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Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Bildende Kunst | 25.4.2012
Abstraktes Frühwerk "Form in Blau" für 2,3 Millionen Euro versteigert

Prag - Bei der Versteigerung eines Werks des Malers František Kupka (1871 - 1957) ist in Prag ein neuer Auktionsrekord aufgestellt worden. 55,7 Millionen Kronen (rund 2,3 Millionen Euro) zahlte ein russischer Sammler für das abstrakte Gemälde aus dem Jahr 1913.

"Form in Blau" ist damit das teuerste je verkaufte Gemälde eines tschechischen Malers.

Auch der bisherige Rekord gehörte einer Arbeit Kupkas. Vergangenes Jahr erzielte Sotheby's in London rund 44 Millionen Kronen für "Bewegung" (1913 - 1919).

Die Versteigerung wurde vom Auktionshaus Adolf Loos Apartment & Gallery am Donnerstag vergangener Woche veranstaltet. Deren Geschäftführer Vladimír Lekeš zeigte sich überrascht über den erzielten Erlös, der den Ausrufpreis von 44 Millionen Kronen beträchtlich überstieg.

Ursprünglich hatten sich drei Interessenten zur telefonisch abgewickelten Auktion angemeldet, wobei aber nur zwei tatsächlich teilnahmen. Der dritte Kunde schied nach Medienberichten aus, weil ihn die Organisatoren zur vereinbarten Zeit nicht erreichen konnten.

Über den Käufer machte das Auktionshaus keine weiteren Angaben. Vladimír Lekeš attestiert ihm jedoch eine "wunderbare Kunstsammlung" und geht davon aus, dass die Nationalgalerie die Ausfuhr des Werkes genehmigt. "Damit würde sie helfen, das Werk des tschechischen Künstlers im Ausland populärer zu machen", so der Geschäftsführer des Adolf Loos Apartment & Gallery.

František Kupka, in Ostböhmen geboren, gilt als Mitbegründer der abstrakten Kunst und lebte die meiste Zeit seines Lebens in Frankreich, wo er sich unter anderem der Kunstgruppe Puteaux anschloss. "Form in Blau" gehört zu einem seiner bedeutendsten Werk und wird als eines seiner ersten abstrakten Gemälde überhaupt bezeichnet.

Die größte Kupka-Sammlung befindet sich im Prager Kampa-Museum der Privatsammlerin Meda Mládková. (jf/gp)

Themen: František Kupka, Vladimír Lekeš, Meda Mládková

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