Ausstellung "Logik": Eberhard Havekost in der Galerie Rudolfinum

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Rubrik: Kultur, Musik | 24. Juni 2017, 17:30 Uhr

Prag - Headliner des ersten Abends des zweitägigen Prague Metronome Festivals war am gestrigen Freitagabend der britische Musiker Sting mit seiner Band. 

Nach Angaben des Veranstalters waren etwa 14.000 Besucher zum Open-Air-Auftritt des einstigen Police-Frontmanns auf das Messegelände in Holešovice gekommen. 

Wie tschechische Medien berichten, bestand das Programm des Musikers mit seiner Begleitband vor allem aus älteren Songs aus den 80er und 90er Jahren.  

"Sting spielte einen Hit nach dem anderen, zivil und ehrlich", betitelt der Online-Dienst Novinky.cz seine Rezension des Konzerts, wobei dem Musiker damit aus Sicht des Kritikers höchster Respekt gezollt werden soll. Denn, so das Resümee von Stanislav Dvořák für Novinky.cz: Sting "hinterließ den besten Eindruck und am Ende des Konzertes versprach er, dass wir ihn bald wiedersehen". Macht 90 Prozentpunkte von Novinky.cz für den Regenwaldschützer von der britischen Insel.

Auch der Kritiker der in Prag erscheinenden Tageszeitung Mladá fronta Dnes, Václáv Hnátek, dessen Konzertkritiken in Regel nicht gerade überschwängliche Begeisterung erkennen lassen, kommt diesmal zu einem eindeutigen Befund: "Der Abend gehörte Sting, das Festival bezauberte er mit einem perfekten Konzert." (nk)

Themen: Konzertkritik, Sting, Metronome Festival
prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Kultur, Bildende Kunst | 16. Juni 2017, 09:24 Uhr
Autor der Totenmaske Jan Palachs verstarb im Alter von 91 Jahren in Prag

Prag - Am Donnerstag verstarb im Alter von 91 Jahren in Prag der tschechische Bildhauer Olbram Zoubek.  

Wie tschechische Medien berichten, informierte über den Tod des Künstlers der Direktor des Nationalen Filmarchivs und Zoubeks Schwiegersohn Michal Bregant.

Zoubek galt als einer der bedeutendsten lebenden Bildhauer des Landes und hinterlässt ein beachtliches Lebenswerk an Statuen und Skulpturen. Unter anderem schuf er das Denkmal für die Opfer des Kommunismus am Fuße des Laurenzibergs am Prager Újezd.

In das Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit gelangte er, weil 1969 die Totenmaske von Jan Palach erstellte, der sich auf dem Wenzelsplatz in Prag aus Protest gegen die nach der Niederschlagung des Prager Frühlings in der Gesellschaft breitmachende Resignation verbrannt hatte.

Dem kommunistischen Regime der Tschechoslowakei galt Zoubek fortan als unbequeme Persönlichkeit, und in der Zeit der "Normalisierung" konnte der Künstler sich nur als Restaurator verdingen.  

Verschiedene Vertreter der tschechischen Regierung würdigten gestern in Stellungnahmen das Lebenswerk, den Künstler und Menschen Olbram Zoubek. Der tschechische Kulturminister Daniel Herman (KDU-ČSL) bezeichnete den Verstorbenen als "Ritter der tschechischen Kultur".

Bereits vor vier Jahren widmete die Prager Burg dem Künstler eine umfangreiche Retrospektive, in der fast 300 Werke zu sehen waren (Video). (nk)

Themen: Olbram Zoubek, Todesfälle
Rubrik: Reise | 15. Juni 2017, 15:39 Uhr
Entspanntes Abkühlen, Baden für lau oder FKK am Stadtrand von Prag

Prag – Etwa zwanzig Minuten vom Stadtzentrum entfernt, liegt die weitflächige Grünanlage Hostivařský lesopark des Prager Stadtteils Hostivař. Inmitten eines Waldparks gelegen, befindet sich die größte Wasserfläche Prags: der Stausee Hostivař oder Hostivařská přehrada.

Der Stausee ist vom Stadtzentrum gut mit dem Auto zu erreichen. Aber auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kann man noch einigermaßen bequem zum Baden kommen. Einen etwas längeren Fußmarsch von der Tramstation Nádraží Hostivař oder Hostivařská entfernt, liegt der See, der von einem großen Waldstück umgeben ist.

Am linken Ufer findet man den Hauptstrand mit Pool, der für die gesamte Öffentlichkeit zugänglich ist. Hier stehen zahlreiche Freizeitangebote und Sportplätze zur Verfügung. Neben einem Beachvolleyball-Spielfeld, einem Spielplatz und einer Wasserrutsche, gibt es die Möglichkeit, verschiedene Boote und Kajaks zu mieten. Sportbegeisterte können sich auch am Wakeboarden versuchen.

