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Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Panorama | 25.6.2009
Nordosten besonders betroffen - viele Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten

Nový Jíčin/Prag - Die schweren Unwetter im Osten Tschechiens haben bereits zwölf Todesopfer gefordert. Das berichtete der tschechische Rundfunk ČRo-Radiožurnál (Prag) am späẗen Donnerstagabend.

Danach könnte die Anzahl der Opfer noch steigen, da zahlreiche Menschen noch vermisst werden.

Besonders betroffen sind die nördlichen Regionen im Olmützer Kreis und Mährisch-Schlesien in den Einzugsgebieten der March und Oder, wo vielerorts Straßen- und Eisenbahnverbindungen überflutet und mehrere Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten sind.

In Jeseník nad Odrou rissen die Fluten ganze Häuser Weg.

Schwere Schäden werden aus Nový Jičín gemeldet, das einige Medien bereits "Hauptstadt der Katastrophe" nennen. In der Stadt soll es am Donnerstag auch zu einzelnen Plünderungen gekommen sein. Wie an anderen Orten war die Flutwelle hier so plötzlich gekommen, dass die Behörden nicht schnell genug reagieren konnten.

Nový Jičín war bereits 1997 von einem verheerenden Hochwasser heimgesucht worden. Nach den Erfahrungen hatte sich die Stadt - und viele andere betroffenen Kommunen in Tschechien - mit aufwändigen Flutschutz-Einrichtungen vorbereitet. Ohne diese Maßnahmen hätte das gegenwärtige Unwetter noch größere Schäden angerichtet, sagte Bürgermeister Ivan Tyle.

Zur Unterstützung der Hilfskräfte im Katastrophengebiet hat die tschechische Armee rund 1000 Soldaten entsendet, 200 waren am späten Donnerstag bereits im Einsatz. Die Regierung in Prag verabschiedete ein mit rund zwei Millionen Euro ausgestattetes Soforthilfe-Paket zur Unterstützung der Opfer. Angesichts der Lage haben mehrere europäische Länder, darunter Polen und die Schweiz, Tschechien ihre Hilfe angeboten.

Eine Beruhigung der Lage scheint angesichts aktueller Wetterprognosen unwahrscheinlich. Danach könnten gewitterartige Regen in Mähren und Schlesien die Flüsse und Bäche nach einem kurzen Rückgang der Pegel wieder anschwellen lassen.

Auch in den südlichen Landesteilen im Einzugsgebiet der Moldau könnte der anhaltende Regen Überschwemmungen auslösen, so dass die Hochwasserwarnung des Wetteramts bestehen bleibt. (gp)

Themen: Hochwasser, Unwetter
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