitere Werke gewünscht. Immerhin finden wir noch einen weiteren Raum, in dem man mehr zu Richters Biografie erfahren kann. Außerdem wird der Film "In der Werkstatt" gezeigt. Man sieht Richter in jüngeren Jahren in seinem Atelier. Wir dürfen ihn dabei beobachten wie er eines seiner Werke erschafft: ein von ihm geschossenes Foto projiziert er zunächst auf eine Leinwand und zieht die Konturen nach. Dann geht es ans Farbenmischen und die Farben werden nacheinander sorgfältig aufgetragen. Besonders an Richters Technik ist, dass er die Farben jeweils in horizontale und vertikale Richtung aufträgt. 

Mir hat die Ausstellung insgesamt sehr gut gefallen. Man bekommt einen guten Eindruck von Richters Arbeit: seiner Arbeitsweise aber auch seinem Leben und was ihn bewegt. Die Ausstellung vereint die unterschiedlichsten Arten seiner Kunstwerke und bringt sie doch stimmig zusammen. Für Kunstinteressierte und Richter-Fans eine Empfehlung.

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Larissa Fink
Themen: Nationalgalerie Prag, Gerhard Richter
Rubrik: Theater, Oper, Tanz | 5. Juni 2017, 12:53 Uhr
Wie ich unerwartet in einem Kinderstück landete

Es geht los: ich schaue mir das erste Stück des diesjährigen Prager Fringefestivals an. Ich hatte mich für das Stück „What if...“ des schwedischen Theater-Ensembles Teater Sláva entschieden. Eine Reise in die Fantasie hieß es in der Beschreibung. Die Tür zum Saal geht auf, ein großer Mann und eine blonde Frau in einer Art Raumfahrtanzug kommen hinaus und erklären uns, dem roten Pfad zu folgen. Einer nach dem anderen klettern wir in ein großes Zelt hinein und nehmen auf kleinen Bänken Platz. Das hatte ich nicht erwartet. Ich hatte an ein ganz gewöhnliches Stück gedacht mit einer Bühne und Stühlen davor. Unter den wenigen Zuschauern sind hauptsächlich Kinder mit ihren Eltern, was mich ebenfalls überrascht

Die zwei Schauspieler beginnen zu singen und wirbeln durch das kleine Zelt. Gesprochen wird nur wenig- manchmal Englisch, manchmal Schwedisch und oftmals eine erfundene Sprache. Schnell wird mir klar, dass ich aus Versehen in einem Kinderstück gelandet bin. Ich fühl mich Fehl am Platz und würde das Zelt am liebsten sofort wieder verlassen. Aber ich entscheide mich, mich einfach mal darauf einzulassen. Kann ja auch ganz nett werden.

Mit viel Körpereinsatz und ausgewählten Kulissen begeben sich die beiden auf die Reise in eine Fantasiewelt und nehmen uns Zuschauer dabei mit. Immer wieder beziehen sie uns mit ein, lassen uns sprechen, klatschen oder die Kinder etwas ausprobieren. Das ganze Stück über bleiben die Darsteller absolut in ihrer Rolle und bringen vollen Körpereinsatz. Und obwohl so wenige Worte zum Einsatz kommen, wird im Publikum oft gelacht. Auch ich muss öfters schmunzeln. Mithilfe der Mimik, Gesang und Körpersprache können sie den einfachen Humor vermitteln.

Auf der Suche nach irgendeiner magischen Substanz tauchen verschiedene Fabelwesen und fantasievolle Requisiten auf. Und auch die Schauspieler schlüpfen zeitweise in andere Charaktere. Nach ungefähr vierzig Minuten reisen wir wieder zusammen auf die Erde zurück. Irgendwie war die Zeit doch schnell vergangen. Ich schaue ins Publikum: Die Kinder freuen sich und ebenso den erwachsenen Leuten scheint das Stück gefallen zu haben. Und auch ich bin irgendwie angetan von dieser einfachen, erheiternden Geschichte. Ich hatte lediglich etwas vollkommen anderes erwartet und hatte zu Beginn leichte Schwierigkeiten mich auf das Stück einzulassen. Mir gefiel letztendlich die Leichtigkeit der Geschichte und auch die leicht überzogenen Charaktere empfand ich als sehr unterhaltsam. Die Schauspieler haben wirklich alles gegeben und obwohl während des Stücks nicht sehr viel passiert ist, haben sie durch ihre Leistung viel Aktion in die Geschichte gebracht. Für Kinder ist das Stück wirklich sehr gut geeignet, aber auch für Erwachsene, die einfach mal in eine angenehme Fantasiewelt abtauchen oder sich an ihre Kindheit zurückerinnern möchten, kann es unterhaltsam sein. 

Themen: Prague Fringe Festival, Comedy, Kinder