Wakeboarden, Beachball, Freikörperkultur 

Außerdem findet man dort öffentliche Toiletten und verschiedene Verpflegungsmöglichkeiten. An dem abgesenkten Sandstrand gelingt der Einstieg ins kühle Nass besonders einfach und ist somit auch für Kinder geeignet. Und natürlich gibt es genug Grünfläche zum Sonnen.

In einem ruhigeren Teil, am Ende des Reservoirs, befindet sich einer der ältesten FKK-Strände Prags. Anhänger der Freikörperkultur können an dem durch ein Waldstück vom Hauptstrand abgetrennten Bereich in Ruhe baden gehen. Auch hier stehen Grünflächen, Duschen und Sportanlagen zur Verfügung.

Von neun bis zwanzig Uhr kann am Stausee Hostivař täglich für unter 100 Kronen gebadet werden. Erwachsene zahlen für einen ganzen Tag derzeit 90 Kronen, Kinder und Senioren zahlen 60 Kronen und für Kleinkinder unter 100 Zentimer Körpergröße ist der Eintritt frei.

Tipp: Wer einfach nur entspannt Baden gehen udn kein geld ausgeben möchte, sollte sich lieber einen Abschnitt am anderen Teil des Sees suchen. Zwischen Bäumen kann man hier kostenlos sonnen und in Ruhe im Wasser baden ohne von anderen Gästen gestört zu werden. (larf)

Bildnachweis:
Larissa Fink
Themen: Baden, Badeseen, FKK, Freibäder, Stauseen, Reisetipps
Rubrik: Politik | 14. Juni 2017, 22:33 Uhr

Prag - Seit Tagen hatten Medien über einen Führungswechsel bei der ČSSD spekuliert, die sozialdemokratische Führungsriege gab sich jedoch vielsagend wortkarg.

Am Mittwoch am frühen Abend, nach einer Sitzung des Spitzengremiums der Partei, trat die ČSSD-Spitze vor die Presse, Noch-Parteichef Sobotka machte es offiziell: Am morgigen Donnerstag legt er sein Amt als Parteivorsitzender nieder. 

Sein Nachfolger an der Spitze der ČSSD wird Innenminister Milan Chovanec, Spitzenkandidat und Zugpferd für die Parlamentswahlen im Oktober soll Außenminister Zaorálek werden. 

Als Grund für den Schritt nannte Sobotka die "Unruhe in der Partei" - vor dem Hintergrund immer deprimierender Umfragewerte, welche die ČSSD inzwischen bei nur noch etwas über zehn Prozent sehen.

Mit seinem Schritt stelle er seine eigenen Interessen hinter die der Partei zurück und wolle er dazu beitragen, dass die Sozialdemokraten ihren inneren Zwist überwinden und sich geschlossen im bevorstehenden Wahlkampf auf den politischen Gegner konzentrieren könnten, so Sobotka. 

Die Pressekonferenz im Originalton, veröffentlicht auf dem YouTube-Kanal der ČSSD. (nk) 

Themen: Bohuslav Sobotka, ČSSD, Lubomír Zaorálek, Milan Chovanec
14. Juni 2017, 19:51 Uhr
Das neue Semester startet im September 2017 - Anmeldungen bis 30. Juni möglich

Seit 2012 bietet BILINGUALIS deutsche Sprachkurse für Kinder aus bilingualen Familien an. Der Verein ist aus einer Elterninitiative hervorgegangen.

Spielerisch deutsch sprechen und lernen ist das Motto von BILINGUALIS – vom gemeinsamen Singen, über szenische Spiele und Tänze, Erzählkreise bis hin zur Förderung von Lese- und Schreibkompetenzen. "Die Kinder teilen während der gemeinsamen Stunden miteinander das Abenteuer ihrer Zweisprachigkeit und erleben ihre zweite Muttersprache als Bereicherung und Motivation", betont Lehrerin Ramona Schulz.

"Unsere Kinder wachsen ganz natürlich zweisprachig auf, aber das Deutsche kommt hier im tschechischen Umfeld einfach zu kurz. Außerdem gibt es für diese Kinder, die großteils tschechische Grundschulen besuchen, kein entsprechendes Sprachkursangebot. Diese Lücke wollen wir füllen", erklärt Geschäftsführerin Věra Zemanová.

Die Kurse im Umfang von einer Wochenstunden (60 Min.) finden während des Schuljahres jeweils am Donnerstagnachmittag in den Räumen der ZŠ Korunovační (Korunovační 8, Praha 7 - Letná) statt. Die Kinder werden in kleinen Gruppen von 8 bis 12 Kindern von muttersprachlich deutschen LehrerInnen unterrichtet. Das wöchentliche Angebot ergänzen gemeinsame Veranstaltungen wir Sommerfest, St. Martins-Umzug oder Weihnachtsfeier. Im Angebot des Vereins sind seit zwei Jahren auch zusätzliche Grammatik-Aufbaukurse für jüngere Grundschulkinder, die jeweils am Montag, bzw. Dienstag stattfinden. BILINGUALIS ist nicht gewinnorientiert. Die Teilnehmer zahlen nur die tatsächlichen Kurskosten, derzeit ca. 160,- Kč je Kurseinheit.

