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Rubrik: Kultur | 2. Oktober 2018, 09:56 Uhr
Die Karls-Universität Prag und die Universität Wien veranstalten eine gemeinsame dreitägige Konferenz zu Charles Sealsfield
Charles Sealsfield - Holzstich (1864) von August Neumann

Die Karls-Universität Prag und die Universität Wien veranstalten eine gemeinsame dreitägige Konferenz zu Charles Sealsfield, mit Diskussionen und Vorträgen führender internationaler Germanisten. Eingeladen ist auch die interessierte Öffentlichkeit.

Charles Sealsfield, eigentlich Carl Anton Postl, wurde am 3. März 1793 in Poppitz bei Znaim geboren. 1823 flüchtete Postl aus ungeklärten Gründen in die USA, wo er sich eine neue Identität aufbaute. Er lebte zunächst in Kittanning im US-Bundesstaat Pennsylvania und danach in New Orleans. Als er 1826/27 wieder in Europa war, veröffentlichte er seine ersten Texte und bot vergeblich dem österreichischen Kanzler Metternich seine Dienste an. Während eines weiteren USA-Aufenthalts war er u. a. in New York als Mitarbeiter bei der Zeitung Courrier des Etats-Unis tätig. 1830 kehrte er nach Europa zurück, ließ sich in der Schweiz nieder und erlangte mit mehreren zunächst anonym veröffentlichten Romanen auch internationale Erfolge.

Prof. Dr. Günter Schnitzler schreibt in seiner Vortragsankündigung: "Angesichts dessen wird deutlich, wie unmittelbar Sealsfield in seinen vielen Äußerungen über Goethe und dessen Werken in Bezug zum großen deutschen Autor stand. Die Hinweise auf Goethe beschränken sich nicht nur auf die bekannten Formulierungen über den „Faust“ und  „Wilhelm Meister“ in der Einleitung zum „Morton“-Roman, dem umfänglichsten, als „Zuschrift des Herausgebers“ gleichsam unter Pseudonym veröffentlichten poetologischen Text des Autors. Den ausgreifenden, einerseits unter einer selbstbezogenen Perspektive zuweilen moralisierend anmutenden Lesarten steht andererseits eine zuweilen ins Künftige weisende Deutung Goethes aus der Feder Sealsfields gegenüber, die in atemberaubender Hellsicht Sichtweisen des Goetheschen Schaffens erkennen lassen, die heute noch modern anmuten. Diesen Fragen wird im Vortrag nachgegangen."

Weitere renommierte VortragsrednerInnen sind: Wynfrid Kriegleder, Christoph Fackelmann, Alexander Ritter, Hartmut Cellbrot, Kevi Khalid Ali / Lucia Danieleit /  Oanh Nguyen / Carolin Schmitz/ Aileen Speeth / Andrea Ivonne Tarilayu Weber (Technische Universität Dortmund), Peter Meilaender, Erkan Osmanovic, Walter Grünzweig und Werner Garstenauer

Die Veranstaltung findet am kommenden Freitag und Samstag im Österreichischen Kulturforum Prag, 
Jungmannovo nám. 18.

Die Konferenz beginnt am Donnerstagabend, dem 04.10.2018 um 18 Uhr in der Karls-Universität, in der Straße: Ovocný trh 3, in Praha 1 mit einem Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Günter Schnitzler unter dem Titel: "Goethe und Sealsfield"

Das vollständige Programm kann hier eingesehen werden [Programm PDF, 465 KB]

PM/KK

 

Rubrik: Panorama, Gesellschaft | 2. Oktober 2018, 09:03 Uhr

Prag - Alljährlich im Herbst, wenn die natürlichen Sonnenstunden, der Jahreszeit entsprechend, zumindest in Tschechien täglich etwas weniger werden, treffen sich braungebrannte Männer und Frauen in knappen Höschen in der tschechischen Hauptstadt um ihre öligglänzenden Körper und Muskelpakete zur Schau zu stelllen:  EVLS-Showdown auf dem PVA-Messegelände in Prag-Letňany. Nach Angaben des Veranstalters handelt es sich dabei um die gößte "Fitness Expo" in Mitteleuropa. (nk) 

Rubrik: Kultur, Film | 27. September 2018, 08:38 Uhr

Einen Teil der Filmaufnahmen für das tschechische Märchen „Uhrmacherlehrling“ (Hodinářův učeň), das 2019 Premiere haben wird, drehte das Filmteam aus Prag am 18. September in der neu renovierten Kirche der Unbefleckten Empfängnis in Bärnsdorf bei Friedland in Böhmen. Für viele Bärnsdorfer war es eine groβe Überraschung, als die Filmgesellschaft bekannt gab, dass einige Szenen in Bärnsdorf gedreht werden sollten.

Später war das Filmteam in Reichenberg und Gablonz unterwegs, wo weitere Szenen gedreht wurden. Einer der bekannteste Schauspielerstar in diesem Märchen, Viktor Preiss, erzählte uns von seinen Eindrücken. In einem Interview sagte er, dass er den geizigen Vater der Filmheldin Laura spielt, einen Uhrmacher, der seine Tochter mit einem Mann verheiraten will, damit er an seine kostbare Uhr kommt, die den Tod anzeigt. Natürlich hat er uns die ganze Geschichte nicht erzählt, wir müssen auf den fertig gedrehten Film warten. Das Interview endete damit, dass wir uns keine Sorgen machen müssen, dass sich das Gute gegen das Böse durchsetzen wird, wie es im Märchen meistens der Fall ist. Viel mehr dürfte er nicht sagen. Verschwiegenheit wurde großgeschrieben. Die Pressemitteilung war nicht viel aufschlussreicher. Das Fotografieren war verboten.

