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Rubrik: Panorama | 15. Juli 2020, 17:21 Uhr

Die Stadt Friedland liegt im Isergebirgsvorland an der Einmündung der Rasnitz in die Wittig am Fuße des Schlossbergs. Nach Tage langen heftigen Gewittern mit Dauerregen steigen die Wasserpegel von Wittig und Rasnitz bedrohlich an. In der Nacht auf den 20. Juni spitzte sich die Lage in den Hochwassergebieten im Kreis Reichenberg zu. Friedland und die Dörfer des niederen Wittigtals traf es am schlimmsten.

Innerhalb von 24 Stunden waren im Isergebirge mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Das ist doppelt so viel, wie in Deutschland durchschnittlich in einem Monat zusammenkommt. An diesem Gewitterwochenende meldete die meteorologische Messstation in Weißbach sogar 153 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Die Feuerwehr kämpfte ab dem frühen Morgen gegen die Überschwemmung; die Bewohner der Stadt wurden von den Fluten überrascht. Schon um 4.10 Uhr wurde die Hochwasser-Alarmstufe 1 erreicht. Die Situation spitzte sich weiter zu. Bereits ab 4.45 Uhr überwachte ein Krisenstab das Hochwasser. Um 6.30 Uhr loste der weiter steigende Pegel der Wittig die dritthöchste Warnstufe aus. Um 6.42 Uhr heulten bereits die Sirenen, und die Hochwasser-Alarmstufe 3 wurde durch die Lautsprecher der Stadt ausgerufen. Die Einwohner wurden über die Lage informiert und zur Vorsicht aufgefordert. Der Krisenstab traf sich noch einmal um 9.00 Uhr, um Sicherheitsmaßnahmen zu treffen.

Die Freiwillige Feuerwehr Friedland hatte eine kurze Nacht. Sie pumpte die zahlreichen überfluteten Hauser und Keller leer und verteilte Sandsäcke an die Bevölkerung. Die ungeheuren Wassermassen stiegen von Stunde zu Stunde und sorgten für eine große Zahl von Feuerwehreinsätze, bei denen mehrere Feuerwehren aus der Umgebung mithalfen. Zwischen 12.00 und 14.00 Uhr wurde die Situation dramatisch. Das Wasser der Wittig erreichte den Höchststand, begann aus dem Flussbett zu strömen und trat Uber die Ufer. Sandsäcke, die die Feuerwehr in Zusammenarbeit mit freiwilligen Helfern verlegten, verhindert dies. Auf der rechten Seite der Wittig wurde in der Nähe des Stadtparks eine mobile Hochwasserschutzwand aufgebaut. Klar wurde dabei, dass nur wenige Zentimeter zur Flutkatastrophe fehlten.

Die Halter der im Stadtzentrum geparkten Autos wurden aufgefordert, die Fahrzeuge aus Sicherheitsgründen wegzufahren. Bei der letzten Überschwemmung hatten die Wassermassen sogar Autos fortgespült.

Feuerwehr und Rettung waren den ganzen Tag im Dauereinsatz. Überall wurde am Vormittag die Stromversorgung für mehrere Stunden unterbrochen; tausende Haushalte waren von dem Stromausfall betroffen. Die Hochwasserlage blieb kritisch.

Viele Hausbesitzer sicherten mit Hilfe der Feuerwehr ihre Hauser ab. Zum Schutz von Kellerfenstern und Türen vor eindringendem Wasser wurden Sandsäcke verwendet. In Raspenau brachte die Feuerwehr vier Menschen vor den unerwarteten Wassermassen aus ihren gefährdeten Häusern in Sicherheit.

Das schwere Gewitter sorgte vor allem in den nördlich von Friedland gelegenen Dörfern im niederen Wittigtal und in Raspenau für großflächige Überschwemmungen, die erhebliche Sachschaden verursachten, weil die Ufer nicht so hoch und befestigt sind wie in Friedland. Einige Dörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten. Alle Zufahrtsstraßen nach Weigsdorf, Minkwitz und Wustung waren vollständig gesperrt. Nicht nur die Feuerwehr aus Friedland war im Einsatz. Im Weigsdorf halfen bei der Überschwemmung weitere 13 Feuerwehren. Hier wurden zehn Bewohner aus den am stärksten bedrohten Häusern evakuiert.