BILINGUALIS ist offen für weitere Interessenten – deutschsprachige bilinguale Kinder im Alter von 3 bis 13 Jahren.

Das Wintersemester beginnt am 14. September.
Anmeldungen sind bis Ende Juni möglich.

Weitere Informationen unter: www.bilingualis.cz
Kontakt: info@bilingualis.cz

Anmeldungen – Věra Zemanová GSM: 606330529
Pressekontakt – Thomas Kirschner GSM: 602114500

Rubrik: Reise | 11. Juni 2017, 13:57 Uhr
Frei- und Hallenbad für Sportschwimmer und Spaßplanscher

Prag – Das ganze Jahr geöffnet und im Sommer überfüllt - so lässt sich das Prager Schwimmstadion Podolí ganz gut beschreiben. Maßgebender Faktor dafür ist die Wassertemperatur (alle Becken sind auf sehr angenehme 26,9 °C temperiert), aber auch die noch relativ zentrale Lage an der Moldau im Stadtteil Podolí (Tramstation Kublov).

Beliebt ist es bei Schwimmern, denn es verfügt gleich über zwei 50-Meter-Schwimmbecken. Eines der langen Schwimmbecken befindet sich überdacht im Innern, eines draußen im Freien. Regelmäßig finden hier alle möglichen Wassersportveranstaltungen und Schwimmwettkämpfe statt.

Doch auch Familien mit Kindern und Freizeitgestalter, die einfach nur beim Sonnen ein bisschen Abkühlung und Spaß suchen, kommen nicht zu kurz. Es gibt ein etwas kürzeres Schwimmbecken mit Sprungtürmen, indem man wunderbar planschen kann, außerdem zwei Kinderbecken und einen großen Whirlpool zum Entspannen.

Eine große Wasserrutsche geizt nicht mit schnellen Kurven und auf der Liegewiese oder den Rängen des Stadions, umgeben von den steilen Felswänden, lässt es sich einwandfrei Sonnenbaden.

Damit man nicht verhungert oder verdurstet, gibt es mehrere Essen- und Getränkebuden, auf dem Dach sogar eine Cocktailbar.

Gewarnt sei allerdings vor Hochsommertagen. An diesen sieht man mehr halbnackte Körper als Wasser im Schwimmbecken oder Gras auf der Liegewiese.

Das Bad hat täglich geöffnet von 6.00 bis 21.45 Uhr. In der Sommersaison erfolgt der Zutritt dabei nicht über den Haupteingang, sondern über das Gebäude mit den Sommerumkleidekabinen (es sei denn, man verfügt über eine Dauerkarte).

Der Eintritt (Tagesticket) kostet 160 Kronen, Studenten zahlen 100 und Kinder 90, Familien (2 Erwachsene und 2 Kinder) 350 Kronen, ab 15 Uhr gibt es einen leichten Preisnachlass. (siml/nk)

Bildnachweis:
Facebook | Plavecký stadion Podolí
Themen: Baden, Freibäder
Rubrik: Bildende Kunst | 8. Juni 2017, 18:47 Uhr
Ausstellung in der Prager Nationalgalerie

In der Nationalgalerie Prag gibt es aktuell eine Ausstellung des deutschen Künstlers Gerhard Richter zu begutachten. Und auch ich habe es endlich in das Palais Kinsky am Altstädter Ring geschafft. Für knapp zehn Euro darf man sich die Kunstwerke anschauen. Die Ausstellung zieht sich über mehrere Räume, die gut gefüllt sind mit Touristen und Kunstinteressierten. Und das nicht ohne Grund: schließlich ist Richter der teuerste lebende Künstler unserer Zeit.

Die Ausstellung gibt einen Überblick über Richters Arbeit und zeigt die verschiedensten Werke aus den letzen sechzig Jahren. Zu Beginn der Ausstellung sind seine Gemälde zu geschichtlichen Themen zu sehen. Unter anderem graue, verschwommene Kampfflugzeuge in der Luft. Jeder Raum scheint einer anderen Thematik gewidmet zu sein und doch passen alle Werke zusammen. Mich faszinieren besonders seine Landschaftsgemälde, die wie verschwommene Fotografien aussehen. 

