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Der Autor

Stanislav Beran ist freier Journalist und Korrespondent mit Schwerpunkt Geschichte und Kultur. Nach seinem langjährigen Aufenthalt in München lebt er in Tschechien.

Als Auslandskorrespondent berichtet er aus dem Isergebirge für verschiedene Zeitungen und Onlinemedien im deutschsprachigen Raum.

Er ist Dolmetscher und staatlich geprüfter Übersetzer für die deutsche Sprache, Herausgeber der Friedländer Zeitung und Heimatforscher.

Auch die Website https://friedlandinbohmen.jimdo.com, auf der man Informationen zur Vergangenheit und Gegenwart des Kreises Friedland in Böhmen und die vielseitige Geschichte des Landes unserer Ahnen finden kann, wurde von ihm erstellt.

Für den Blog auf Tschechien Online schreibt er seit April 2015.

Im Internet: friedlandinbohmen.jimdo.comfriedlandinbohmen.jimdo.com
Bildnachweis:
Stanislav Beran

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| | Panorama | 18.6.2016

Restauriertes Schäfer-Kreuz gesegnet

Am Sonntag, 5. Juni 2016, wurde aufgrund der Initiative des Verschönerungsvereins aus Neustadt a. T. ein Kreuz im Rahmen einer kleinen Feier durch den Neustädter Pfarrer Jacek Wszola feierlich eingesegnet und der Öffentlichkeit übergeben. Das rund 3,70 Meter hohe Kreuz aus der Zeit des Klassizismus wurde 1854 vom Franz Schäfer gestiftet. 1933 wurde es zum letzten Mal renoviert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Kreuz aus unbekannten Gründen zerstört. Erst im Jahr 2002 wurden die Reste in einem neben der Straße liegenden Sumpfgebiet gefunden.

Nach langen Jahren der Vergessenheit und nach umfangreicher Restaurierung durch den Restaurator BcA. Jan Fedorčák aus Böhmisch Leipa wurde das in neuem Glanz erstrahlte Schäfer-Kreuz im November 2014 an seinen heutigen Standort, einige Meter von dem Fundort, neu aufgestellt. Das 1,6 Meter groβe, abgebrochene gusseiserne Kreuz wurde durch ein neues ersetzt. Auf dem rechteckigen Sockel aus feinkörnigen hellgelben Elbsandstein sind im Kreis neun goldene Sterne abgebildet. Darunter befindet sich die kurze Inschrift:

„Jesus meine Liebe ist gekreuziget.“

Unten dem Text befindet sich ein vergoldeter Palmzweig. Ganz unten am Sockel findet sich ein weiterer Spruch:

„Durch dein Kreuz und

Leid hast du uns gebracht zur

Himmelsfreud“.

Die Texte sind häufig dem Alten und dem NeuenTestament, auch Kirchenliedern entnommen worden. Auf der Rückseite des Kreuzsockels befinden sich folgende Daten:

„Errichtet von Franz Schäfer 1854“ und

„Renoviert Franz Schäfer 1933“

Alle, die ein wenig Ruhe und Besinnlichkeit suchen, finden das Kreuz, das sich zwischen zwei neu gepflanzten Linden befindet, an der Straße von Neustadt a. T. nach Lusdorf, links hinter dem letzten Haus Nr. 862.

Bei dieser Feierlichkeit waren unter anderen anwesend: Bürgermeister von Neustadt an der Tafelfichte - ing. Pavel Smutný, Vertreter des Bürgermeisters ing. Miroslav Kratochvíl, der Vereinsvorsitzende vom Verein der Freunde des Isergebirges „Spolek přátel jizerských hor Patron“ Herbert Endler, Mit-glieder des Verschönerungsvereins mit Tomáš Málek, von der Pfarrei Herr Taraba und Popovič sowie zahlreiche Bürger der Stadt. Das Projekt wurde von der Stadt Neustadt a. T., Stiftung Preciosa in Liberec und dem Regionalamt der Region Liberec sowie privaten Sponsoren finanziell unterstützt.

17 Gedenksteine und Wegkreuze wurden in der letzten Zeit restauriert und neu errichtet. Der Dank gilt den Mitgliedern des Verschönerungsvereins und Tomáš Málek, die sich für die Renovierung des Kreuzes eingesetzt haben.          

Bildnachweis:
Stanislav Beran

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