Gemeldet wurde ein Schaden von 6 800 000 Kronen. Weitere Schaden wurden aus Haindorf mit 1 500 000, Tschernhausen mit 15 070 000, Bullendorf mit 1 500 000 und Rückersdorf mit 290 000 Kronen gemeldet. In Weißbach wurden sechs Hauser von dem Hochwasser bedroht. Der Schaden betragt etwa 12 240 000 Kronen. Das Amphibienfahrzeug Hagglunds BV206 aus Reichenberg kam ebenfalls zum Einsatz; die riesigen Wassermassen machten es notwendig. Einige Feuerwehrleute zogen damit ihre Runden, um die Wittig zu beobachten. Infolge der Überschwemmungen gab es in einigen Gemeinden auch Schwierigkeiten mit dem Trinkwasser. Die Trinkwasseraufbereitungsanlage in Weißbach, die mehrere Gemeinden versorgt, wurde wegen Grundwasserverunreinigung außer Betrieb gesetzt. Vor dem Gemeindehaus in Weißbach, Bad Liebwerda, Raspenau, Neustadt an der Tafelfichte, Haindorf, Schonwald und Rückersdorf wurde für die Bewohner ein großer Tank mit Trinkwasser bereitgestellt. Seit dem darauffolgenden Samstagabend ist die Trinkwasseraufbereitungsanlage wieder im Betrieb.

Weißbach im Isergebirge ist der Ort mit dem größten durchschnittlichen jährlichen Gesamtniederschlag in der Tschechischen Republik. In einem Jahr fallen hier 1705 Millimeter Wasser. Aufgrund der sintflutartigen Regenfällen war auch die Hauptstraße entlang der Wittig in Raspenau unpassierbar. Betroffen waren etwa 100 Häuser. Am Abend besserte sich die Lage; der Pegel der Wittig sank um fast zwei Meter. Der Marktplatz und das Zentrum der Stadt Friedland kamen zum Glück ohne Schaden davon. Die Hochwasserkatastrophe blieb aus. Diesmal blieb die Stadt von der großen Flut verschont. Am Abend kam dann die erleichternde Meldung: „Der Pegel steigt nicht mehr!“ Am Montag, 22. Juni wendete sich die Situation zum Guten. Schon um 9.00 Uhr sammelte die Feuerwehr die Sandsäcke wieder ein. Die Höhe des entstandenen Schadens im ehemaligen Kreis Friedland wird auf 45 900 000 Kronen geschätzt. Im Kreis Reichenberg wird der gesamte Schaden auf 46 600 000 Kronen geschätzt. Friedland hat schon etliche verheerende Hochwasser erlebt.

Bei vielen Bewohnern sind die Erinnerungen an die Überschwemmungen in den vergangenen Jahren wieder wach geworden. Das letzte Hochwasserereignis haben viele Bewohner noch gut in Erinnerung: Am 7. August 2010 ereignete sich eine Flutkatastrophe, die eine der schlimmsten Überschwemmungen in der Geschichte der Stadt war. Damals waren 1872 Haushalte in 81 Gemeinden der Region betroffen. Das Hochwasser riss fünf Menschen in den Tod. Der Gesamtschaden lag bei mehr als acht Milliarden Kronen. Besonders schwer betroffen waren die im niederen Wittigtal liegenden Dörfer. Zwei Jahre nach der Überschwemmung fand in der Haindorfer Wallfahrtskirche eine Gedenkmesse zu Ehren der Menschen statt, die bei der Überschwemmung 2010 ums Leben gekommen waren. „Die Welt ist nicht gerecht! Wir müssen eine positive Kraft in uns finden, die trotz aller Übel in der Welt wie Naturkatastrophen ein Lächeln auf unsere Gesichter zaubert“, mahnte damals der Pfarrer die zahlreichen Gottesdienstteilnehmer. Umfangreiche und verheerende Überschwemmungen haben das gesamte Gebiet regelmäßig seit undenklichen Zeiten betroffen. Die ersten schriftlichen Berichte über Überschwemmungen an der Wittig stammen vom 21. Juli 1432. Von den 35 besonders großen Überschwemmungen in einem Zeitraum von 450 Jahren wurden 28 von Wolkenbrüchen verursacht.