In der Nationalgalerie sind außerdem sehr persönliche Arbeiten Richters sehen: unter anderem ein Portrait seiner Tochter. Auch aus seiner bekannten Reihe "Grau" sind einige Werke zu begutachten. Richter beschreibt grau als die neutralste Farbe, ideal zum Meditieren. Gleichzeitig bildet sie für ihn auch das Elend der Welt sehr gut ab. Richter schichtet oftmals viele Farben übereinander und erreicht so eine gewisse Textur. Im Kontrast dazu folgen sehr bunte Werke: von farbigen Quadraten bis hin zu Blockstreifen: Alle Gemälde tricksen die Augen aus, wenn man sie länger betrachtet. 

Dann ist die Ausstellung auch schon zu Ende. Ich hätte mir noch weitere Werke gewünscht. Immerhin finden wir noch einen weiteren Raum, in dem man mehr zu Richters Biografie erfahren kann. Außerdem wird der Film "In der Werkstatt" gezeigt. Man sieht Richter in jüngeren Jahren in seinem Atelier. Wir dürfen ihn dabei beobachten wie er eines seiner Werke erschafft: ein von ihm geschossenes Foto projiziert er zunächst auf eine Leinwand und zieht die Konturen nach. Dann geht es ans Farbenmischen und die Farben werden nacheinander sorgfältig aufgetragen. Besonders an Richters Technik ist, dass er die Farben jeweils in horizontale und vertikale Richtung aufträgt. 

Mir hat die Ausstellung insgesamt sehr gut gefallen. Man bekommt einen guten Eindruck von Richters Arbeit: seiner Arbeitsweise aber auch seinem Leben und was ihn bewegt. Die Ausstellung vereint die unterschiedlichsten Arten seiner Kunstwerke und bringt sie doch stimmig zusammen. Für Kunstinteressierte und Richter-Fans eine Empfehlung.

Bildnachweis:
Larissa Fink
Themen: Nationalgalerie Prag, Gerhard Richter
Rubrik: Theater, Oper, Tanz | 5. Juni 2017, 12:53 Uhr
Wie ich unerwartet in einem Kinderstück landete

Es geht los: ich schaue mir das erste Stück des diesjährigen Prager Fringefestivals an. Ich hatte mich für das Stück „What if...“ des schwedischen Theater-Ensembles Teater Sláva entschieden. Eine Reise in die Fantasie hieß es in der Beschreibung. Die Tür zum Saal geht auf, ein großer Mann und eine blonde Frau in einer Art Raumfahrtanzug kommen hinaus und erklären uns, dem roten Pfad zu folgen. Einer nach dem anderen klettern wir in ein großes Zelt hinein und nehmen auf kleinen Bänken Platz. Das hatte ich nicht erwartet. Ich hatte an ein ganz gewöhnliches Stück gedacht mit einer Bühne und Stühlen davor. Unter den wenigen Zuschauern sind hauptsächlich Kinder mit ihren Eltern, was mich ebenfalls überrascht

Die zwei Schauspieler beginnen zu singen und wirbeln durch das kleine Zelt. Gesprochen wird nur wenig- manchmal Englisch, manchmal Schwedisch und oftmals eine erfundene Sprache. Schnell wird mir klar, dass ich aus Versehen in einem Kinderstück gelandet bin. Ich fühl mich Fehl am Platz und würde das Zelt am liebsten sofort wieder verlassen. Aber ich entscheide mich, mich einfach mal darauf einzulassen. Kann ja auch ganz nett werden.

Mit viel Körpereinsatz und ausgewählten Kulissen begeben sich die beiden auf die Reise in eine Fantasiewelt und nehmen uns Zuschauer dabei mit. Immer wieder beziehen sie uns mit ein, lassen uns sprechen, klatschen oder die Kinder etwas ausprobieren. Das ganze Stück über bleiben die Darsteller absolut in ihrer Rolle und bringen vollen Körpereinsatz. Und obwohl so wenige Worte zum Einsatz kommen, wird im Publikum oft gelacht. Auch ich muss öfters schmunzeln. Mithilfe der Mimik, Gesang und Körpersprache können sie den einfachen Humor vermitteln.

Auf der Suche nach irgendeiner magischen Substanz tauchen verschiedene Fabelwesen und fantasievolle Requisiten auf. Und auch die Schauspieler schlüpfen zeitweise in andere Charaktere. Nach ungefähr vierzig Minuten reisen wir wieder zusammen auf die Erde zurück. Irgendwie war die Zeit doch schnell vergangen. Ich schaue ins Publikum: Die Kinder freuen sich und ebenso den erwachsenen Leuten scheint das Stück gefallen zu haben. Und auch ich bin irgendwie angetan von dieser einfachen, erheiternden Geschichte. Ich hatte lediglich etwas vollkommen anderes erwartet und hatte zu Beginn leichte Schwierigkeiten mich auf das Stück einzulassen. Mir gefiel letztendlich die Leichtigkeit der Geschichte und auch die leicht überzogenen Charaktere empfand ich als sehr unterhaltsam. Die Schauspieler haben wirklich alles gegeben und obwohl während des Stücks nicht sehr viel passiert ist, haben sie durch ihre Leistung viel Aktion in die Geschichte gebracht. Für Kinder ist das Stück wirklich sehr gut geeignet, aber auch für Erwachsene, die einfach mal in eine angenehme Fantasiewelt abtauchen oder sich an ihre Kindheit zurückerinnern möchten, kann es unterhaltsam sein. 

