Prag - Die katholische Kirche hat den Prager Veitsdom am Montag offiziell wieder in Staatsbesitz überführt.
Damit kam die Kirche einem Urteil des Obersten Gerichts Tschechiens nach, das die Kathedrale im Februar dem Staat zugesprochen hatte.
Während allerdings Kardinal Miloslav Vlk auf seiner Website behauptet, dass „nichts übergeben worden“ sei, erklärte der Leiter der Präsidentenkanzlei Petr Hájek den Fall für „erledigt“: „Die Übergabe ist heute erfolgt, an ihr haben unter anderem 15 Vertreter der Erzdiözese teilgenommen“, zitiert die Tageszeitung Lidové noviny (Prag) Hájek. Um die Rückführung in Staatsbesitz hatten Präsidentenkanzlei und Erzdiözese zuletzt eine scharfe Auseinandersetzung geführt, bis sie sich Ende März auf eine gemeinsame Verwaltung des Gotteshauses einigen konnten.
Ungeachtet der Einigung geht der Rechtsstreit um die Eigentumsrechte aber weiter. Ein Sprecher der Erzdiözese bestätigte gestern, dass die Kirche gegen das jüngste Urteil Einspruch eingelegt habe. Der Beginn der neuerlichen Gerichtsverhandlung ist für Anfang Mai geplant. Kardinal Vlk hatte kürzlich sogar angekündigt, die Kirche werde notfalls auch bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg ziehen. (gp/nk)
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17.4.2007
Rechtsstreit um Eigentumsrechte geht weiter
Tschechien Online, 17.4.2007
Autor:
Tschechien Online - Ressort Politik und Gesellschaft
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Rechtsstreit um den Prager Veitsdom geht in die nächste Runde
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6.03.2007
Kardinal Vlk: Gerichtsurteil besagt nicht, dass die Kirche den Dom dem Staat übergeben muss
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