Für die Innenaufnahmen in der Kirche hat die Filmgesellschaft der Gemeinde 20.000,- Kronen bezahlt. Dieses Geld soll für die Renovierung der Kirche genutzt werden. Mit Brille und Perücke nahm auch der Pfarrer der römisch-katholischen Pfarrei Neustadt an der Tafelfichte, R.D. Mgr. Šimon Hamza an den Dreharbeiten teil. Auch die Besucher waren neugierig auf das, was da im Dorf geschah. Jetzt müssen wir abwarten, bis der Film auf der Großleinwand erscheint.

Bildnachweis:
© Zuzana Panská/Evolution Films
Rubrik: Kultur, Bildende Kunst | 23. September 2018, 14:33 Uhr
Ausstellung bis zum 26.Mai 2019 im Museum Montanelli in Prag

Prag - Das Museum Montanelli auf der Prager Kleinseite in der Nerudagasse stellt unter dem Titel "East of Eden" das gemeinsame Werk der Künstler Richard Stipl und Josef Zlamal vor. Die Ausstellung wird durch Werke aus bedeutenden Sammlungen thematisch bereichert. 

"Wir wissen immer noch nicht, wo genau man den Garten Eden auf der Welt suchen sollte und ob dieser überhaupt je existiert hat. Ein Land, von Bergen umgeben und nur vom Osten aus zugänglich, dort, wo in der Nacht das Feuer eines hohen Vulkans zu sehen ist und wo die Menschen dem Kult des Heiligen Baums anhängen und der von geflügelten Wesen bewacht wird."

Zwei Künstler zeigen ihr gemeinsames Werk in der Ausstellung East of Eden im Museum Montanelli. Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen werden im Labyrinth des Museums so miteinander verbunden, dass beide Künstler sowohl für die eigene künstlerische Aussage als auch für das gemeinsame Werk Raum finden. Die einzelnen Figuren gehören zur natürlichen Welt und ihre Identität wird von Emotionen und Beziehungen von primitiven Trieben bis hin zu spirituellen Verknüpfungen definiert. Die Symbolik voller Licht und Kontraste kulminiert dann im Multimedia-Werk Finale und stellt eine gänzlich neue Form der künstlerischen Zusammenarbeit vor. Einen bemerkenswerten Platz innerhalb der Ausstellung wird ein Raritäten- und Gemäldekabinett mit einer außergewöhnlichen tschechischen und internationalen Sammlung einnehmen. (nk)

Rubrik: Kultur, Bildende Kunst | 23. September 2018, 13:40 Uhr
Richard Stipl & Josef Zlamal im Museum Montanelli in Prag

Prag - Unter dem Titel "East of Eden" stellt das Museum Montanelli die bislang repräsentativste und größte Ausstellung des Künstlerduos Richard Stipl und Josef Zlamal vor.

Neben ihrem gemeinsamen Werk finden auch weitere Autoren und Objekte aus bedeutenden Sammlungen ihren Platz. Die Ausstellung wird sich im Zeitverlauf ändern, einige Objekte werden durch andere ersetzt. Diese Ausstellungsdynamik verweist ambitioniert auf die Unerbittlichkeit der Zeit, der sich das menschliche Leben unterordnet, und auf den Einfluss dieser Dynamik auf unser Leben. 

Die Ausstellung "East of Eden soll" so zu einer Art Experiment und einem Zukunftsprojekt werden, sowohl für die Künstler als auch für die Institution unseres Museums. Die Beziehungen zwischen Zeichnungen, Gemälden, Statuen und Sammelstücken sollen den Besucher emotional ansprechen und Eindrücke wie den Beginn des Lebens, Wiedergeburt, Verletzung und Gesundung, Liebe, Erotik, Spiritualität und alternative historische Narrativen erwecken. 

Hoffnung und Glauben sind im Werk der beiden Künstler allgegenwärtig und bilden eine Art unsichtbaren roten Faden. Welche Rolle haben wir im Universum inne? Erfüllt sie Himmel und Erde? Im imaginären Raum suchen wir gemeinsam die tiefere Bedeutung existenzieller Erfahrungen, oft auch derer, die uns gleichzeitig grausen und faszinieren. 

Der Dialog der beiden Künstler verweist auf die duale Atmosphäre, die zum inneren pantheistischen Diskurs anregt, dem Giordano Bruno, Goethe, Hegel, Jung oder Einstein sowie viele andere Philosophen und Bewegungen anhängen. Die einzelnen Figuren gehören zur natürlichen Welt, und ihre Identität wird von Emotionen und Beziehungen von primitiven Trieben bis hin zu spirituellen Verknüpfungen definiert. Die Symbolik voller Licht und Kontraste kulminiert im Multimedia-Werk FINALE und stellt eine bemerkenswerte Form dieser neuen künstlerischen Zusammenarbeit vor.

"Wir wissen immer noch nicht, wo genau man den Garten Eden auf der Welt suchen sollte und ob dieses Stückchen Erde überhaupt je existiert hat. Ein Land, von Bergen umgeben und nur vom Osten aus zugänglich, dort, wo in der Nacht das Feuer eines hohen Vulkans zu sehen ist und wo die Menschen dem Kult des Heiligen Baums anhängen, der von geflügelten Wesen bewacht wird." 

Dadja Altenburg-Kohl, Kuratorin der Ausstellung

 

Museum Montanelli, MuMo
28. 9. 2018 – 26. 5. 2019

Kontakt:
+420 724 211 584
+420 257 531 220
info@museummontanelli.com
www.museummontanelli.com

Bildnachweis:
Richard Stipl & Josef Zlamal - Genesis