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| | Reise | 30.11.2010

Warum nicht mal in Pilsen ein Bier trinken?

Prag ist wunderschön: Es gibt unendlich viel zu entdecken, unzählige Fressstände, Bars, Kneipen, Clubs, Discos (und alles was dazwischen liegt), dazu nervige Souvenirläden, überteuerte Cafés, sowie Museen und Kirchen en masse – Zeit auch mal in eine andere tschechische Stadt zu schauen. Jung, voller Übermut und Tatendrang suchten wir also eine Alternative zu Prag und wurden in Plzen fündig. Genauer in der Pilsner Urquell Brauerei.

Ich packte also 3 Kumpels mit in den Zug und dann ging es ab nach Plzen. Wir hatten etwas Zeit für Sightseeing eingeplant – unglücklicherweise. Plzen hat einen überholungsbedürftigen Bahnhof, einen Marktplatz auf dem eine Kirche steht (welch Überraschung) und eine Brauerei. In Sommermonaten mag der Flecken (wie wir diesen Ort im Schwäbischen nennen würden) sicherlich seinen Reiz haben. Man könnte den Marktplatz und die Kirche in einem der Cafés genießen, die sich preislich sicherlich humaner gestalten als die Prager. Man könnte den Duft des Frühlings einsaugen, während man vergeblich versucht die Wespen von seinem Bier zu vertreiben. Aber Mitte November ist diese Stadt tot, kalt und grau!

Innenstadt abgehakt, ab zur Brauerei. Wir haben ein Spezialangebot gefunden: Menü 2. Das bedeutet, dass man für 369 Kronen für drei Stunden so viel essen und trinken kann, wie man hungrig, bzw. durstig ist. Mit inbegriffen ist das Bier Prazdroj 12° und dazu Fleisch: Je nach Tagesangebot gibt es geröstetes Hühnchen, verschiedenes vom Schwein, geräucherte Rippchen etc. Für Beilagen müsste man extra bezahlen. Es gibt nur Brot mit Senf und Meerrettich. Das erste „Gericht“ waren einfach vier richtig dicke Schweinshaxen. Fettig, klebrig und deftig. Genau wie eine Schweinshaxe sein sollte. Anschließend gab es Hühnchenbrust, Schweinerippchen und Rind. Alles fettig, heiß und schmackhaft. Aber Achtung, wer zu schnell isst, wird das bereuen. Mein Tipp: Langsam und genüsslich essen, anstatt reinzuschaufeln bis man kein Morgen mehr sieht. Sobald man aufgegessen hatte, wurde mehr und neues Fleisch gebracht. Manchmal musste man etwas warten oder sogar nachhaken, was den perfekten Eindruck etwas trübt. Aber immer sehr höflich und hilfsbereit, versüßte uns das Personal den Nachmittag.

Direkt neben dem sehr nett hergerichteten Tisch ist der Zapfhahn. Unser Reich für drei Stunden, mit einem Endlos-Fass mit inbegriffen. Man geht einfach hin und zapft selbst. Kann es etwas Schöneres geben?

Fazit: Nach drei Stunden Essen und Trinken, waren wir im Anschluss weder hungrig noch durstig. Ein vollkommen gelungener Mittwochnachmittag, den ich an dieser Stelle gerne und mit gutem Gewissen weiterempfehlen möchte.

Noch ein Tipp am Rande: Man muss das Menü 2 per E-Mail reservieren (naspilce@naspilce.com oder alternativ: visits@pilsner.sabmiller.com). Und es ist unbedingt notwendig, dass man eine Antwort erhält. Sonst ist die Reservierung nicht gültig!

Externer Link: www.naspilce.comwww.naspilce.com

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