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Stanislav Beran
Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Wirtschaft, Unternehmen | 9. Juli 2020, 11:30 Uhr

Prag - Tschechien ist nicht nur als Reiseland für Touristen attraktiv, sondern bietet auch Investoren große Chancen. Interessant ist vor allem der Umstand, dass sich aufgrund des guten Ausbildungsniveaus immer mehr Unternehmen aus Deutschland an tschechischen Firmen beteiligen oder die Dienstleistungen des Nachbarn in Anspruch nehmen.

Besonders innovative Ideen im Bereich der Lohnabrechnung werden von Deutschen gerne angenommen. Dabei spielt nicht einmal das geringe Lohnniveau eine Entscheidungsgrundlage, sondern oftmals die Nähe zu Deutschland und die Qualität der gelieferten Aufträge. Viele Unternehmen nutzen insbesondere das Lohnabrechnung Outsourcing, um sich auf ihre eigenen Kompetenzen verstärkt konzentrieren zu können. Die Lohnabrechnung bindet gerade aufgrund der komplexen Bedingungen eine große Herausforderung für kleine Unternehmen, die auf der Suche nach neuen Kunden und Umsatzwachstum verstärkte Anstrengungen in ihrem eigenen Kernbereich unternehmen müssen. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen ändern sich oftmals im Jahr und daher ist es für eine eigene Lohnabrechnung zu kosten- und zeitintensiv, diese im eigenen Haus zu etablieren. Aus diesem Grund verwenden immer mehr Unternehmen in Deutschland die Dienstleistungen dieser Unternehmen.

Vorteile einer externen Lohnabrechnung

Gerade für ein kleines Unternehmen bietet der Service große Vorteile. Man kann sich auf die wesentlichen Aspekte der eigenen Arbeit konzentrieren und lagert komplexe administrative Tätigkeiten einfach aus. Die Lohn- und Gehaltsabrechnung der Mitarbeiter ist genau eine solche Tätigkeit, die man gerne an spezialisierte Unternehmen auslagern möchte. Wenn man sich die Verarbeitung der Gehaltsabrechnung als sehr komplizierte und zeitaufwändige Aufgabe vorstellt, dann entspricht das in weiten Teilen der Realität. Zu den Lohn- und Gehaltsabrechnungsfunktionen gehören unter anderem die Ermittlung der Löhne und Quellensteuern der Mitarbeiter, die Aktualisierung des Urlaubs- und Krankengeldes sowie der Abzug von Zahlungen der Mitarbeiter für Leistungen.

Software als Kostentreiber

Man kann sich durchaus vorstellen, dass es branchenmäßig zu starken Unterschieden bei der Bekämpfung der Herausforderungen kommen kann. Die Komplexität der Terminologie erfordert immer öfter den Einsatz von Software und Programmen, da die manuelle Durchrechnung der oben erwähnten Bereiche zu zeitintensiv wäre. Wenn ein Unternehmen sich diese Programme anschaffen müsste, dann käme das einer Monsteraufgabe gleich. Es würde Ressourcen verschwenden, die man anderswo sinnvoller einsetzen könnte. Daher rechnet sich der Einsatz dieser Software nur für einen Dienstleister, der ohnedies die Lohnabrechnung für verschiedene Kunden abwickeln kann. Die Kosten verteilen sich dadurch auf mehrere Kunden. (dap)

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Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Reise, Auto-Moto, Transport | 3. Juli 2020, 15:58 Uhr

Prag - Es ist nicht nur die Nähe zum Nachbarland Deutschland, das Tschechien für immer mehr Touristen zum Traumland machen. Ebenso sind die Gegebenheiten vorhanden, die durchwegs für mehr als nur einen Städtetrip nach Prag eine Reise wert wären. Gerade für Menschen, die an einer Offroad Reise interessiert sind, bietet sich Tschechien als Reiseland an.