Themen: Prague Fringe Festival, Comedy, Kinder
prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Politik | 1. Juni 2017, 16:49 Uhr
Tschechiens wahrscheinlicher künftiger Premier positioniert sich klar gegen Euro-Einführung

Prag - Andrej Babiš und hat sich in einem Interview gegenüber der Nachrichtenagentur ČTK klar gegen die Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung ausgesprochen. 

Als Grund für seine ablehnenden Haltung gegenüber dem Euro nannte der vor wenigen Tagen von seinem Amt als Finanzminister entlassene Chef der populistischen ANO-Bewegung, dass Tschechien sonst für fremde Schulden bürgen und mit der eigenen Landeswährung zugleich ein geeingetes Instrument zur Steuerung der Konjunktur verlieren würde. 

"Die Eurozone war ein ökonomisches Projekt, das zu einem politischen geworden ist. Und ich will nicht für griechische Schulden, für italienische Banken bürgen, ich will nicht Teil dieses Systems werden, weil uns das Nichts Gutes bringt", so Babiš wörtlich. Und: "Wenn wir dort beiträten, dann müssen wir zwei Milliarden Euro zahlen, dafür bürgen." 

Der Multimilliardär hat dabei gute Aussichten, nach den Parlamentswahlen im Oktober neuer tschechischer Regierungschef zu werden. Seine Bewegung liegt in Meinungsumfragen mit über 30 Prozent Wähleranteil seit Langem weit vor den anderen Parteien. Die Sozialdemokraten von Regierungschef Bohuslav Sobotka dümpeln dagegen je nach Agentur bei etwa 15 Prozent, Tendenz eher fallend. 

Babiš, dem seine Kritiker und politischen Kontrahenten nachsagen, mit Staatspräsident Miloš Zeman ein "Machtkartell" zu formen, liegt in Sachen Euro jedenfalls auch rhetorisch auf der Linie des Staatsoberhauptes.  

Zeman, der sich im Januar 2018 vom Volk für eine zweite Amtszeit wählen lassen will, hatte vor zwei Jahren für heftige diplomatische Reaktionen gesorgt, als er Griechenland den schnellstmöglichsten Austritt aus dem Euro empfohlen hatte.  

Solange Griechenland Mitglied der Eurozone sei und solange die Steuerzahler, einschließlich der tschechischen, griechische Schulden zahlen, sei er für eine Verschiebung des Einstiegs in den Euro, sagte Zeman damals. "Und zwar bis zu dem Zeitpunkt, an dem Griechenland aus der Eurozone austritt. Ich würde mir wünschen, dass das so bald wie möglich passiert."

Mit dem EU-Beitritt 2004 hatte sich Tschechien zwar grundsätzlich zur Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung verpflichtet, ohne sich jedoch auf einen konkreten Termin festlegen zu müssen.

In Meinungsumfragen lehnt eine stabile Zwei-Drittel-Mehrheit der Tschechen die Euro-Einführung in ihrem Land ab. (nk)

Themen: Euro-Einführung, Andrej Babiš
Rubrik: Reise | 31. Mai 2017, 22:35 Uhr
Großes Naherholungsgebiet mit Wander-, Bade- und Klettermöglichkeiten

Prag - Zahlreiche Möglichkeiten gibt es in Prag, dem Trubel der Innenstadt zu entkommen, beispielsweise kann man sich in einen der vielen Parks oder an das Moldauufer flüchten.

Ein Naturreservat nur 20 Minuten vom Stadtzentrum entfernt, ist allerdings etwas Einzigartiges. Benannt nach Šárka, der schönsten aller Kriegerinnen im sagenhaften Mägdekrieg zwischen Frauen und Männern um die böhmische Vorherrschaft, erstreckt sich das Naturreservat im Nordwesten der hunderttürmigen Stadt.

Das Prager Naherholungsgebiet verspricht Erholung und Natur pur und bietet Wander- und Fahrradwege, Bade- und Klettermöglichkeiten. Wer einen der Hügel erklimmt, wird mit einer tollen Aussicht belohnt. Schon beim Betreten des wilden Naturreservats merkt man, dass hier der Lärm der Autos und das Bimmeln der Straßenbahnen gänzlich verschwunden sind. Man erreicht es am besten mit einer, eben jener Straßenbahnen, fährt mit der Linie 20 oder 26 bis zur Endstation, Divoká Šárka.

