Blogs

Blogs

Der Autor

Stanislav Beran ist freier Journalist und Korrespondent mit Schwerpunkt Geschichte und Kultur. Nach seinem langjährigen Aufenthalt in München lebt er in Tschechien.

Als Auslandskorrespondent berichtet er aus dem Isergebirge für verschiedene Zeitungen und Onlinemedien im deutschsprachigen Raum.

Er ist Dolmetscher und staatlich geprüfter Übersetzer für die deutsche Sprache, Herausgeber der Friedländer Zeitung und Heimatforscher.

Auch die Website https://friedlandinbohmen.jimdo.com, auf der man Informationen zur Vergangenheit und Gegenwart des Kreises Friedland in Böhmen und die vielseitige Geschichte des Landes unserer Ahnen finden kann, wurde von ihm erstellt.

Für den Blog auf Tschechien Online schreibt er seit April 2015.

Im Internet: friedlandinbohmen.jimdo.comfriedlandinbohmen.jimdo.com
Bildnachweis:
Stanislav Beran

Weitere Beiträge dieses Autors

Gedenkveranstaltung am 27. Juni in Reichenberg am Denkmal für die Opfer des Kommunismus
Geschichte und Gegenwart des Jugendstilprachtbaus im Stadtzentrum
Der höchste Berg des Isergebirges mit seinem Aussichtsturm ist ein beliebtes Ausflugsziel in Nordböhmen
Kirche in Bärnsdorf wurde aufwendig restauriert
Beliebter Aussichtsturm im Isergebirge mit langer Geschichte
Aus zerschlagenen Gedenksteinen wurde im malerischen Wallfahrtsort Haindorf im früheren Kreis Friedland ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs errichtet.
Auf dem 1878 errichteten Friedhof wurde die vorletzte große deutsche Gruft abgerissen
Sonderausstellung im Nordböhmischen Gewerbemuseum
Geburtshaus des legendären Autokonstrukteurs wurde als Museum eröffnet
Den Toten die Liebe nicht verweigern, der Toten zu gedenken, ist Ausdruck des biblischen Gebotes und edler Menschlichkeit zugleich.
"Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist" - Zitat aus dem Talmud.
Ist das legendäre Bernsteinzimmer in Friedland in Nordböhmen versteckt?
Schüler pflegen deutschen Friedhof in Frýdlant: “Das Geheimnis der Versöhnung ist die Erinnerung” - Richard v. Weizsäcker

Blogs-Autoren

Denkmal für die gefallenen Soldaten im Preuβisch-Österreichischen Krieg 1866 in Kukan wird erneuert

Das Denkmal in Kukan, heute Stadtteil von Ga­blonz, wird 2017 renoviert und neu enthüllt. Der Ort, in dem im Jahr 1930 offiziell 2.775 Deutsche und 254 Tschechen lebten, ist seit 1538 urkundlich nachweisbar.

Das Gefallenendenkmal, das aus freiwilligen Beiträgen im Jahre 1874 in seiner ursprüngli­chen Form errichtet und einge­weiht wurde, erinnert an die ge­fallenen Soldaten bei der Schlacht bei Königgrätz, wo die Trup­pen von Preußen am 3. Juli 1866 auf die Armeen Österreichs und Sachsens getroffen sind. In die­ser verlustreichen Schlacht be­kämpften sich über 400.000 Sol­daten. Die blutige Schlacht ko­stete 16.000 Soldaten und 11.000 Pferde das Leben. Es war eine der größten Schlachten des 19. Jahr­hunderts.

Am 23. Juni 1912 wurde das Denkmal für den Preußisch-Österreichischen Krieg umge­baut und erweitert. An dem Obe­lisk wurden zwei weitere Namen von gefallenen Soldaten ange­bracht.

Auf der linken Seite steht: „Zur Erinnerung an den gefal­lenen Johann Schöffel aus Ku­kan. Er war Hornist und starb in der Schlacht bei Chlum am 3. Juli 1866.“

Auf der rechten Seite steht: „Zur Erinnerung an den gefal­lenen Soldaten Johann Hübner aus Kukan, der sein Leben in der Schlacht bei Custozza in Italien am 24. Juni 1866 verloren hat."

Der Platz unter dem Denkmal ist gleichzeitig die Ruhestätte für den am 26. Juni 1866 in Chri­stophswalde geborenen und bei Reichenau durch einen Kopf­schuss getöteten preußischen Sol­daten Carl Gustav Pählke von dem 4. Magdeburger Infanterie-Regiment Nr. 67.

Schon 2013 traf der Stadtrat in Gablonz die Sanierungsentschei­dung. Die Vorbereitungen für die aufwendige Renovierung starte­ten 2016. Die Arbeiten sollen im Oktober beendet sein.

Das ganze Denkmal wird aus­einandergenommen und von Moos und Schmutz befreit. Der Sockel wird umfangreich saniert. Die neue Grundplatte unter dem Denkmal wird aus Stahlbeton ge­gossen. Eine Granitkugel, auf der sich ein preußischer Adler mit ausgebreiteten Flügeln befindet, wird an der Spitze des Denkmals angebracht. Die Buchstaben wer­den erneuert. Die zwei Tafeln aus dem Jahre 1912 mit den Namen der zwei gefallenen Soldaten werden durch neue ersetzt.

Um dem schmalen, vierecki­gen Steinpfeiler, der sich nach oben verjüngt und eine pyrami­denförmige Spitze besitzt, be­finden sich acht kleine kunstvoll gemauerte Pfosten, an denen neue aus Bronze gegossene Lö­wenköpfe befestigt werden. An den Köpfen werden Ketten ange­bracht, die die Pfosten verbinden.

Den größten Teil der Kosten übernimmt das Verteidigungs­ministerium in Prag. Für die Re­staurierung des Denkmals wur­den der Stadt bereits 562.000 Kronen zugesichert. Gablonz be­teiligt sich bei der Neugestaltung mit 241.000 Kronen.

Bildnachweis:
Stanislav Beran - Archivmaterial

Auch interessant