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| | Nachtleben | 19.1.2010

Welcome to the Jungle

Guns ‘n’ Roses Revival im Vagon

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle nun der Welt kundtun, wie unheimlich geil es war, am letzten Samstag im Vagon gewesen zu sein, auf dem Konzert der Guns ‘n’ Roses-Revivalband gleichen Namens aus der Slowakei.

Ich wollte erzählen, dass ich mich ja schon seit Wochen gefreut hatte. Dass dies nun endlich das Ende meiner Schmach gewesen war. Ich, die, was meine musikalische Geschmacksentwicklung angeht, ein Spätzünder war und die es verpasst hatte, die beste der Band der Welt live zu sehen.

Ich wollte berichten, dass ich seit geraumer Zeit nur noch mit MP3-Player durch Prag lief und alle Lieder rauf- und runter gehört habe. Dass sogar meine beste Freundin aus München für dieses Ereignis nach Prag gefahren kam. Und dass sie, die eigentlich nie so aussieht als habe sie Spaß, diesmal wenigstens ab und an so wirkte. Davon, wie das ganze Vagon, was dieses Mal echt rappelvoll war, abging wie sonst was. Davon, dass sich Alt (und damit meine ich weit über 45) und Jung bei Liedern wie „Sweet Child of Mine“, „Paradise City“ und „Welcome in the Jungle“ gefunden zu haben schienen. Dass man, auch wenn die Band optisch ganz weit weg vom Original war, doch das Gefühl hatte, Axl und Slash stünden auf der Bühne. Davon, dass es einfach nur ein unglaubliches Erlebnis war all diese Songs, die ich nur auf CD kenne, endlich mal live zu hören.

Ich wollte sagen, wie cool es war, die Augen zu schließen und sich vorzustellen in irgendeinem Stadion der Welt zu stehen und die Lyrics von „Rocket Queen“ zu hören. Davon, wie Dutzende Erinnerungen in mir hochkamen, weil mein halbes Leben, so gut wie jede zweite Erinnerung, eine Verknüpfung mit einem Guns ‘n‘ Roses-Song hat. Davon, dass ich nun immer noch dasitze und in jeder freien Minute „Appetite for Destruction“ höre.

Aber dann habe ich mir gedacht, dass das sowieso keiner nachvollziehen kann, der nicht auf dem Konzert war und der die Band nicht so abgöttisch liebt wie ich. Und dann habe ich beschlossen es einfach sein zu lassen und den Abend nur mit diesem Foto zu kommentieren, denn so was sagt ja auch oft mehr als tausend Worte.

Bildnachweis:
Monika Kindermann

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