An heißen Tagen empfiehlt sich in den Sommermonaten ein Besuch des Naturfreibads, das mit einem etwa 15-minütigen Spaziergang zu erreichen ist. Man folgt einfach dem roten Wanderweg und schon bevor man das Freibad erreicht, hat man die Hektik der Stadt gänzlich hinter sich gelassen. Der Weg führt durch ein schmales, felsiges Tal und folgt dem kleinen Bach, der dann schließlich auch das Freibad erreicht und dieses mit Wasser versorgt.

Dort angekommen kann man sich mit einem kühlen Bier oder Eis am Kiosk erfrischen und, wer mutig ist, sich in das Schwimmbecken wagen. Denn das hat es in sich: lediglich die Sonne beheizt das Wasser und außerhalb des Hochsommers ist ein Sprung ins kühle Nass nur etwas für Hartgesottene. Abkühlung ist dort also auf jeden Fall garantiert, egal welche Möglichkeit einem auch eher zusagt.  

Und es kann weiter gehen mit der Wanderung durchs Šárka-Tal: Vorbei an felsigen und bewaldeten Hügeln, später an einem Campingplatz und dem Restaurant Šárka, führt der Weg schließlich zum großen Badesee Džbán (auf Deutsch: Krug). Wer sich nicht an halb verfallenen Zweckbauten aus der kommunistischen Zeit stört, kann sich auch hier wunderbar erholen. Großzügige und schattige Liegewiesen laden zum Sonnenbad ein, auch einen FKK-Bereich gibt es.

Wer schließlich genug Natur erlebt hat und einen ordentlichen Appetit vom Wandern verspürt, der kann sich wieder Richtung Stadt begeben und auf etwa halber Strecke zur Metrostation Nádraží Veleslavín im empfehlenswerten Restaurant Kaštan einkehren. Hier gibt es einen schönen, kleinen Biergarten, beschattet von einem Kastanienbaum, und tolle, abwechslungsreiche und nichttouristische tschechische Küche. Schließlich, etwa 500 Meter weiter, kann man sich an der U-Bahnstation wieder in das Gewimmel der tschechischen Hauptstadt werfen. Erholt genug ist man dafür nun allemal. (siml)

Bildnachweis:
Simon Locher
Themen: Freibäder, Baden, Badeseen, FKK, Divoká Šárka, Reisetipps
Rubrik: Motorsport | 31. Mai 2017, 11:10 Uhr
Weltmeisterschaft und 21. Großer Preis der Tschechischen Republik

Prag - Speedway ist ein Motorradrennsport, der auf abgesperrten flachen Ovalbahnen entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren wird. Am 10. Juni 2017 werden internationale Speedway-Größen im Markéta-Stadion im Nordwesten von Prag zur Weltmeisterschaft und zum FIM Speedway Grand Prix der Tschechischen Republik antreten.

Ziel des Rennens ist es, die 352 Meter lange Strecke, deren Boden aus Kalksandstein besteht, möglichst schnell viermal zu umrunden und seine drei Konkurrenten dabei zeitlich zu unterbieten. Je nach Platzierung gibt es null bis drei Punkte. Sieger ist, wer am Ende die meisten Punkte hat.

Doch so einfach, wie sich das anhört, ist es nicht. Denn die mindestens 80 Kilogramm schweren 500 cm³ Einzylinder-Viertakter haben keine Bremsen und nur einen Gang. Nach dem Start wird innerhalb von etwas mehr als fünf Sekunden auf 100 km/h beschleunigt. So wird von den Fahrern viel Geschick verlangt, wenn sie in weniger als einer Minute ein Rennen bestreiten. (mok/nk)

Themen: FIM Speedway Grand Prix, Motorsport
Rubrik: Kultur, Musik | 31. Mai 2017, 10:49 Uhr
Die Berliner Rockband spielt am 5. November im Roxy

Prag - Die Beatsteaks kommen in die Goldene Stadt. Die Berliner Jungs, die musikalisch zwischen Alternativ- und Punkrock zu verorten sind, werden am 5. November im Prager Kultklub Roxy zu sehen sein.

Dort werden sie neben ihren bekannten Songs wie "I Don‘t Care as Long as You Sing" oder "Hello Joe" auch ihr neues Album präsentieren, das am ersten September in die Läden kommt. Es ist bereits das achte und trägt den Titel "Yours". 

Die Beatsteaks sind vor allem auch für ihre Liveauftritte bekannt, bei denen sie quasi Hallen und Festivalbühnen "auseinandernehmen". (nino)

Themen: Konzerte, Roxy NoD
Rubrik: Gastronomie | 31. Mai 2017, 09:42 Uhr
Auf tschechischen Getränkekarten ist beim Bier eine Gradzahl zu finden - sie gibt die Stammwürze des Bieres an

Prag - In einem der großen Prager Biergärten in der Schlange stehend, fragt sich ein jüngerer Mann auf Englisch vor sich hinmurmelnd, wie es denn sein kann, dass die Tschechen so viel Alkohol in ihren Bieren haben. Er meint die Gradzahl: "Elf Grad? Das ist ja wie Wein", lacht er mir entgegen. 