Das bedeutet im Umkehrschluss jedoch nicht, dass sich das eine vom anderen ausschließen muss. Immerhin können auch im Rahmen eines Offroad Trips die schönsten Städte Tschechiens besucht werden. Ein Tagesausflug nach Prag mit einem Trip nach Budweis zu verbinden, kann als herausfordernde Betätigung gesehen werden. Besonders das Riesengebirge (Foto) in Tschechien bietet sich als Destination an. In der oft rauen Landschaft findet man hervorragende Eigenschaften, die man für eine Offroad Tour mit dem eleganten Range Rover braucht.

Klassische Gebirgsrouten in Tschechien

Von buckeligen Pisten bis hin zur Fahrt ins hohe Gebirge zu dem Gipfeln des Riesengebirges findet man ideale Bedingungen vor. Offroad Erfahrungen in Tschechien sind lustig, erholsam und gleichsam spannend. Daher sollte man sich auch nach alternativen Routen erkundigen, denn mit dem Riesengebirge bekommt der Interessent nur einen kleinen Vorgeschmack auf das, was noch alles möglich ist.

Voraussetzung für eine erfolgreiche und erholsame Offroad Tour in Tschechien ist aber die passende Offroad Ausrüstung. Fast jeder Hersteller bietet seinen Kunden ein passendes Equipment an, um die Tour erfolgreich starten zu können. Wir wollen im Anschluss kurz auf die wichtigsten Details eingehen, die vor einer Offroad Tour zu beachten ist. Man kann es durchwegs als kleinen Einkaufsführer betrachten.

Worauf sollte man vor dem Start einer Offroad Tour achten

Wenn der Geländewagen bereits in der Garage verstaut ist, dieser aber noch nicht mit den notwendigen Ausstattungsgegenständen versehen ist, dann ist es Zeit, sich mit den Verkehrsregeln in Tschechien vertraut zu machen und den Wagen für die bevorstehende Offroad Tour aufzurüsten. Vielen Menschen wird neben der Zweckmäßigkeit auch das Design sehr wichtig sein.

Ob man nun die bei einer Offroad Tour vorzufindenden schwierigen Bodenbedingungen auch design-technisch optimal ausbalancieren kann, wird vom Hersteller abhängig sein. Viele Hersteller stellen das Design in den Vordergrund ihres Interesses. Andere Hersteller legen größten Wert auf Erfüllung der zweckdienlichen Eigenschaften. Es ist daher wichtig, die entsprechende Balance zu finden. (dap)

prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Reise, Auto-Moto, Transport | 14. Juni 2020, 15:55 Uhr
Prag–Dresden–Berlin–Hamburg ab heute im 2-Stunden-Takt, IC Bus verkehrt zwischen Nürnberg-Prag

Berlin/Prag - Zusammen mit ihren europäischen Partnerbahnen fährt die Deutsche Bahn (DB) das Angebot an grenzüberscheitenden Verbindungen schrittweise wieder hoch. 

Wie das Unternehmen mitteilt, gibt es auf der Verbindung Prag–Dresden–Berlin–Hamburg ab heute wieder weitgehend einen 2-Stunden-Takt. 

Neu hinzukommt eine Direktverbindung Berlin–Dresden–Prag–Wien–Graz. Der Railjet in Kooperation mit der Tschechischen Eisenbahn (ČD) und den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) fährt ab dem 16. Juni. Der neue Zug erweitert nicht nur das Angebot nach Tschechien, sondern zugleich zwischen Berlin und Wien. 

Auch der IC Bus, der Nürnberg und Prag direkt verbindet, fährt wieder, allerdings noch mit reduziertem Angebot. Die IC Busse zwischen Mannheim und Prag verkehren dann ab 19.06.2020 wieder nach regulärem Fahrplan. Aufgrund der bestehenden Mundschutzpflicht ab 27.04.2020 für den Personenverkehr muss bei der Nutzung des IC Busses eine Mund- und Nasenbedeckung getragen werden. (nk)

prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Reise | 1. Juni 2020, 23:08 Uhr
Grünes Licht für Reisende aus Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie weiteren EU-Ländern mit geringem Covid-19-Risiko

Prag - Genau drei Monate, nachdem die tschechische Regierung alle Grenzen zu den Nachbarn dicht gemacht hatte, können Deutsche und Österreicher ab dem 15. Juni wieder uneingeschränkt nach Tschechien über die Grenze fahren - und sei es nur zum Tanken oder zum Zigarettenkauf.

