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Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Wirtschaft | 8.4.2011
DTIHK veröffentlicht neue Konjunkturumfrage unter ihren Mitgliedern

Prag - Der Aufschwung ist bei den Unternehmen in Tschechien angekommen. So bewertet die Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK) das Ergebnis ihrer aktuellen Konjunkturumfrage unter deutschen Investoren.

Danach bezeichne ein Drittel der Respondenten die aktuelle Wirtschaftslage als gut, die Hälfte erwarte eine weitere Verbesserung im laufenden Jahr.

Insgesamt zeigten sich die von der DTIHK befragten 73 Unternehmen zufrieden mit der tschechischen Volkswirtschaft: 30 Prozent bezeichneten die Lage als gut, 58 Prozent als befriedigend. 46 Prozent rechneten zudem mit einer weiteren Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage und teilen damit den Optimismus offizieller Prognosen.

Noch zuversichtlicher gaben sich die Unternehmen bei ihrer eigenen Geschäftsentwicklung: 44 Prozent rechneten mit einer weiteren Verbesserung im laufenden Jahr, nur elf Prozent mit einer Verschlechterung. Jedes zweite Unternehmen erwartet steigende Umsätze, jedes dritte höhere Gewinne.

Obwohl die Umfrageergebnisse einen klaren Aufwärtstrend erkennen ließen, sieht die DTIHK das Niveau des Vorkrisenjahrs 2008 "noch lange nicht erreicht". Die Erholung der exportorientierten Volkswirtschaft Tschechiens hänge auch 2011 maßgeblich von den Impulsen ab, die von den Märkten der wichtigsten Handelspartner ausgehen, allen voran Deutschland. Etwa ein Drittel der befragten Unternehmen gab an, die Exporte nach Deutschland seien 2010 gestiegen. Sechs von zehn profitieren darüber hinaus direkt oder indirekt vom Aufschwung in Deutschland.

Bereits zum zweiten Mal liegt der Standort Tschechien im ostmitteleuropäischen Ranking auf Platz 2. Den ersten Platz belegt wie schon im Vorjahr die Slowakei. An den Stärken, aber auch Schwachstellen des Wirtschaftsstandorts Tschechiens änderte sich ebenfalls wenig: Leistungsbereitschaft, Produktivität und Qualifikation der Arbeitnehmer erhielten Bewertungen von gut bis befriedigend. Nur ein Standortfaktor änderte sich deutlich: Die „politische Stabilität“ wurde nach den Neuwahlen im Mai deutlich besser bewertet.

Beunruhigend ist für die Autoren der Umfrage, dass rund 30 Prozent der befragten Unternehmen heute nicht mehr in Tschechien investieren würden. Ausschlaggebend hierfür sei unter anderem die "zuweilen mangelhafte Zahlungsmoral und Rechtssicherheit" in Tschechien. Beide Standortfaktoren bewerteten die Befragten gleichzeitig als sehr wichtig. Außerdem wünschen sich deutsche Investoren mehr Transparenz bei öffentlichen Ausschreibungen. (gp)

Themen: Konjunktur, DTIHK
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