Diese Gradzahl, angegeben mittels eines kleinen Kringels, steht auf den meisten Getränkekarten hinter dem Bier in Tschechien. Mit dem Alkoholgehalt hat sie allerdings nichts zu tun, zumindest nicht direkt. Die Gradzahl gibt die Stammwürze des Bieres an. Genauer gesagt den Gehalt von Malzzucker, Eiweiß und Mineralien. Je weniger, desto leichter schmeckt das Bier. Und auch der Alkoholgehalt sinkt, desto geringer die Stammwürze.

In Tschechien ist es Standard, die Stammwürze anzugeben, und damit steht das Land in Europa allein da. Vermutlich, weil traditionell viele verschiedene Biere hergestellt werden, die so besser zu unterscheiden sind. Populär ist das Pils mit einer Stammwürze von elf Grad und einem Alkoholgehalt von vier Prozent. Ein Pils mit 13 Grad hat einen Alkoholgehalt von fünf Prozent. Abstufungen sind meist zwischen zehn und 16 Grad zu finden. An die Grenzen der Möglichkeiten stoßt das "Stout" mit 20 Grad, das somit einen leichten Likörcharakter hat.

In der Kneipe bestellen die Tschechen ihr Bier übrigens auch oft einfach, indem sie die Stammwürze nennen: "desítku" (10°) oder "dvanáctku" (12°). (nino)

Themen: Bier, Gastrotipps
prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Gastronomie | 31. Mai 2017, 09:24 Uhr
In Tschechien tritt zum Weltnichtrauchertag ein striktes Rauchverbot in Gaststätten in Kraft

Prag - Lange galt Tschechien als "das letzte Raucherparadies" in Europa. Dem internationalen Trend zum Trotz, durfte - wenn der Wirt es so wollte - in der tschechischen Kneipe weiter gequalmt werden. Und das wurde es auch.  

Doch ab heute ist Schluss damit: Die Biertrinkernation muss ihr frisch gezapftes "pivo" künftig ohne blauen Dunst - oder aber unter freiem Himmel trinken.

Denn am 31. Mai, dem Weltnichtrauchertag tritt in Tschechien ein umfassendes Rauchverbot in Restaurants und Gaststätten Kraft. 

Ab Mitternacht ist nicht nur das Rauchen in Restaurants und Gaststätten, sondern auch in Warteräumen öffentlicher Verkehrsmittel, auf Bahnsteigen, in Schulen, auf Kinderspielplätzen, in den Innenräumen von Sportanlagen oder in Zoologischen Gärten generell verboten.

Von dem Rauchverbot in Restaurants ausgenommen sind allerdings elektronische Zigaretten (und in Teestuben Wasserpfeifen), die von den Wirten genehmigt werden können.

Kinos, Theater, Konzertsäle und Ausstellungsräume dürfen künftig keine Raucherräume mehr einrichten. Das Rauchen verboten ist dann auch auf dem Gelände von Krankenhäusern, ausgenommen davon sind lediglich geschlossene psychiatrische Abteilungen.  

Besonders umstritten war der Versuch von etlichen Abgeordneten, baulich abgetrennte Raucherzimmer ohne Bedienung zu erlauben. Solche Raucherzimmer wird es jedoch nicht geben. 

Angst vor Zechprellern, Geldstrafen für Raucher

Ob den Kneipen tatsächlich ihre Stammkundschaft wegbricht, wie Vertreter der Gaststättenverbände befürchten, wird sich noch zeigen. In Meinungsumfragen spricht sich eine Mehrheit der Tschechen seit Längerem für ein Rauchverbot in Gaststätten aus, Tendenz steigend. 

Jetzt, wo es ernst wird, und für tschechische Verhältnisse so etwas wie eine Revolution (von oben) am Schanktisch bevorsteht, plagt Medienberichten nach viele Kneipenbesitzer vor allem die akute Sorge, dass im Schatten der Rauchern auch Zechpreller den Weg vor die Tür der Lokale finden. 

Anwohner von Kneipen und Gaststätten wiederum schwant, dass die Lärmbelästigung durch auf der Straße oder in Hinterhöfen stehende Raucher noch zunehmen könnte.

Auf einer Pressekonferenz kündigte der tschechische Gesundheitsminister Miloslav Ludvík heute an, dass den Gastronomen ein Frist von 90 Tagen gegeben werde, um ihren Betrieb an die neuen gesetzlichen Vorgaben anzupassen. In dieser Zeit sollen noch keine Bußgelder erhoben werden.

