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Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Gesellschaft | 11.1.2011
Piratenpartei will neues Portal für sensible Dokumente von öffentlichem Interesse etablieren

Prag - Tschechien hat nun seinen eigenen Assange: Jakub Michálek, Mitglied der Piratenpartei, und seit dem Start der Seite Pirateleaks.cz im Dezember Koordinator des Projekts. Die Seite wird allerdings nicht wie das prominente Vorbild auf Ebene der Weltpolitik agieren, sondern gezielt im nationalen und regionalen Rahmen.

So sollen auch Bürger kleinerer Gemeinden die Möglichkeit erhalten, Skandale und Unregelmäßigkeiten in ihren Kommunen öffentlich zu machen.

In einem Interview mit dem Online-Portal Czechposition.com vor dem Launch beschrieb Michálek die Relevanz der bislang gesammelten Dokumente: "Diese Dokumente enthüllen, wie in Tschechien Gesetze entworfen werden, welchen Einfluss Lobby-Gruppen ausüben und wer für welche Genehmigungen verantwortlich ist."

Er ließ auf der Seite auch verlauten, dass sein Team momentan Materialien aus dem Rathaus bearbeite, die eng mit dem Skandal um die Einführung der „Opencard“ in Prag zusammenhänge. Kritiker hatten die Kosten der Einführung für den Steuerzahler als zu hoch bewertet.

Die 2009 gegründete Piratenpartei erhielt bei den letzten Parlamentswahlen 0,8 Prozent der Stimmen. (kw)

Themen: Medien, Internet, Piratenpartei

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Die Hauptidee des Kulturverbandes liegt in der Erhaltung der Volkskultur und der deutschen Sprache der Minderheit. Das Prager Büro des Verbandes befindet sich im Haus der Nationalen Minderheiten (Dům národnostních menšin) in Vinohrady, unweit der Metrostation und Tramhaltestelle I.P. Pavlova.
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Die Gemeinde zählt etwa 140 deutschsprachige Mitglieder unterschiedlicher Nationalitäten und Bekenntnisse, die zeitweise oder dauerhaft in Prag leben. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten ist die Arbeit mit Familien und Kindern. Die Gottesdienste finden sonntags in der Kirche St. Martin in der Mauer statt.

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