Das geht aus dem System der Einreisebestimmungen nach Tschechien hervor, das die tschechische Regierung am heutigen Montag beschlossen hat. Demnach werden die Herkunfts- und Zielländer von Reisen künftig entsprechend der epidemiologischen Covid-19-Situation in Europa in drei Kategorien unterteilt. 

Nach dem sogenannten Ampelsystem können Touristen aus grün gekennzeichneten Ländern, also Ländern mit geringem Infektionsrisiko, ab dem 15. Juni wieder zu touristischen Zwecken und ohne negativen Coronavirus-Test nach Tschechien reisen. Dazu gehören auch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Aus tschechischer Sicht für die Urlaubsplanung besonders wichtig: Auch die Slowakei, Kroatien, Slowenien und Griechenland gehören zur grünen Zone, Tschechen können also in ihre Lieblingsurlaubsländer aus- und auch wieder zurückreisen. 

Grünes Licht für Touristen aus Deutschland und Österreich

Detaillierte Informationen zu dem Ampelsystem sowie eine Europakarte mit farblicher Zuordnung der einzelnen Staaten zu den unterschiedlichen Risikozonen veröffentlichte heute das tschechische Gesundheitsministerium (Grafik).

Demnach sind grün markierte Länder sichere Länder, gelb gekennzeichnete Staaten haben ein mittleres und rote Länder ein hohes Infektionsrisiko. Aus grün und gelb markierten Ländern können Tschechen ohne Einschränkungen und Auflagen in die Heimat zurückkehren, Ausländer nach Tschechien einreisen. 

Allerdings: "Ein negativer Coranavirus-Test ist jedoch weiterhin erforderlich, für Tschechen, die aus rot markierten Ländern zurückreisen. Und Ausländer, die in die Tschechische Republik aus gelben und roten Ländern einreisen wollen, müssen einen negativen Test vorweisen", so Gesundheitminister Adam Vojtěch (ANO).

Der tschechische Außenminister Tomáš Petříček (ČSSD) weist zudem darauf hin, dass einige Länder ihrerseits ihre Grenzen noch geschlossen haben und somit die Einreise in einige Länder mit Auflagen verbunden sei. Als Beispiel nannte er Polen, bei Einreise in dieses tschechische Nachbarland müssen sich Tschechen für 14 Tage in Quarantäne begeben. 

Ampelsystem ist dynamisch

Das System wird gemäß den Farben, die den einzelnen Ländern entsprechend dem Schweregrad der Entwicklung von Covid-19 in einem bestimmten Gebiet zugewiesen wird, als Ampel bezeichnet. Grün wird an Länder mit "geringem" Infektionsrisiko vergeben, Gelb an Länder mit "mittlerem" und Rot an Länder mit "hohem Infektionsrisiko".

Das System wird dabei dynamisch an die epidemiologische Situation in der Welt angepasst. Die Liste der Länder soll in wöchentlichen Abständen aktualisiert werden.

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union und anderer Schengen-Staaten mit einem geringen Covid-19-Risiko sind derzeit: Bulgarien, Estland, Finnland, Kroatien, Island, Zypern, Fürstentum Liechtenstein, Litauen, Lettland, Luxemburg, Ungarn, Deutschland, Norwegen, Polen, Österreich, Rumänien, Griechenland, Slowakei, Slowenien, Schweiz.

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit mittlerem Covid-19-Risiko sind: Belgien, Dänemark, Frankreich, Irland, Italienien, Malta, Niederlande, Portugal und Spanien. (nk)

Bildnachweis:
Mzcr.cz - "Ampelkarte" des tschechischen Gesundheitsministeriums