Uneinsichtige und renitente Raucher, die beim Bier in der Kneipe nicht von ihrem Glimmstängel lassen können, müssen dagegen ab Mitternacht mit einem Bußgeld von bis zu 5000 Kronen rechnen.

Das von beiden Kammern des tschechischen Parlaments beschlossene Gesetz zum Nichtraucherschutz war im Februar vom tschechischen Staatspräsidenten Miloš Zeman - selbst Kettenraucher - unterzeichnet worden und hatte damit die letzte Hürde im Gesetzgebungsverfahren genommen.

Wie die Tageszeitung Lidové noviny berichtet, soll das Staatsoberhaupt bei seinem jüngsten Staatsbesuch in China jedoch auf die dort geltenden Rauchverbote schlicht gehustet haben. (nk)

Themen: Rauchverbote, Nichtraucherschutz, Gastronomie
Rubrik: Kultur, Musik | 29. Mai 2017, 13:38 Uhr

Prag - Nach sieben Jahren gastiert die deutsche Band Rammstein dieser Tage wieder in der tschechischen Hauptstadt. 

Am Sonntagabend fand der erste von zwei Auftritten in der Prager Eden Aréna statt. Nach dem islamistischen Selbstmordattenat von Manchester unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen und bei hochsommerlichem Wetter, kamen Medienberichten nach zwischen 25 und 30 Tausend Zuschauer in die ausverkaufte Fußballarena in Prag-Vršovice. 

Dem Konzertereignis widmen die großen tschechischen Tageszeitungen in ihrer Kulturrubrik allesamt ausführliche Konzertkritiken. Einig sind sich die Rezensenten dabei, dass Rammstein auf der Bühne weiterhin eine unterhaltsame Show bietet und die Fans der Band ganz sicher von dem gestrigen Konzert nicht enttäuscht wurden. Immerhin spielten die Musiker rund eineinhalb Stunden, siebzehn Stücke insgesamt und reihten dabei einen Hit an den anderen (ein neues Album lässt weiter auf sich warten), garniert mit jeder Menge Pyroeffekten.  

Viele der deutschen Songtexte wurden dabei auch vom tschechischen Publikum mitgesungen.  

Der Kritiker der größten tschechischen Tageszeitung Mladá fronta Dnes, Václav Hnátek, gibt zu, dass man Rammstein musikalisch nichts vorwerfen könne, bekrittelt jedoch mangelnde Originalität der Show, die in der Regel mit Worten wie "kontrovers, provokant oder überraschend" beschrieben würde. Hnátek: "Nur in dieser Richtung erwartet man von Rammstein einfach mehr. Und weil die Musiker niemanden angezündet und nicht einmal wenigstens masturbiert haben (das Mikrofon zählt nicht), kann man die Prager Show im Kontext nur als zahm bezeichnen." Gesamturteil für das Konzert in Prozent ausgedrückt: 70 Prozent. 

Auch der Kritiker der Právo, Jaroslav Špulák, misst Rammstein im Hinblick auf ihre Show und pyrotechnischen Effekte an den von der Band selbst gesetzten Maßstäben, wenn er bemerkt, dass "bei den vergangenen Konzerten Rammstein einfach doch noch mehr Effekte" begleitet hätten. Allerdings ist auch Špuláks Gesamturteil klar: "Bands, die so eine Show bieten, gibt es auf der Welt nicht viele und Rammstein gehört zu den besten. Ihr erster Prager Abend hat deshalb auch gezeigt, dass ihr Ansatz den Zuschauer ganz sicher nicht langweilt." Fazit: 80 Prozent.  

Der Musikpublizist Antonín Kocábek zollt den Deutschen um Frontmann Till Lindemann in der Tageszeitung Lidové noviny ebenfalls Respekt: "Und obwohl die sechs Herren auf dem Podium nicht mehr zu den jüngsten gehören und trotz Schminke ihre 23 Jahre Abnutzung zu erkennen sind - bis zu einem müden, leblosen Herunterleiern altersschwacher Hits, so wie wir es von einigen anderen alternden Combos kennen, hat Rammstein es - beurteilt nach der aktuellen Prager Darbietung - insgesamt noch weit." Titel von Kocábeks Konzertkritik: "Cirkus Rammstein macht weiterhin Spaß". 

Setlist (gemäß Musicserver.cz): Ramm 4, Reise, Reise, Hallelujah, Zerstören, Keine Lust, Feuer frei!, Seemann, Ich Tu Dir Weh, Du Riechst So Gut, Mein Herz Brennt, Links 2-3-4, Ich will, Du hast, Stripped, Sonne, Amerika, Engel.

Das Zusatzkonzert findet am heutigen Montagabend ebenfalls in der Eden Aréna statt, Resttickets sind noch im Vorverkauf erhältlich. (nk)

Themen: Konzertkritik, Konzerte, Rammstein