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Der Autor

Stanislav Beran ist freier Journalist und Korrespondent mit Schwerpunkt Geschichte und Kultur. Nach seinem langjährigen Aufenthalt in München lebt er in Tschechien.

Als Auslandskorrespondent berichtet er aus dem Isergebirge für verschiedene Zeitungen und Onlinemedien im deutschsprachigen Raum.

Er ist Dolmetscher und staatlich geprüfter Übersetzer für die deutsche Sprache, Herausgeber der Friedländer Zeitung und Heimatforscher.

Auch die Website https://friedlandinbohmen.jimdo.com, auf der man Informationen zur Vergangenheit und Gegenwart des Kreises Friedland in Böhmen und die vielseitige Geschichte des Landes unserer Ahnen finden kann, wurde von ihm erstellt.

Für den Blog auf Tschechien Online schreibt er seit April 2015.

Im Internet: friedlandinbohmen.jimdo.comfriedlandinbohmen.jimdo.com
Bildnachweis:
Stanislav Beran

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| | Politik | 7.9.2018

21. August 2018 in Reichenberg (Liberec)

  • Kranzniederlegung
  • Fotograf Václav Toužimský mit seinem berühmten Foto des Panzers 314 in Reichenberg
  • Fotoausstellung

Hunderte von Menschen, die sich an die Ereignisse im August 1968 erinnerten, trafen sich an diesem Tag vor dem Rathaus, wo sich das Denkmal für die Opfer, die in Reichenberg ums Leben gekommen waren, befindet. Auch ein ausgestellter Panzer erinnerte an die Schreckensnacht vor 50 Jahren.

Nach vielen Schweigejahren wird immer noch mühselig die traurige Wahrheit, die jahrelang Tabu war, enthüllt. Für die Stadt Reichenberg ist der August 1968 und das brutale Eingreifen der tschechoslowakischen Sicherheitskräfte ein Jahr später ein heikles und empfindliches Thema und immer noch ein lebendiger Teil der Stadtgeschichte.

Die einleitende Ansprache bei der Trauerfeier hielt Oberbürgermeister Tibor Batthyány. Nach seiner Rede wurde mit einer Schweigeminute der Opfer der Besetzung 1968 gedacht. Die Blumenniederlegung durch die Stadtvertreter war ein sichtbares Zeichen dieses Gedenktages. Danach legten auch Vertreter der tschechischen Armee, Polizei und Einwohner sowie zahlreiche Gäste an dem Denkmal für die Opfer Blumen nieder und zündeten Kerzen an.

Auch Urd Rothe-Seeliger vom Heimatkreis Reichenberg in Deutschland legten Blumen nieder. Eine Ausstellung mit großformatigen Fotografien von dem Einmarsch 1968 zeigten die Reichenberger Fotografen Vladimír Vlk und Václav Toužimský auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. Abends fand auf dem Altstädter Platz vor der historischen Kulisse des Rathauses ein großes Gedenkkonzert mit Protestliedern des berühmten, 1969 nach Deutschland emigrierten und 1994 in München verstorbenen tschechischen Liedermachers und Dichters Karel Kryl statt.

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